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In GrazBei Sturz mit Rad verletzt: 100 Euro Strafe

Eine Strafverfügung der Polizeibehörde sorgt bei uniformierten Polizisten für Aufregung. Strafamtsleiter beruhigt: „Alles rechtens.“

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Strafzettel für selbst verschuldeten Unfall © Fotolia/theblackrhino
 

Die Frau eines Polizisten ist in der Grazer Neuholdaugasse mit dem Fahrrad unterwegs. Sie stürzt, verletzt sich und muss im Krankenhaus ambulant versorgt werden. Später taucht die Polizei auf und befragt die Betroffene zum Unfallhergang: Sie sei selber schuld, dass sie zu Sturz gekommen sei, es gebe am Unfall keinen Zweitbeteiligten. So weit, so gut.

Kommentare (23)

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the_critic
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Fazit

Sobald die Polizei Fragen stellt - und sei der Befragte auch nur Zeuge - sollte das Aussageverweigerungsrecht ausgeübt werden. Sich im Zweifelsfall nicht zu erinnern ist in der Regel die beste Lösung.

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smotron1
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Offenbar

die bessere Lösung, in der Tat. Mithilfe kann wie es scheint höchsten gegen einen verwendet werden, bekommen tut man ja nichts.

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Aleksandar
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Eigenartig

Die Frau sei selbst schuld ... Österreichischer Humor?
Jede/r der/die in der Stadt mit dem Fahrrad unterwegs ist, kennt die vielen "Fallen": Glitschige Kanten von Zebrastreifen, Kanaldeckel, kleine Schlaglöcher, kaum sichtbare Asphalterhebungen. In Kombination mit Feuchtigkeit gibt es unzählige Ursachen für Schleudern. Eine Radfahrerin zu bestrafen, weil sie gestürzt ist, ist schlichte Verhöhnung umweltbewusster Verkehrsteilnehmer/innen. Vielleicht sollte die pflichtbewussten Beamtinnen und Beamten sich eher um die Radrowdys kümmern, die Rotlicht und Stopplicht ignorieren oder über Gehsteige rasen. Dann gibt es die Mountainbiker die in irrem Tempo Wanderwege hinunterrasen und Menschen wie auch Tiere gefährden. Aber die zu "erwischen" ist sicherlich aufwändiger, als eine verletzte Frau zu strafen. Noch dazu mit an Stumpfsinn grenzender Begründung.

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Nora
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Zensur

Auch wenn mein Kommentar wiederum gleich von der Redaktion gelöscht wird:Nicht zahlen,ziviler Ungehorsam ist bei so viel Dummheit seitens der Behörde angesagt!

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Reipsi
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MA2412 halt

das gibt es wirklich , leider uuund wir müssen es zahlen.

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H260345H
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Hat der MATTERSDORFER Herbert

höchst persönlich die "enorme Geschwindigkeit" der Radfahrerin festgestellt, oder welch "wichtige Persönlichkeit" sonst?
Allen Ernstes, aber diese Sage ist eine FASCHINGSPOSSE einiger unwichtiger WICHTIGTUER!
Schluss damit, an die -wirkliche- Arbeit!

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CuiBono
1
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LirumLarumLei

Es lebe der Operettenstaat, mit all seinen Obrigkeiten.

Man gönnt sich ja sonst nix.

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zyni
1
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Ist das

schon der erste Faschingsbeitrag?
Beispiel, wenn ein Kind am Gehstieg zu schnell läuft und hinfällt, ist das bereits Verletzung der Aufsichtspflicht und wird verfolgt?

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levis555
12
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Also in Slowenien ist diese Bestrafung ganz normal Da wird ihr aber auch das Radl weggenommen, auf ihre Kosten eingelagert und erst wieder herausgegeben, wenn die Strafe inkl. Lagerkosten bezahlt ist

Soviel zum Thema Rechtsstaatlchkeit in der EU.
Deshalb: Aufpassen! ( oder woanders hinfahren)

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CuiBono
2
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@levis555

Ihrer Aufgeregtheit nach, waren Sie ein direkt Betroffener und Ihre schlussfolgernde Empfehlung richten Sie wohl an sich selbst.

Können Sie trotzdem erläutern, WAS das Ihrer Meinung nach mit "Rechtsstaatlchkeit in der EU" zu tun hat?

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smotron1
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Gibt es dann auch einen Strafzettel

wenn man über eine Gehsteigkante stolpert? Wegen Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr?

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paulrandig
1
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Jeder, der nachgewiesen zu schnell fährt, kann bestraft werden, ...

...egal, ob er Eigen- oder Fremdschaden verursacht oder gar keinen Schaden.
Nehmen wir an, die Radlerin hat ausgesagt, dass sie die Kurve nicht gekriegt hat, weil sie zu schnell war, ist das ein Schuldeingeständnis. Dann war eben ihre Geschwindigkeit nicht an die Verhältnisse angepasst.
Hier zu argumentieren, sie wäre ja ohnehin durch ihre Verletzung schon bestraft, ist gefährlich, weil Körperstrafen in Österreich nicht existieren und nie existieren dürfen.
Problematisch finde ich hier einfach nur diese selbstgerechte Hackl-ins-Kreuz-Mentalität, die jemanden überhaupt auf die Idee bringt, in einem solchen Fall ein Strafe zu verhängen.

