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Ermittlungen laufenGewalttat an Pensionist - es gibt eine neue Spur

Eineinhalb Jahre nach einem rätselhaften Gewaltverbrechen in Glanz an der Weinstraße wird wieder ermittelt: Es gibt neue Hinweise.

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Opfer Elmar Arlic mit dem pensionierten Richter Ferdinand Schönbacher
Opfer Elmar Arlic mit seinem besten Freund, dem pensionierten Richter Ferdinand Schönbacher © KK
 

Ein rätselhafter Kriminalfall bereitet der Polizei in Leutschach Kopfzerbrechen und sorgt in der Gegend seit eineinhalb Jahren für Gesprächsstoff: Elmar Arlic (78) wurde am 3. April 2018 spätabends vor seinem gemieteten Wohnhaus, auf dem Anwesen „Lindenhof“ in Glanz, überfallen und schwer verletzt. Laut Ermittlungen war der Pensionist von einem Buschenschankbesuch nach Hause gekommen und stellte sein Auto im Hof ab. Was danach geschah, ist nicht restlos geklärt.

Der bisher unbekannte Täter war dem Pensionisten entweder nach Hause gefolgt oder er hat auf dem Anwesen bereits gewartet. In der Dunkelheit dürfte er mit einem Beil zunächst auf das Auto eingeschlagen haben, dann auf Elmar Arlic. Der versuchte noch zu flüchten, brach aber zusammen und blieb in einer Wiese liegen.

Als Arlic am nächsten Tag von einem deutschen Urlauberehepaar gefunden wurde, war er zwar bei Bewusstsein, jedoch nicht ansprechbar. Die Notärztin schloss nicht aus, dass der Pensionist infolge eines Zuckerschockes gestürzt war und sich dabei die Verletzungen am linken Oberarm und am Kopf zugezogen haben könnte.

Das im Hof geparkte Auto wies an der Heckklappe eine scharfkantige Eindellung auf. Die Windschutzscheibe war eingeschlagen, die Fahrertür stand offen. Das Geldbörsel, der Schlüsselbund und die Osterjause lagen verstreut im Hof.

„Wir sind anfangs von einem Unfall ausgegangen“, erinnert sich Reinhard Bierbauer, Polizeichef in Leutschach. Am nächsten Tag meldete sich ein Arzt aus dem LKH Graz bei der Polizei. Der Zustand des Patienten sei lebensbedrohend, teilte er mit. Arlic hatte eine schwere Ethylenglycol-Vergiftung und einen Trümmerbruch am linken Oberarm, der durch einen Schlag verursacht wurde.

Nun gingen die Polizisten von einem Gewaltverbrechen aus und nahmen auf dem Anwesen die Suche nach Spuren auf. Vor dem Haus entdeckten sie ein Beil, das dem Opfer gehört hatte. Es dürfte sich um die Tatwaffe handeln. Wie das Frostschutzmittel (Ethylenglycol) in den Körper des Opfers gelangt war, ist ebenfalls ein Rätsel.

Arlic selbst konnte oder wollte den Polizisten keine näheren Auskünfte geben. Er sei ausgestiegen, dann sei es finster geworden, so seine Aussagen. Er habe das Gefühl gehabt, dass Arlic mehr wusste, als er preisgab, so ein Beamter. Weitere Befragungen waren nicht mehr möglich, denn der Pensionist starb zwei Monate später. Eine Obduktion wurde damals von der Staatsanwaltschaft abgelehnt. Das Verfahren wurde laut STA-Sprecher Christian Kroschl bereits im Juli 2018 abgebrochen.

Doch jetzt, eineinhalb Jahre nach der Tat, gibt es neue Hinweise, denen die Polizei bereits nachgeht. Elmar Arlic hatte einem Freund und einer Freundin mehr erzählt als der Polizei. Die Ermittlungen laufen.

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alberewrm
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Gewalttat an Pensionist

Hat den Dativ auch schon dem Genitiv sein Schicksal ereilt?

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