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Corona in der SteiermarkPflegerinnen werden eingeflogen, sechs weitere Todesfälle

+++ 1285 Covid-19-Fälle im Land +++ 53 Steirer sind verstorben, 144 gelten als genesen +++ Oststeirisches Seniorenheim geräumt +++ Bürgermeister erhalten Namen von Infizierten +++ Warnung vor falschen Polizisten +++ WK plant Luftbrücke für rumänische Pflegerinnen

© Juergen Fuchs
 

Die dritte Woche mit spürbaren Einschnitten, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzubremsen, geht zu Ende. Für die Steirerinnen und Steirer bleibt die Lage angespannt: Die Arbeitslosigkeit erreicht ein Rekordniveau. Ab Montag, 6. April, sind Masken in Supermärkten Pflicht. Wir halten Sie heute wieder den ganzen Tag lang über das Geschehen in der Steiermark auf dem Laufenden.

  • Die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle in der Steiermark liegt bei 1258 (laut Landessanitätsdirektion; Samstag, 21 Uhr).
  • In der Steiermark sind mittlerweile 53 Todesopfer zu beklagen.
  • Es gelten weiterhin Ausgangsbeschränkungen für alle.
  • Osterfeuer sind im ganzen Bundesland verboten.
  • Das Gesundheitstelefon 1450 nur für jene, die Symptome haben! Allgemeine Fragen richten Sie an Tel. 0800 555 621.
  • Die Hotline der steirischen Krisenintervention ist unter 0800 500154 (9 bis 21 Uhr) erreichbar.
  • Hotline für Eltern und Erziehungsberechtigte: 0676 8666 4668
  • Hotline Sozialabteilung des Landes: 0800 20 10 10
  • Pflege-Hotline des Landes: 0800 500 176 (8 bis 18 Uhr)
  • Kostenlose ZEBRA-Sorgenhotline mit Dolmetsch 0800 799 702 (Montag bis Freitag, 9 - 12 Uhr).

Die Entwicklungen vom Freitag, 3. April, können Sie an dieser Stelle detailliert nachlesen. Was sich international am Samstag tut, ist hier zusammengefasst. Den Kärntner Corona-Ticker vom Samstag finden Sie hier.

Die Ereignisse des Tages im Liveticker

Samstag, 4. April

ARTIKEL AKTUALISIEREN - HIER KLICKEN

21 Uhr. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 in der Steiermark beträgt 1285. Das bedeutet ein Plus von 59 bestätigten Infektionen im Vergleich zum Vorabend.

Die Auflistung nach politischen Bezirken (in Klammer die neuen Fälle in den vergangenen 24 Stunden):

  • Bruck-Mürzzuschlag: 43 (+1)
  • Deutschlandsberg: 30 (-)
  • Graz: 343 (+21)
  • Graz-Umgebung: 120 (+2)
  • Hartberg-Fürstenfeld: 246 (+18)
  • Leibnitz: 158 (+8)
  • Leoben: 23 (-)
  • Liezen: 68 (-)
  • Murau: 5 (-)
  • Murtal: 31 (-)
  • Südoststeiermark: 40 (-)
  • Voitsberg: 79 (+1)
  • Weiz: 99 (+8)
    (Quelle: Gesundheitsministerium)

Mittlerweile gelten 144 Personen in der Steiermark als genesen.

20.50 Uhr. In Graz-Gries hat die Polizei zwei Männer kontrolliert, die sich dort angeregt unterhielten - ohne aber den Corona-Sicherheitsabstand einzuhalten. Sie zeigten sich, darauf angeredet, auch nicht wirklich einsichtig. Einer rastete aus.

20.38 Uhr. Die Landessanitätsdirektion Steiermark informiert: Sechs weitere Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, sind verstorben. In der Steiermark sind somit insgesamt 53 Personen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben. Mehr dazu finden Sie hier.

20.20 Uhr. Google hat seine eigenen Bewegungsdatenbanken ausgewertet, um einen Mobility Report zu erstellen - differenziert nach Ländern und Aktivitäten, z.B. auch in der Freizeit. Er zeigt, wie sich unser Bewegungsverhalten infolge der Corona-Krise verändert hat. Auch in der Steiermark zeigen die Daten, dass sich hier die meisten an die Bestimmungen halten: Im Bereich Einzelhandel und Freizeit verzeichnet man minus 86 Prozent Bewegung, bei Lebensmittel und Apotheken minus 61 Prozent, Parks minus 42 Prozent, Transitbereiche minus 71 Prozent, Arbeitsorte minus 47 Prozent. Das einzige Plus gibt es bei den Wohngebieten - plus 13 Prozent. 