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zyni
3
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Man hat den Eindruck,

dass da eine Rechnung offen war......

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gerbur
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@paulrandig

Neuholdaugasse und Kurve? Überhöhte Geschwindigkeit dürfte wohl eher nicht infrage kommen. Immer aber spielt bei Stürzen auch die Beschaffenheit der Fahrbahn eine Rolle. Sie sollte ihre Aussage modifizieren und hinterfragen, ob der Sturz nicht doch durch ein Fahrbahnhindernis (Ast, Schlagloch , Glätte etc.) bewirkt wurde. Sollte diese Möglichkeit gegeben sein, dann sofort den Straßenerhalter anzeigen und auf Schadensersatz klagen.

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SagServus
0
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ob der Sturz nicht doch durch ein Fahrbahnhindernis (Ast, Schlagloch , Glätte etc.) bewirkt wurde.

Grundsätzlich gibts sowas wie "Fahren auf Sicht".

Schlagloch könnte man zwar im Erstmoment vorbringen, wird aber auch sehr leicht nachzuweisen sein.

Glätte ist die Frage, ob im Winter nicht davon ausgegangen werden muss, je nach Fahrbahnzustand.

Das einfachste wird aber wohl einfach sein zu behaupten, ein Tier sei vors Rad gelaufen und man hat sich verbremst und verschnitten.

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paulrandig
1
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gerbur

Wenn ein Ast auf der Fahrbahn liegt oder einzelne kleine Stellen glatt oder im Winter mit Rollsplitt bedeckt sind, sind das Gegebenheiten, an die das Tempo anzupassen ist. Schlaglöcher, die einen Sturz auslösen können, könnten aber durchaus zum Streitfall werden.

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lapinkultaIII
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Haben die keine anderen Sorgen?

Das ist einfach nurmehr verrückt.

Diese "nicht richtig gewählte Fahrgeschwindigkeit" sollen die hochlöbliche Polizeidirektion erst mal beweisen. Besitzen die eine allwettertaugliche Glaskugel oder befragen sie die allwissende Müllhalde wie einst bei den Muppets?

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gerbur
2
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Die geben sich selber der

Lächerlichkeit preis! Der Autoritätsverlust ist anscheinend noch nicht groß genug und wie bei den Lehrern sind nicht die Leute an der "Front" daran schuld, sondern die Bürohengste in übergeordneten Dienststellen.

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stprei
27
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Aufregung

Herrscht die Aufregung wegen der Strafe an sich oder ist das lediglich ein Thema, weil es die Frau eines Polizisten erwischt hat?

Die Argumentation "Man verstehe nicht, warum jemand Strafe zahlen soll, wenn er sich lediglich selbst verletzt hat, kein anderer zu Schaden gekommen ist." ist sinnwidrig, nach dieser Argumentation wäre auch ein Lenker, der betrunken in einen Baum fährt oder nicht angeschnallt durch die Scheibe fliegt, nicht zu bestrafen, da er sich ja nur selbst verletzt hat. Diese Argumentation ist der Tod der Verkehrssicherheit und steht im krassen Widerspruch zu sämtlichen Bemühungen die StVO durchzusetzen. Ich bin überrascht, welche Ansichten innerhalb der Polzei herrschen, sobald es nicht die anonyme Masse sondern Bekannte betrifft.

Gerade im Fahrradbereich gehört intensiver und engmaschiger kontrolliert, das zeigt auch die Schwerpunktaktion in Wien, bei der im letzten Sommer etwa ein Drittel der knapp 1400 Organmandate das Überfahren von Rotlicht betrafen. Und ein aufgegabelter Radfahrer verletzt keinen Autofahrer, weil er immer zweiter ist.

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lapinkultaIII
4
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Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich

Es ist aber sehr wohl ein Unterschied, besoffen Auto zu fahren und mit dem Fahrrad zu stürzen:

Radfahren per se ist nicht verboten, betrunken Auto fahren schon.

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stprei
15
3
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Zu schnell

Bestraft wurde ja auch die nicht angepasste Geschwindigkeit, die zum Sturz geführt hat.

paulrandig hat das ebenso betont. Bestraft wird die Verletzung der StVO aufgrund des Gefährdungscharakters der Übertretung. Aus diesem Grund gibt es die Regeln und sie sind durchzusetzen.

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Shiba1
2
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Grundsätzlich und theoretisch

haben Sie nicht ganz unrecht. Nur leider sollten man auch auf die Verhältnismäßigkeit achten. In diesem Fall war die Frau wohl durch den Sturz genug bestraft.
Wie skurril das alles wird, erkennt man dann daran, dass 1000e ohne Papiere die Grenze passieren konnten, ohne dass da irgendwer einen Finger gerührt hätte und bei so Kinkerlitzchen argumentiert man mit der StVO.
Wenn man die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die staatlichen Institutionen nachhaltig ruinieren will, muss man es genau so machen. Bravo!

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gerbur
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Ein guter Anwalt findet das

Loch in der Strasse, welches die Radfahrerin zu Sturz gebracht hat. Und dann schaut die Sache schon wieder anders aus. Radfahrer auf diese Art zu provozieren, könnte für den Strassenerhalter bzw. Steuerzahler teuer werden.

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