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SV KumbergCoronafall im Fußball: Jetzt wird die Behörde aktiv

Spieler des SV Kumberg wurde am Samstag positiv auf Corona getestet. Mit Verspätung werden nun doch Kontaktpersonen eruiert.

Konsequenzen nach Corona-Fall
Konsequenzen nach Corona-Fall © Sujetfoto: Fotolia
 

Im Regen stehen gelassen fühlte sich der SV Kumberg in den letzten Tagen. Ein Spieler des Unterliga-Vereins wurde, wie bereits berichtet, am Samstag positiv auf Corona getestet – einen Tag nach einem Testspiel gegen den JSV Mariatrost. Trotz wieder steigender Infektionszahlen und der Devise „testen, testen, testen“ aus Wien blieb das allerdings ohne Folgen für das Umfeld des erkrankten Spielers.

Eine Vorgangsweise, die nicht nur bei den Verantwortlichen der Amateurfußballvereine aus dem Bezirk Graz-Umgebung für Unruhe sorgte: Warum wurden Kontaktpersonen des Erkrankten nicht erhoben? Und je nach Risiko Quarantäne für die Betroffenen oder weitere Tests angeordnet? Diesen Fragen ging man nach dem Bericht der Kleinen Zeitung am Mittwoch auch bei den zuständigen Behörden nach.

„Es kam zu einer zeitlichen Verzögerung hinsichtlich der Verdachtsfall-Meldung und der Übermittlung des positiven Testergebnisses an die zuständige Gesundheitsbehörde“, erklärte Landessanitätsdirektorin Ilse Groß am Mittwoch am Ende der Ursachenforschung. Verdachtsfälle und positive Tests müssen von jedem Labor in das epidemiologische Meldesystem eingespeist werden. Erst dann wird die Bezirksverwaltungsbehörde – in diesem Fall die BH Graz Umgebung – aktiv und geht nach einem festgelegten Szenario vor. Warum der Fall erst mit Verspätung ins System eingespeist wurde, lasse sich im Nachhinein nicht beantworten, heißt es aus der Landessanitätsdirektion.

Kommentare (4)

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hansi01
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Da trifft keinem die Schuld

Vurschrift is Vurschrift

Haheande
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Versagen der Landessanitätsabteilung

Vielen scheint nicht klar zu sein, dass in den Bezirksverwaltungsbehörden die Pandemiefälle ohne zusätzliches Personal abgearbeitet wird. Die eigentliche Arbeit bleibt liegen. Darum dauern gewisse Angelegenheiten eben länger. Sollten die Fälle weiter ansteigen, wird das System ohne Zusatzpersonal zusammenbrechen. Hier ist Politik und Sanitätsdirektion gefordert! Wie überall werden jene an der Basis im Stich gelassen.

kog1
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Das Unvermögen hat doch System,

und bei wiederholtem Organisatinsversagen ist die Chefin/der Chef fehl am Platz.
Wir brauchen nicht schon wieder Ausreden, sondern ein funktionierendes Krisenmanagement.
Derzeit haben wir max. 15 Fälle am Tag, Tendenz - wen wundert's - steigend und das kann bei ein bisschen Engagement noch kein Problem sein.
Akten bitte bearbeiten, ehe sie staubig werden und raus aus der gewohnten Komfortzone, bei der die Zuständigen womöglich schon mit der Selbstverwaltung ausgelastet sind!

redbull
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24
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Test

Wenn man getestet wird, bekommt man ein Formular.
Wenn der Test positiv ist, sind dort alle Kontaktpersonen (48 h vor den ersten Symptomen) einzutragen.
Das ist ein ganz normaler Vorgang, egal ob Fußballer, oder nicht...