Foto © Google

20 Uhr. Kaum zu glauben - es ist trotz allem Samstagabend! Normalerweise wären jetzt Tausende Steirerinnen und Steirer im Ausgeh-Modus, derzeit wird aber daheim gefeiert. Der Grazer Club Kottulinsky schafft Abhilfe: DJ Florian Hereno legt via Facebook-Stream für seine Fans auf.

19.40 Uhr. Blick ins Burgenland mit insgesamt 224 Erkrankten: Nach Bezirken weist weiterhin Oberwart mit 73 die meisten infizierten Personen auf, in Jennersdorf gibt es mit acht die wenigsten Fälle. Im Bezirk Neusiedl am See gibt es 49 Erkrankte, in der Landeshauptstadt Eisenstadt sind es zwölf.

18.50 Uhr. Nehmen Sie Platz! In zehn Minuten startet das zweite Wohnzimmerkonzert unserer Kulturredaktion. Nach Blues mit Oliver Mally gibt es diese Woche Klassik: Pianist Philipp Scheucher sitzt für Sie in Hannover am Klavier. Den Livestream finden Sie hier!

18.30 Uhr. Im Salzkammergut lässt ein Appell von vier Bürgermeistern  die Wogen hochgehen (siehe auch 10.54 Uhr). Altaussees Ortschef Gerald Loitzl entschuldigt sich nun offiziell für das Schreiben. Michael Kloiber meint dazu im Kommentar: Das Schreiben war gut gemeint - aber ein unnötiger Schachzug, der noch dazu Panik verbreitet.

18 Uhr. Zwei Graffiti-Künstler haben in Graz dem Corona-Virus mit ihren Spraydosen eindrucksvoll ein Gesicht gegeben. AFOK, Salzburger mit Sitz in Graz, und SizeTwo, ein Grazer, der in Berlin lebt, zeichnen dafür verantwortlich, das das triste Thema Corona nun auch ein schöne und bunte Seite in der Landeshauptstadt zeigt. Wo das Werk zu finden ist, lesen Sie hier.

17.55 Uhr. Ein Blick ins Mürztal: Hier nahmen nur einige wenige Eltern das Betreuungsangebot der Schulen in Anspruch, weil sie etwa aus beruflichen Gründen nicht selbst auf ihren Nachwuchs schauen konnten. „Es waren aber nur so um die 20 in der ganzen Bildungsregion“, sagt Claus Kastner, Leiter der Bildungsregion Obersteiermark-Ost. Für Betreuung während der Osterferien habe es kaum Bedarf gegeben.

17.40 Uhr. Die Stadt Graz reduziert den Takt für Straßenbahnen und Busse noch einmal weiter: Ab 6. April sind die Öffis tagsüber nur mehr alle 20 Minuten unterwegs. Eine Ausnahme gibt es aber, hat Gerald Winter-Pölsler herausgefunden.

17.31 Uhr. Wenig Autos auf den Straßen, Kinder, die kreativ beschäftigt werden müssen: Derzeit erfreuen sich Straßenkreiden größter Beliebtheit - und die werden sehr kreativ eingesetzt. Wie auch dieses Bild aus Graz-Andritz zeigt:

Foto © Christian Penz

17.25 Uhr. Update unserer Graz-Redaktion: Am Freitag gab es in der Murmetropole 120 Corona-Anzeigen an nur einem Tag. Insgesamt sind es schon mehr als 1400 Anzeigen.

17.14 Uhr. Der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) hat am Samstag auf Anfrage der APA scharfe Kritik am sogenannten Oster-Erlass der Bundesregierung aus ÖVP und Grünen geübt. Man habe den Bund am Freitag auf erhebliche Mängel hingewiesen. Trotzdem habe die Regierung die Weisung erteilt, den Erlass umzusetzen. Kärnten hat die entsprechenden Verordnungen erlassen, ebenso die Steiermark. Hier gibt es keine Kritik am Oster-Erlass. Aus dem Büro von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) hieß es am Samstag auf Anfrage der APA: "Der Erlass des Gesundheitsministeriums ist eingelangt und wird umgesetzt." Es gebe rechtlich hier auch keinen Spielraum für die Länder, hieß es. Schützenhöfer wandte sich am Samstag in einer Videobotschaft an die Bevölkerung, in dem er an die Maßnahmen gegen das Coronavirus erinnert. Er bedankt sich darin auch bei den Menschen, "die sich auch schon bisher konsequent an die Maßnahmen gehalten haben". Neu ist ein "Steirerband", eine Art Freundschaftsarmband, mit dem Kauf unterstützt man Steirerinnen und Steirer, die durch den Coronavirus unschuldig in Not geraten sind.

