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InterviewChef der Verkehrspolizei: "Man kann gegen dieses Leid etwas tun"

Oberst Wolfgang Staudacher ist seit 2001 Leiter der Polizei-Verkehrsabteilung. Warum er einen tödlichen Unfall nicht als "gottgewollt" hinnehmen will. Zwischen der hohen Kontrolldichte und den geringen Strafen in Österreich sieht er eine Diskrepanz.

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Wolfgang Staudacher
Oberst Wolfgang Staudacher, Leiter der Verkehrspolizei © karl mayer
 

Am Mittwoch beklagten wir das 51. Todesopfer im Straßenverkehr in der Steiermark in diesem Jahr, am Donnerstag bereits das 52. Wenn Sie von einem weiteren tödlichen Unfall erfahren, was geht Ihnen zuerst durch den Kopf?
Wolfgang STAUDACHER: In erster Linie bin ich persönlich betroffen, weil ich trotz der vielen Jahre nicht abgestumpft bin. Ich weiß auch aus persönlicher Erfahrung, was es für die Familie bedeutet, wenn ein Mensch unnötigerweiseweise aus dem Leben gerissen wird. Ein Unfall ist ein unnatürliches Ereignis, das man verhindern kann.

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Danke für Ihr Verständnis.

hhaidacher
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GPS Tracker

Man könnte bei Motorrädern >500 ccm einen GPS Tracker oder dergleichen vorschreiben, welches die Geschwindigkeiten der letzten 10 km aufzeichnet und für die Polizei vor Ort auswertbar macht (ähnlich dem Tachographen für LKW). Ich denke, dann würde man die Sicherheit auf den Straßen erhöhen - für Highspeed-Erlebnisse kann und sollte man mit dem Bike dann eh auf die Rennstrecke.

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pehe99
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Super Idee

Und zwecks Fairness und da ja der Datenschutz der anderen eh egal ist, warum nicht gleich den Tracker für alle Verkehrsteilnehmer, vllt noch mit verpflichtendem Alktester... naja, der Vorteil , so mancher Stau wäre dann im Vorfeld schon verhindert.....

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hhaidacher
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...

... der Datenschutz ist, meiner Meinung nach, nicht mehr gefährdet, als wenn einem eine Zivilstreife folgt - natürlich unter der Voraussetzung, dass es keine Onlineverbindung gibt. Der Vorschlag mit GPS Tracker ist durchaus radikal, aber wäre wirksam. Die Section Control ist es ja auch. Ein mündiger Erwachsener darf ja durchaus für seine Vergehen zur Rechenschaft gezogen werden - man muss ja nicht schneller als erlaubt fahren.

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47er
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Es ist zwar erlaubt, es stört mich trotzdem, wenn sich Biker an der Ampel vor die PKW's einreihen.

Irgendwie ein Protzgehabe, um dann bei grün mit aufjaulenden Motoren starten. Auf Freistrecken hört man oft schon kilometerweit die hochgedrehten Maschinen, da sollte es eine Dezibelbegrenzung abgesehen von der Geschwindigkeit geben. Viele Biker sind ja auch PKW-Fahrer, aber anscheinend sind das zwei gegensätzliche Statusgefühle.

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zyni
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Andererseits,

die Motorradfahrer haben dann einige gefährliche Überholvorgänge weniger zu absolvieren. Als Protzen sehe ich das nicht, die meisten können nur auf gerader Strecke Gas geben und bei der ersten brenzligen Situation liegen sie leider schon im Strassengraben. Ich mache als Autofahrer gerne jedem Motorradfahrer Platz um gefährliche Situationen zu vermeiden.

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plolin
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47er

Gott sei Dank hört man viele Motorräder schon von weitem. Dann ist die Gefahr nicht allzu groß, von PKW-Lenkern abgeschossen zu werden.

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zyni
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Möglicherweise ist es der falsche Weg

sich auf Verkehrsteilnehmer zu konzentrieren, die anstatt 30 mit 33 km/h fahren. Todesursache Nr 1 scheint derzeit die Ablenkung durch das Mobiltelefon zu sein. Fast bei jedem schweren Unfall liest man „aus ungeklärter Ursache“ auf die Gegenfahrbahn gekommen oder von der Fahrbahn abgekommen. So viele technische Defekte an der Lenkung sind nicht plausibel.

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plolin
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Zyni,

da bin ich ganz bei dir. Das Telefonieren am Steuer sollte viel höher bestraft werden.

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Geerdeter Steirer
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Da spielen immer mehrere Faktoren zusammen...........

Unaufmerksamkeit, Selbstüberschätzung und purer Egoismus ........... das sind eigentlich drei welche sicher am häufigsten zum Unheil führen.

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schetzgo
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Man könnte ja trotzdem prophylaktisch die Strafen empfindlich erhöhen

Schaden kann es jedenfalls nicht, wenn der Raser es auch in Börserl spürt, am besten einkommensabhängig, bei massiver Überschreitung auch Entzug des Autos/Motorrads!

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Geerdeter Steirer
1
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Genau "@schetzgo",

einkommensabhängige Strafausmaße so wie es z.B. in Nordländern wie in Schweden logisch und richtig praktiziert wird.

Verwundbar sind eben übertriebener Stolz und die Geldbörse, das greift dann in den Gedankengängen.

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