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Bilanz der GemeindereformWas die steirischen Gemeindefusionen gebracht haben

Brachte die Gemeindestrukturreform 2015 schon Einsparungen? War sie ein Erfolg? Was hat man versäumt? Hätte man mehr wagen können? Wir ziehen mit Experten und Politikern die erste Zwischenbilanz über die Fusionen.

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Die Reformpartner Hermann Schützenhöfer (ÖVP) und Franz Voves (SPÖ) ließen die Landkarte neu zeichnen.
Die Reformpartner Hermann Schützenhöfer (ÖVP) und Franz Voves (SPÖ) ließen die Landkarte neu zeichnen. © Eder
 

Kaum ein Stein ist auf dem anderen geblieben, als mit 1. Jänner 2015 die größte Gemeindereform in der Steiermark seit den 1950/60ern die Landkarte neu gezeichnet hat. Von 542 blieben 287 Gemeinden übrig.

Kommentare (12)

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Nixalsverdruss
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Super Schwachsinn!

Krottendorf war eine der reichsten Gemeinden der Region - musste aber eine "Last-Minute-Fusion" über sich ergehen lassen, weil sonst Gleisdorf größer als Weiz gewesen wäre.
Jetzt in Weiz ist das Bürgerservice besser? Mehr Personal ist trotzdem nicht in der Lage Bauverfahren so rasch wie zuvor abzuarbeiten - ist nicht in der Lage den Menschen dieses Service zu bieten wie vorher ...
Schade um die selbständige Gemeinde Krottendorf!!!

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Lodengrün
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Sparen war

das Hauptargument. Wie auch bei der Kassenreform.

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ka1720ka
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Einsparungen

waren nicht das Hauptargument. Wenn in vielen Gemeinden jetzt der Kindergarten ganztägig geöffnet hat, ist das für die Gemeinde nicht billiger, aber für die Bevölkerung enorm wichtig. Nur Verwaltungskosten zu vergleichen greift viel zu kurz und der Vergleich mit der Kassenreform ist sowieso untauglich.

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Lodengrün
5
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Ach @ka1720ka

Sie müssen jetzt nicht zur Verteidigung ausrücken. Es ist auch nicht zu lange her um nicht zu erinnern das Einsparungen das einzige Argument war die Aktion zu starten. Ich höre heute noch Herrn Schützenhöfer: "Ich kann meinen Enkerln nicht zumuten....". Bei der Kassenreform bin ich ganz bei Ihnen. Da fliegen wir ohne Konzept in die Zukunft und ein Bauchfleck der besonderen Art ist durchaus drinnen.

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tafi1964
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Hat Sinn gemacht

Das Ende des Kirchturmdenkens hat zweifelsfrei Sinn gemacht. Dass die oftmals sowieso bestehende Zusammenarbeit (Sozialhilfeverband, Schulbau/-erhaltung, Freibäder, ...) nun einen formalen Gesamtrahmen hat ist positiv. Bzgl. Einsparungen kann man sicher erst in den nächsten 10-15 Jahren eine sinnvolle Analyse machen, wenn nun ungenützte Gebäude/Infrastruktur neue Verwendungszwecke genießt. Da richtigerweise bei den Zusammenlegungen kein Personalabbau erfolgte wird diese Kosteneinsparung eben auch erst mit dem natürlichen Abgang - ohne Nachbesetzung - sichtbar sein. Dass jedoch auf Dauer 542 steirische Gemeinden besser und kostengünstiger als 287 zu verwalten sind, um das zu glauben muss man schon viel Voodoo-Mathematik aufbieten.

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Nixalsverdruss
2
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Ende des Kirchturmdenkens?