17 Uhr. Aktuelle Zahlen: Mittlerweile beträgt die Zahl der vom Gesundheitsministerium bestätigten Covid-19-Fälle in der Steiermark  1281. Die Bezirks-Zahlen:

  • Bruck-Mürzzuschlag 42
  • Deutschlandsberg 30
  • Hartberg-Fürstenfeld 245
  • Liezen 39
  • Leibnitz 158
  • Graz-Umgebung 120
  • Graz 341
  • Murau 5
  • Südoststeiermark 40
  • Weiz 99
  • Voitsberg 79

16.35 Uhr. Die Grünen luden am Freitag zum Online-Radausflug. Beim „Corona Ride Austria“ rief der Grüne Sportsprecher LAbg. Alex Pinter dazu auf, gemeinsam in die Pedale zu treten - aber natürlich nur online, via Zwift. Heute Samstag wurden die Zahlen bekannt: 1.153 Leute fuhren mit, auch Tour de France-Teilnehmer Bernhard Gogl. Auf der Plattform Zwift wird derzeit auch die virtuelle Rad-Bundesliga ausgetragen. Katharina Machner und Felix Ritzinger sicherten sich den Sieg.

16.16 Uhr. Schon wieder eine neue Facebook Challenge - nach Kinderfotos, dem grassierenden Rätsel und einer Reiseorte-Liste zum Ausfüllen läuft nun unter den österreichischen Winzern eine Wein Challenge. Jeder stellt in einem Video seinen eigenen Lieblingswein vor. Hier Stefan Krispel:

16.02 Uhr. Heute hätte das Oster-Festival "Psalm" gestartet. Stattdessen  kommen nun aus dem Hause styriarte jeden Abend, an dem das Oster-Festival stattgefunden hätte, im Internet kleine Grüße in die Zukunft - passend zum diesjährigen Thema „for future“, hergestellt mit den Mitteln, die die KulturarbeiterInnen beim Ausbruch der Ausgangsbeschränkungen gerade im eigenen Wohnzimmer hatten. Am Sonntag bei "Laudes Palmarum" hätte auch ein kleines Lämmchen aus Intendant Mathis Hubers eigenem Schafstall mitwirken sollen. Nun kommt es im Blog-Beitrag zu "PSALM 2020 for future. please hold the line" zum Einsatz.

Intendant Mathis Huber mit dem Lämmchen. Es wurde aus gegebenem Anlass auf den Namen "Corona" getauft Foto © privat

15.30 Uhr. Im Bezirk Murau setzt der Verein "Griessner Stadl" in Stadl an der Mur auf digitale Kultur: Unter dem Motto "5 Jahre Griessner Stadl" werden regelmäßig Videos von Produktionen der letzten Jahre auf Facebook gestellt. Mit großem Erfolg: Mehr als 15.000 Zugriffe verzeichnet man bislang, viele kommen - wie das Griessner Publikum auch sonst - aus Graz oder Wien. Was der Verein für die Zeit nach der Krise plant, hat Sarah Ruckhofer herausgefunden.

15.28 Uhr. Die Caritas bittet um Spenden für Schutzmaskenprojekte in Afrika: In Burundi werden seit kurzem Masken aus festem Stoff hergestellt und auch im Südsudan hat die Nähwerkstatt eine Produktion begonnen. Mit 10 Euro können Masken für etwa sieben Personen hergestellt werden und damit ein teilweiser Schutz für eine ganze Hausgemeinschaft. Mehr Infos im Posting:

15.20 Uhr. Laut neuem Erlass sind Treffen in einem geschlossenen Raum, an denen mehr als fünf Personen teilnehmen, die nicht im selben Haushalt leben, untersagt. An Begräbnissen dürfen höchstens zehn Personen teilnehmen, an Hochzeiten fünf. Der Erlass des Gesundheitsministeriums erging via Landeshauptleute an die Bezirksverwaltungsbehörden - so auch in Voitsberg.

