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Netzwerk für alte Patienten

Walter Schippinger, ärztlicher Leiter der Albert Schweitzer Klinik, über Visionen für die Betreuung alter Menschen - und wie er seinen Kongress für alle öffnet.

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Walter Schippinger
Ein Kongress für das steirische Netzwerk in der Altersmedizin: Walter Schippinger © KK
 

Schippinger hat eine klare Vorstellung vom Netzwerk für alte Patienten: „Nicht der alte Patient soll durch das Gesundheitssystem wandern, sondern die Ärzte kommen im altersmedizinischen Zentrum zu ihm – oder zumindest zusammen, um die Behandlung abzusprechen.“ Aber: „Letztlich werden nicht die Professionisten wie Ärzte oder Vertreter verschiedener Gesundheitsberufe alles alleine schaffen, wir wollen die Bevölkerung viel stärker miteinbeziehen, eine Bewegung initiieren. Es ist letztlich eine Frage der Integration: Möglichst viele alte Patienten sollen zu Hause bleiben, dort betreut werden – und möglichst wenige ins Altersheim kommen.“

Wie sich Schippinger das im Detail vorstellt, kann man am kommenden Samstag erfahren: Am dritten Tag des Jahreskongresses „Netzwerk Altersmedizin“ öffnet er die Türen für die Bevölkerung. „Aktives & gesundes Altern“ (Albert Schweitzer Klinik/Geriatrische Gesundheitszentren der Stadt Graz, 8.30 bis 15 Uhr) lautet der Titel. Schippinger fungiert mit Nandu Goswami als Kongresspräsident. „Die Patienten und die Angehörigen sollen eben in den ganzen Prozess miteinbezogen werden, das System soll sich um den Patienten drehen. Deshalb der Grundgedanke eines ,barriefreien’ Kongresses – der Eintritt ist nämlich kostenlos.“

Es gehe auch darum, einheitliche Standards aufzustellen und das Wissen um die spezifische Altersmedizin in alle Medizin-Fächer zu bringen. „Damit nicht zum Beispiel ein Patient, weil er nach einer Operation etwas verwirrt ist, auf einer Alterspsychiatrie landet.“

Durch Kooperationen zwischen medizinischen Fächern und durch genau definierte Patientenpfade, die man auch gemeinsam mit Patienten erarbeitet, soll verhindert werden, dass Menschen ins Altersheim kommen, obwohl sie das gar nicht müssten. Schippinger will dabei das Netzwerk Altersmedizin immer stärker in die einzelnen Fächer „einweben“.

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