Nein! Ein Renaissance der Ortskaiser - eine überbordende Personalstruktur der Städte und ein mangelndes Bürgerservice sind die Folge.
Aber was soll es? Aus den Ausschüssen wurden Referate, die (siehe Rechnungshofbericht Hartberg) überdurchschnittlich hoch bezahlt wurden, die Eigeninitiative der Bevölkerung nahm massiv ab (wozu auch, wenn die Verwaltung eh weiß, was gut für uns ist)...
Rot und Schwarz haben hier einen massiven Fehler begangen:
Man hat die Mitbewohner vergessen und nur geglaubt, dass es eine Verwaltungsvereinfachung ist - das stimmt sogar.
Eine Gemeinde ist mehr als nur ein Amt für Reisepässe, Meldezettel, Abgaben, etc.
Gemeinde war (und ist in kleineren Gemeinden) ein Ort der Diversität, ein Platz, wo der Mensch noch Mensch ist, wo man sich kennt und auf persönliche Anliegen eingehen kann...
Franz Prettenthaler liegt total falsch, wenn er sich nur auf Zahlen beruft - er soll sich mit Soziologen an einen Tisch setzen und diese Auswirkungen mit in Betracht ziehen...
Es bleibt der schale Geschmack zurück, als Bürger nur (machtloser) Spielball der Politiker zu sein - und diese werden spätestens nach 2 Perioden auf einen gut dotierten Job weggelobt ...
Das ist der Nutzen der Gemeindefusion - allerdings nur für einige Funktionäre, die nun "mehr Kohle machen"!

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joulrich
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Personalaufwand steigt bei größeren Gemeinden

Bei ersten Teil bin ich bei Ihnen, die Fusionen waren bei vielen Gemeinden einfach zur Stärkung der Region notwendig, Gemeinden unter 2.000 Einwohner hatten und haben ohnehin kaum einen Spielraum für Investitionen.
Statistisch ist aber schon so, dass die Verwaltungskosten pro Einwohner in größeren Einheiten irgendwann zwischen 5.000 und 10.000 Einwohner immer weiter zu steigen beginnt.
Irgendwann wird halt für Dinge die bis dahin irgend ein Gemeinderat ehrenamtlich mitgemacht hat, ein Gemeindemitarbeiter nebenher Zeit gehabt hat oder die der Bürgermeister mitgemacht hat Stellen geschaffen. Dann gibt es Abteilungen, Abteilungsleiter, Abteilungsleiterstellverter usw.
Natürlich kann man erwarten, dass das Service und die Qualität für die Bürger auch stimmt, billiger wird es aber ganz sicher nicht.

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ka1720ka
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Weitblick

So kurzfristige Betrachtungen ergeben halt überhaupt keinen Sinn. Bei so einem großen Wurf, wie er Schützenhöfer und Voves gelungen ist, kann man frühestens nach 10 Jahren eine aussagekräftige Analyse machen. Denn erst dann sieht man, wie sich neuen Gemeinden entwickeln. Da geht's dann nicht nur um schnöde Verwaltungskosten sondern um Lebensqualität und Zukunftschancen für die Bevölkerung.

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schetzgo
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Fazit: die Schulden steigen und steigen

die Frage bleibt: wie lange lässt sich das Volk für dumm verkaufen? die Antwort: ewig

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schneeblunzer
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Sie habe wohl

obigen Artikel nicht gelesen. Und wenn gelesen, dann nicht ganz verstanden.

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Für die Steiermark
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Leider !

Fast alle Punkte richtig, die Fusionen haben auch mehr Bürokratie, Missgunst, u. , Diffamierung gebracht. Voves hat auch den LH. an die ÖVP verkauft. Leider wurden auch viele kleine Gemeinden, von großen "geschluckt" und dass Geld haben die Verschuldeten sich einverleibt.

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Eisapfel00
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genau

Und bei den großen, sowie bei den ganz kleinen (Politisches Klientel bzw. Angst vor der großen Demo Gefahr) wurde nichts unternommen.
Also, die Leistungen der Gemeinden für die das alles sein sollte ist nun mal schlechter geworden. Daran gibt es keinen Zweifel.
Wie hat der Hr. Hofrat Wlattnig bei einer Veranstaltung gesagt---ihr könnt Abstimmen lassen, aber es wird zusammengelegt---das nannte ich schon damals österreichische DEMOKRATIE:

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