15.12 Uhr. Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne) sichert dem Sport finanzielle Hilfe zu. Die Größenordnung der notwendigen Unterstützung lasse sich derzeit zwar "noch gar nicht so leicht schätzen", meinte er in einer Pressekonferenz. Es könnten aber "einige hundert Millionen" sein.

15 Uhr. Die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle in der Steiermark liegt nun bei 1263 (laut Landessanitätsdirektion). Am Samstagabend waren es noch 1226.

14.55 Uhr. Die steirische Polizei bleibt auch nicht vom Corona-Virus verschont. Mit heutigem Stand wurden 13 Polizisten und Polizistinnen in der Steiermark positiv getestet, bei allen ist der Verlauf aber leicht. Weitere 50 Polizeibeamte im Land gelten als Verdachtsfälle und befinden sich in Quarantäne. Am Montag gab das Innenministerium die österreichweiten Zahlen bekannt: Da waren 101 österreichische Polizsten Corona-infiziert,  930 befanden sich in Isolation.

14.47 Uhr. Die beliebteste Kleinbrauerei 2019, „Tom & Harry Brewing“ aus Kapfenberg, meint: „Vergiss Corona, trink Moonshine“. So heißt nämlich eines ihrer Biere, das gibt es jetzt auch als Flaschen-Post.

14.25 Uhr. Schon gehört? „Passt’s halt a bissl auf anaunda auf“ von Gregor Bischops (Old School Basterds) wurde schon von Armin Wolf als Schluss-Clip der ZiB 2 gezeigt, auch das Land Steiermark setzt das Video für die Kampagne „#bleibdahoam“ auf Facebook ein. Bischops ist also Botschafter des viralen Biedermeier - Bernd Hecke hat ihn als heutigen Steirer des Tages porträtiert.

13.55 Uhr. Mit dem Flugzeug sollen 24-Stunden-Betreuerinnen aus Rumänien nach Graz geholt werden. Wie das funktionieren soll, hat Thomas Rossacher recherchiert.

13.20 Uhr. Das Grazer Theater im Bahnhof hat gestern seine Premiere als Online-Theater gefeiert. Die Ausgabe des beliebten Talkshow-Formats "Zu Gast", in dem Pia Hierzegger per Video mit Iris Laufenberg und Marie Kreutzer über den "Ausnahmezustand" sprach, war ausverkauft. So war es.

12.30 Uhr. Gästen ist es jetzt doch erlaubt, beim Wirt ums Eck Speisen abzuholen. Grazer Gastronomen atmen erleichtert auf, auch McDonald's kündigt an, wieder zu öffnen. Ein erster Überblick.

12.15 Uhr. Ein Appell von vier Bürgermeistern aus dem Steirischen Salzkammergut lässt die Wogen hochgehen. In den Sozialen Medien wird wild diskutiert, die Landesregierung steigt auf die Bremse. Die Ortschefs sorgen sich dennoch um die Gesundheit ihrer Bürger.

12.05 Uhr. Fliegt auch die Steiermark Pfleger ein? Jedenfalls prüft auch die Wirtschaftskammer Steiermark „die Möglichkeit des Transportes von rumänischen BetreuerInnen mittels Flugzeug nach Graz“. Das geht aus einem Schreiben an die Agenturen hervor. An Flugkosten würden mindestens 150 Euro pro Person anfallen. Dazu kommen der Aufwand für die 14-tägige Quarantäne. Nicht verschwiegen werden von der steirischen Kammer, die „massiven Probleme und Verstöße“ in Niederösterreich, wohin Pfleger eingeflogen worden sind.

11.45 Uhr. Es ist eine Art letzte Chance, für die Bauern wie für die Kunden. In Graz zeigen die Maßnahmen auf den Bauernmärkten aber Wirkung. Ein Lokalaugenschein von Gerald Winter-Pölser.

11.30 Uhr. Wenn es trotz Corona einmal (allein und zu Hause) etwas zu feiern gibt: Zwei Grazer Lokale stellen Cocktails zu.

11.15 Uhr. Ab Montag sind in den Supermärkten nicht nur Masken, Desinfektionsmittel und Plexiglas an den Kassen vorgeschrieben. Neu ist auch eine begrenzte Zahl von Kunden je Filiale: Die meisten Lebensmittelketten wollen dies mit der kontrollierten Ausgabe von Einkaufswagen überwachen.

