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CoronaHotellerie vor dem Neustart: "Viele wollen gar nicht mehr aufsperren"

Lichtblicke, Ungewissheit und verhaltener Optimismus – so denkt die steirische Hotelbranche über den anstehenden Wiederbeginn und die Grenzöffnung zu Deutschland.

Möge der steirischen Hotelerie trotz allem ein günstiger Wind wehen © APA/BARBARA GINDL
 

"Diese Grenzöffnung mit Deutschland war dringend notwendig“, zeigt sich Hotelier Christian Steiner vom Pichlmayrgut in Schladming froh und nun auch optimistisch. Die Buchungslage sei bislang katastrophal gewesen, erzählt er. Der Juni so mau, dass er seinen Betrieb erst mit Anfang Juli hochfahren werde. Die beiden Folgemonate seinen aber Lichtblicke, wie es heißt. Hier klettern die Zahlen etwas nach oben. Über die Konkurrenz meint er: „Viele wollen erst gar nicht aufsperren.“

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hfg
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Jetzt kommt die kuriose

Situation das man nicht aufsperrt - weil es besser ist die Personalkosten durch Kurzarbeit dem Staat aufzubürden. Das Beste - eine Rechtsanwaltskanzlei die durchgehend genügend Arbeit hatte und keine Kurzarbeit beantragte bekam enorme Probleme weil die Mitarbeiterinnen nicht einsehen wollten, das auch sie zu Hause sein konnten, wie zB. die Freundin. Und zu guter Letzt noch - viele die gearbeitet haben werden jetzt zu „Helden“ deklariert und wollen natürlich auch Prämien. Obwohl die meisten nur ihrer „normalen“ Arbeit nachgegangen sind und eigentlich froh sein sollten, das sie Arbeit haben. Das sind durchaus verrückte Zeiten.

rastimom
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Staat

Der Staat sind wir, das steuer zahlende Volk, das wissen oder vergessen offenbar sehr viele. Die Steuererhöhungen kommen noch bzw. sind schon versteckt da. Schön für die Gastronomie, dass die Getränkesteuer von 20 auf 10% reduziert wird, nur der Konsument zahlt diese "Steuersenkung". Kapieren nur halt nicht viele.

silviab
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„Viele wollen erst gar nicht aufsperren“

Die Corona-Krise trifft den Großteil der Österreicher. Die lautesten Jammerer sind die Hoteliers und Gastronomen - in welche Richtung auch die Maßnahmen gehen, nichts ist recht . Für die Ganzjahresbetrieben kommt meinerseits vielleicht Verständnis auf. Ich kenne aber einen, der ist über die "Zwangspause" sogar froh, denn jetzt konnte seine Familie nach vielen Jahren einmal ohne Missbilligung runter vom Gas, sich erholen und viele liegen gebliebene Arbeiten erledigen. Der Großteil der zwei Saisonen-Hotellerie hätte Ende März/Anfang April sowieso den Betrieb geschlossen und nicht vor Mitte/Ende Juni wenn nicht erst viel später aufgesperrt. Diese Zeiten Frühjahr und Herbst sind bis zu Corona jedes Jahr ohne Finanzspritze der Regierung zu stemmen gewesen - jetzt wird nur gefordert. Das Personal, meist vor allem das teurere wie z. B. die Chefköche sind als erster zum AMS geschickt worden und erst im letzten Moment eingestellt worden. Zum eigenen Wohl wurde von vielen jahrelang privat sehr viel aus den Betrieben gezogen.
Sicher, dem Regierungsteam ist auch der eine oder andere Fauxpas passiert, es wurde vieles nachgebessert. Fakt ist aber auch, dass jetzt - fast ausnahmslos - alle extreme finanziellen Forderungen stellen, dazu noch der Senf der Gewerkschafter. Wir, das Volk sind der Staat, wir und vor allem die Generationen danach werden noch lange für die Auswirkungen bezahlen. Also, vielleicht mal nachdenken und vor allem mehr Solidarität!