10.54 Uhr. Weiter Wirbel um das Ausseerland: Von „Hetze im Salzkammergut“ schreibt ein Grazer Unternehmer mit Zweitwohnsitz in Bad Aussee. Er fragt sich, was „was als Nächstes kommt? Der Pranger für die Gäste?“ Er verlangt „eine schriftliche, öffentliche Entschuldigung“ bzw. den „Rücktritt dieser Bürgermeister“. Denn „bei allem Verständnis für die Maßnahmen in der Krise – diese Hetze ist ungesetzlich und nicht angebracht.“ Die Bürgermeister hatten um Hilfe gebeten, weil sie einen Ansturm um die Osterfeiertage befürchten.

Foto ©

10.52 Uhr. Nach der Grenzschließung und dem Ausbleiben ausländischer Arbeitskräfte gibt es einen Ansturm auf die neue Erntehelfer-Vermittlungsplattform. Aber nicht jeder ist geeignet. Kritik am „Einfliegen“ ausländischer Arbeitskräfte.

10.00 Uhr. Ein ganz besonderes Service liefert der Pfarrverband Köflach am 5. April, dem Palmsonntag, ins Haus aller Weststeirerinnen und Weststeirer. Da wegen der Coronavirus-Pandemie keine öffentliche Palmweihe stattfinden kann, wird diese ganz einfach übers Internet via Live-Stream ins Haus geliefert.

09.50 Uhr: Diese Thematik birgt noch viel Zündstoff: Am Wochenende und in den Osterferien wird in den steirischen Gemeinden des Salzkammerguts und im Raum Schladming ein Ansturm an Tagesausflüglern erwartet. Aber auch Personen mit Zweitwohnsitzen werden diese vermehrt aufsuchen. Die Bürgermeister wollen dem Ganzen einen Riegel vorschieben, haben einen Brief an die Landesregierung geschrieben. Und auch die Polizei kontrolliert verstärkt.

Bürgermeister rufen Behörden um Hilfe an

09.35 Uhr. Die HochschülerInnenschaft der TU Graz zeigt sich in einer Aussendung "entsetzt, über die Weigerung des Ministeriums, während der Pandemie die Studienbeiträge zu erlassen". Besonders berufstätige Studierende und Studierende aus dem Ausland wären von Covid-19 massiv betroffen.

09.10 Uhr. Prämie, Hotline, Ersatzunterkünfte und Co.: Mit einer Reihe von Maßnahmen soll die 24-Stunden-Betreuung in der Steiermark gesichert werden. Doch die Lage ist kritisch.

08.52 Uhr. Beim Arbeitsmarktservice in Bruck und Mürzzuschlag herrscht Hochbetrieb. Tausende Anträge sind möglichst rasch zu erledigen.

07.40 Uhr. Andreas Gerhold ist Pfarrer in der evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Stainz-Deutschlandsberg. Er schreibt Blogbeiträge, macht Radiobeiträge bei Antenne Steiermark und stellt während der Coronakrise Lebensmittel zu.

07.10 Uhr. Die Weihe von Palmbuschen und Palmzweigen in Gottesdiensten ist heuer wegen der Coronakrise nicht möglich. Die Katholische Kirche macht Vorschläge, wie man in einer Feier die Segnung zu Hause durchführen kann. Evangelische Kirche zeichnet Gottesdienste für ihre Mitglieder auf.

Deutschlandsberg und Leibnitz
Graz und Graz Umgebung
Hartberg-Fürstenfeld
Leoben
Murau und Murtal
Südoststeiermark
Bezirk Weiz

Freitag, 3. April

21.05 Uhr. Am Freitag ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Steiermark wieder leicht gestiegen - und zwar um 57 (am Vortag waren es 44 gewesen). Mit Stand 21 Uhr gab es in der Steiermark 1226 bestätigte Fälle. Laut Gesundheitsministerium verteilen sich die Neuerkrankungen der letzten 24 Stunden auf die Bezirke wie folgt:

  • Bruck-Mürzzuschlag: 42 (+1)
  • Deutschlandsberg: 30 (+2)
  • Graz: 322 (+27)
  • Graz-Umgebung: 118 (+12)
  • Hartberg-Fürstenfeld: 228 (+6)
  • Leibnitz: 150 (+2)
  • Leoben: 23 (+1)
  • Liezen: 68 (+2)
  • Murau: 5 (-)
  • Murtal: 31 (-)
  • Südoststeiermark: 40 (-)
  • Voitsberg: 78 (+3)
  • Weiz: 91 (+1)

Die Zahl der offiziell als genesen gemeldeten Personen in der Steiermark liegt weiter bei 103.

Foto © Land Steiermark

20.10 Uhr. Am Freitagabend musste ein weiteres steirisches Pflegeheim geräumt werden, weil die Versorgung der Bewohner nicht mehr gewährleistet werden konnte. 19 Seniorinnen und Senioren aus der Einrichtung im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld wurden ins LKH Hartberg und ins LKH Weiz verlegt. Eine solche Maßnahme war am Donnerstag auch in der Parkresidenz in Gratwein-Straßengel notwendig geworden.

Zur ganzen Geschichte:

Harberger Pflegeheim: Bewohner verlegt

19.36 Uhr. Die Landessanitätsdirektion hat nun Details über die neun weiteren steirischen Todesfälle bekannt gegeben. Es handelt sich dabei um:

  • vier Frauen (Jahrgänge 1928, 1934, 1936, 1941) und ein Mann (Jahrgang 1931) aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld.
  • zwei Frauen (beide Jahrgang 1939) und ein Mann (Jahrgang 1940) aus Graz.
  • einen Mann (Jahrgang 1944) aus dem Bezirk Voitsberg.

Ein Drittel (16) der bisherigen 47 Todesfälle wurde im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld gemeldet.

19.20 Uhr. Der Datenschutz wird im Banne der Krise weiter aufgeweicht. Bürgermeister beklagten sich, weil ihnen die Identität von Corona-Erkrankten in ihrer Gemeinde von den Behörden nicht bekannt gegeben wird. Aber das will die Regierung jetzt ändern.

19.00 Uhr. In der Steiermark kamen am Freitag neun weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 hinzu. Das ist die bisher höchste Zahl an einem Tag. Nähere Informationen zu den Verstorbenen liegen vorerst nicht vor. Insgesamt gibt es damit in der Steiermark 47 Todesopfer - so viele wie in keinem anderen Bundesland.

18.30 Uhr: Es handle sich vorerst nur um Gerüchte, sagt die steirische Polizei. Doch man nimmt diese ernst und warnt: Angeblich würden "falsche Polizisten" und Rotkreuz-Mitarbeiter Schutzmasken in Betrieben beschlagnahmen. Sollte es tatsächlich zu solchen Versuchen kommen, sollte man den Kontakt sofort abbrechen und die Polizei informieren.

Kommentare (30)

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yellomello
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Ich kenn mich nicht mehr aus?

Meine Tochter macht das freiwillige Sozialjahr beim Roten Kreuz in Graz , hat die Sanitäterausbildung und wurde vor 14 Tagen in den Zwangsurlaub geschickt weil sie zu viele Leute haben... Sie ist nicht die Einzige und nun muss sie noch 14 Tage zu Hause bleiben.🤔

AonFlux
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Massenarbeitslosigkeit aber wir lassen einfliegen

Wir haben gerade den hoechsten Stand an Arbeitslosigkeit due es jemals gab und wir lassen Arbeitskräfte einfliegen? Sie die alle verrückt geworden? Und in Zukunft nur mehr Reisen nach einer Zwangsimpfung und Genehmigung durch Kurz? In welcher Diktatur ohne jeglichen Wirtschaftsverstand sind wir mit Kurz gelandet?

glashaus
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@Aonflux

melde dich doch zur Pflege und rede nicht dumm über Arbeitslosigkeit. Drei Wochen arbeitslos und schon in der Krise?

Ratte
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Alle Achtung!

Vier Bürgermeister verfassen gemeinsam einen Brief. Der Inhalt ist - gelinde gesagt - eine Frechheit und in keiner Weise misszuverstehen. Die ganze Region lebt außerhalb der Hauptsaisonen von den Zweitheimischen, die für alles kräftig zur Kasse gebeten werden und in Wirklichkeit weniger Ressourcen verbrauchen als die ständig in der Region Wohnenden. Wenig überraschend kommt es zu einem ordentlichen Aufschrei.

Daraufhin hat Herr Bgm. Loitzl noch die Chuzpe zu sagen, eigentlich hätte das Schreiben ja eh nie an die Öffentlichkeit gelangen sollen. Also keine klare und öffentliche Aufforderung über Internet oder die Medien an die Zweitheimischen, doch zu Hause zu bleiben - wobei für viele das Ausseerland zumindest bis heute ein ebensolches war - sondern eine hinterfotzige Aktion über die Bande unter Einbeziehung des Landes Steiermark.

Nachdem sich das Land und auch die BH für diese Sauerei nicht hergeben, tauchen zwei gleich unter und der Dritte verkündet forsch, dass das Ganze zum einen ja eh nicht so gemeint und zum anderen ohnehin die Idee des Vierten war und der hätte auch das Schreiben ganz alleine abgefasst. Das nenne ich echte Kollegialität unter Amtsbrüdern.

Wenn sich später etliche Zweitheimische an diese Aktion erinnern und nur mehr das Unvermeidliche in der Region kaufen werden, mögen sich alle Gewerbe - und Gastronomiebetriebe bei den vier heldenhaften Verteidigern der Alpenfestung und deren Aufhussern bedanken....

Ratte
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Eins noch....

Vielleicht sollten sie Eintritt verlangen ins Ausseerland. Dann ist der Schmerz und die Furcht vor dem Virus gleich nicht mehr so groß.....

Meestral
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Auf deinen Kommentar

Es geht ja in erster linie nicht um die 2. Wohnungsbesitzer, sondern darum das viele nur auf wochendurlaub oder nur als tages ausflügler ins Ausseerland kommen. Wo sich die Ausseer halt etwas vera... vorkommen. Dan kann man ja annehmen das die regelungen nur für den rest des landes gelten. Also kann man einfach spazieren fahren und überall wandern oder spazieren? Denkt darüber mal nach!!!

Ogolius
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Steiermark

Mit Erstaunen muss ich feststellen, dass endlich Bewegung in die Landesregierung kommt. Nachdem NÖ schon vor längerer Zeit Pflegehelfer für die 24 Stundenpflege einfliegen ließ, das Burgenland dahingehend Schritte gesetzt hat, war es wahrlich unverständlich, dass die Verantwortlichen der LR nicht diesem Beispiel gefolgt sind.
Eigenartigerweise sind in den Medien immer wieder Statements und Zuspruch an die Bevölkerung der jeweiligen Landesregierungen zu sehen. Entweder sind Frau Landesrätin (und ehemalige Ministerin) bzw. unser Herr Landeshauptmann medienscheu oder ziehen sie es vor, einfach unterzutauchen. Führungskräfte und Verantwortliche würden in dieser Situation gut daran tun, doch ein wenig Präsenz zu zeigen....

cult
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Land unter

Die Steiermärkische Landesregierung mitsamt ihren Ämtern ist mit der Situation komplett überfordert. Sie schaffen es nicht einmal in Pflegeheimen Tests zu organisieren um Infektionen frühestmöglich zu erfassen bevor alles explodiert. Die Pflegeheimverantwortlichen sind mit ihren Maßnahmen sehr ambitioniert um ihre Bewohner zu schützen -- leider werden sie von den Bezirkshauptmannschaften völlig im Stich gelassen. Zwar schreibt die Frau Landesrätin hochhackig aus das Pflegeheime mit Tests priorisiert behandelt werden müssen (wen Symptome da sind) Der Fall Judendorf zeigt jedoch, dass nicht nur die klassischen Symptome vorhanden sein müssen um positiv zu sein, ---also wieder keine Tests wenn vom Heimpersonal ein Verdacht geäußert wird. Dem Land ist es viel wichtiger hunderte von Abfragen zu erstellen die keine Konsequenz zeigen.
Hat ein Pfleger oder Schwester Kontakt mit einem Covid Bewohner wird er oder sie 14 Tage aus dem Verkehr gezogen (aber nicht getestet) Wer danach die Versorgung übernimmt ist der Behörde egal. Es wäre durchaus denkbar nach zumindest 5 Tagen Quarantäne das Personal zu testen und danach wieder in den Dienst zu schicken.

menatwork
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Weniger PR ist kein Makel

Nein, das ist kein Makel, wahre Führung drückt sich durch Ruhe aus und dadurch dass man die Zeit fürs Handeln statt für Eigen-PR verwendet.
Ob das gemacht wird weiß ich nicht, nehme es aber stark an und bin dankbar, das unsere Landesregierung nicht auch noch täglich 20 Pressekonferenzen ohne echten Neuigkeitswert hinterherschiebt. Auch muss nicht jedes Problem gleich mehrfach kommuniziert werden, es muss gelöst werden, darauf kommts an.

samro
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zweitwohnsitz

warum muss man jetzt zum zweitwohnsitz fahren?
kann man nicht einfach daheim bleiben?

Ratte
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Werter samro,...

...warum sollte man? Es ist gesetzlich gedeckt und ich gehe nicht davon aus, dass die Zweitheimischen schon jetzt voller Vorfreude daran denken, das ganze Ausseerland zu verseuchen.

GanzObjektivGesehen
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Was ist falsch daran?

Gegen die Nutzung eines Zweitwohnsitzes fällt mir jetzt kein Grund ein.
Gleich viele oder wenige soziale Kontakte wie am Hauptwohnsitz, wenn am sich da und dort an die Regeln hält.
Wie ich schon einmal schrieb, wenn man Möglichkeiten hat, dann sollte man die auch nützen. Alles andere wäre dumm, Krise hin oder her.
Es ist auch nicht unfair oder asozial dies zu tun. Oder soll ein Haus/Wohnungsbesitzer auf seinen Balkon oder Garten verzichten, nur weil andere keinen haben?

Oma2013
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Nicht vergessen

Vor der Abfahrt zum Zweitwohnsitz den Antrag an den Härtefonds zu stellen.

Ratte
1
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Es ist eine unverdiente Gnade....

... dass Neid nicht weh tut. Dummheit übrigens auch nicht.

Oma2013
1
1
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Neid/Dummheit???

eher Sarkasmus, also nicht falsch interpretieren!

samro
11
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frage

nur ganz kurze frage:
wie war das mit ischgl?
rumfahren und so?

wie sollen das gleich viele kontakte sein?
das sind zusaetzliche und dann vielleicht wieder die gleiche anzahl also doppelt soviele wie sonst.

kann man nicht einmal versichten?

warum soll man verzichen? weil alle verzichten zur zeit auf etwas.
alle bemuehen sich und alles soll getan werden. darum geht es zur zeit.

brosinor
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z.B.in Slowenien...

...gilt diese Verordnung ebenfalls. Die Menschen dort nehmen es sehr gelassen.
Wir sind halt ein verwöhnter Haufen von Wohlstandsverwahrlosten!

bobbybrown
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Wahnsinn!

Wenn die Bürgermeister über die Infektionen informiert werden und die niedergelassenen Ärzte (Hausärzte) nicht, dann wird es wohl Zeit, dass die Bürgermeister auch die Behandlung übernehmen!

haumioh
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ECHT SUPER.........

NACH 3 WOCHEN NOCH IMMER leicht ANSTEIGEND - DAS MÖCHTE ICH EINMAL BEI MEINEN AKTIEN HABEN

amilia_13
1
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?

Man muss deswegen nicht schreien ✌🏻

Bobby_01
6
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ein Vorschlag

Wenn die Regierung die Öffnung der Geschäfte in Kürze freigibt sollen die Bürger vernünftiger sein und keiner soll einkaufen gehen!!!
Nur so kann man einen neuen Anstieg vermeiden. Aktuell haben wir noch immer einen, wenn auch geringeren Anstieg. Die Kurve muss gerade werden, so wie in China!!!

HB2USD
1
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Wir haben zur Zeit

keinen Anstieg weil nur dort getestet wird wo schon klar ist das die Person infiziert ist. Ein Arbeitskollege meines Sohnes wartete seit 2 Wochen auf den Test obwohl er ständig Fieber hat und seine Familie mit Frau und 3 Kindern im Haus wohnt. Das Rote Kreuz war gestern bei ihm und hat ihm angeschaut und hat gesagt das Atemnot fehlt und hat nicht getestet. Seine Frau klagte ebenfalls über Schmerzen die wurde erst gar nicht angeschaut die Begründung ,sie stand nicht auf der Liste.

samro
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vernunft

also ich hoffe dass die vernunft siegt.
wenn man die stimmung in den supermaerkten ansieht dann hoffe ich darauf.
wer hat zur zeit lust shoppen zu gehen?

wenn man sieht wie diese krankheit verlaufen kann und was in den nachbarlaendern los ist dann sollte das genug sagen.
dann hoffen dass wir da besser davon kommen und alles dafuer tun.
und daher weiterhin nur raus um das notwendigste zu tun.

GanzObjektivGesehen
6
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Keiner soll einkaufen gehen?

Eine gut gemeinte aber extreme Forderung. Da wäre ja ein totaler Shutdown mit Ausgangssperre für mindestens zwei Wochen vermutlich noch besser.

Und - Vorsicht, sarkastische Einlage : Wenn eine Kurve gerade wird, dann hört Sie auf zu existieren.....

samro
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mathematik

wie ist das mit gerade und nicht existieren?

HB2USD
25
7
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Was soll die Schlagzeile

Städten brechen die Steuereinnahmen weg ist Rechenaufgabe für Volksschulkinder.

 
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