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Grüne SpitzenkandidatinSandra Krautwaschl "ist die klare Nummer eins"

Die steirischen Grünen stellen die Weichen für die Landtagwahl 2020. Landessprecher Lambert Schönleitner überlässt Sandra Krautwaschl den Vortritt. Er kandidiert als Nummer zwei auf der Liste, Lara Köck auf Platz 3.

Sandra Krautwaschl bei der Pressekoferenz in Graz © Hanschitz, ballguide
 

Überraschend haben die steirischen Grünen am Dienstag eine neue Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2020 präsentiert. Es ist die Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl. In einer "ungewohnt harmonischen Sitzung" habe er dem Landesparteivorstand Montagabend mitgeteilt, dass er Krautwaschl als Spitzenkandidatin vorschlage, sagte Landessprecher Lambert Schönleitner: "Ich werde mich für den Listenplatz zwei bewerben."

Bis zur Wahl (Jänner 2020? 24. Mai 2020?) wolle er den Grünen und der neuen Nummer 1 "dienen", so Schönleitner - für die Legislaturperiode weiterhin Landesprecher und Klubchef - fast schon im Stile eines Landeshauptmanns. Wobei: Die eigentliche Entscheidung über die Liste trifft der Grüne-Wahlkonvent am 2. und 3. 3.

>> Umfrage: So steht es vor der Landtagswahl <<

Krautwaschl selbst möchte bei der Landtagswahl - 2015 gab es 6,68 Prozent - "jedenfalls zulegen". Schönleitner traut der Fraktion mit ihr auf Platz 1 sogar einen Regierungssitz zu. Falls das nichts wird, ist der Landessprecher und Klubobmann freilich die Rolle Krautwaschls.

Krautwaschl neue Spitzenkandidatin

Krautwaschl sei hoch qualifiziert und glaubwürdig. "Sie lebt seit Jahren mit ihrer Familie plastikfrei, sie kennt die Probleme der Menschen, sie ist die klare Nummer eins, es ist ein Wechsel ohne Konflikt." Mit Judith Schwentner als neuer Grazer Stadträtin und Krautwaschl habe man einen Neustart. Ohne den wichtigen Wahlkreis eins (Graz und Graz-Umgebung, Anm.) sei kein Erfolg möglich.

Radikale Optimistin

Krautwaschl selbst sagte, für sie sei der Wechsel an die Spitze "bewegend". "Als radikale Optimistin möchte ich für die Allianz der Engagierten kämpfen, die die Stimme der Umwelt und des Zusammenhalts in der Gesellschaft gestärkt haben wollen." Der Glaube, etwas verändern zu können, sei die Basis der Zusammenarbeit zwischen ihr und Schönleitner.

>> Warum Krautwaschl mit Short und Ski posierte <<

"Wir leisten in Steiermark stabile und gute Arbeit, viele Menschen haben mich ermutigt, diesen Schritt nun zu gehen. Und letztlich war es der Sommer 2018, ein Wendesommer, der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Klimakrise ist im Alltag angekommen. Das erzeugte riesige Verunsicherung in unserer Gesellschaft, es lasse sich nichts mehr wegleugnen", so Krautwaschl.

Klimaschutz als Priorität

Sie sei der Ansicht, "Menschen wollen gut leben, in sauberer und intakter Umwelt und sie wollen sich sicher fühlen, ohne Polarisierung. Das kann nur gelöst werden, wenn man Umwelt- und Klimaschutz als absolute Priorität sieht. Ich brauche vor nichts Angst haben, außer dass wir es nicht schaffen, die Krise zu bewältigen".

>> Die Verbindung zur Kirche und dem Bischof <<

In der Steiermark gebe es die besten Voraussetzungen, vieles hier sei sehr gut. "Biolandwirte, Betreiber von Fairtrade-Modeläden, Humusaufbauprojekt in Kaindorf, Repaircafes und das Ehrenamt, alle diese Menschen wollen die Steiermark zum Positiven verändern und sie schaffen Jobs der Zukunft. Sie sind oft weiter als die Politik, sie zeigen, was geht." Dafür müsse die Politik die Rahmenbedingungen schaffen, und auch für einen Bereich, der ihr sehr am Herzen liege, nämlich die Gestaltung und Finanzierung der Pflege.

Von den Strukturen her sehen sich die Grünen gerüstet: "Wir haben uns in organisatorischer Hinsicht verändert, Doppel-Delegationen abgeschafft. Nach der Tragödie auf Bundesebene haben wir uns ein neues Listensystem gegeben. Und schon in dieser Legislaturperiode ist uns eine personelle Erneuerung gelungen", sagte Schönleitner.

Schönleitner wolle Krautwaschl "dienen" Foto © ballguide

Zu den Personen

Sandra Krautwaschl (geb. 4. November 1971) ist ausgebildete Physiotherapeutin und arbeitet seit über 20 Jahren in diesem Bereich in Graz und Umgebung. Sie ist für die Grünen seit 2010 im Gemeinderat von Eisbach (ab 2015 mit Gratwein-Straßengel fusioniert) und im Landtagsklub u.a. für die Bereiche Umwelt, Soziales und Gesundheit zuständig. Bekannt wurde sie auch durch ihr Buch "Plastikfreie Zone".

Der Admonter Lambert Schönleitner (Jahrgang 1970) war Gemeinderat in Hall/Admont und stieg 2008 in den Landtag auf. Er wurde im Juni 2014 zum Landessprecher der Grünen Steiermark gewählt, folgte in dieser Funktion Werner Kogler nach. Die Partei konnte bei den Landtagswahlen 2015 ihren Stimmenanteil leicht erhöhen und erreichte mit 6,7 Prozent das bis dahin beste Ergebnis in der Geschichte.

 

 

 

Kommentare (7)

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goje
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radikal

sie hat sich radikal von allem entfernt, was die menschen tatsächlich bewegt und beschäftigt. daher wird das wohl eher ein radikaler bauchklatscher, nach dem sich ein gerissener schönleitner die hände reiben wird und sich abputzen kann. wer sich selbst als radikal bezeichnet, sollte sich bei einem besuch in der natur mal besinnen und sich fragen, ob radikal wirklich eine gute eigenschaft ist.

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CIAO
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aber

irgendwie scheint mir ist LINKS aus der Mode gekommen ... der Weg zu GRÜN ist noch weit

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Mila9
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UPPS, was ist da nur passiert

Diesen präsentierten Topfen kauft doch bitte niemand ab. Dahinter liegen sicher wieder Streitereien - wie immer bei den Grünen. Die Zeit der Grünen ist vorbei, ständig der erhobene Zeigefinger und das Schwingen mit der Gutmenschenkeule ist auch schwer auszuhalten. Mir tut es leid um Lambert Schönleitner sehr leid. Jedes Mal, wenn die Grünen eine Frau an die Spitze gestellt haben, haben sie sich selber geschadet... EU-Wahl, NR-Wahl, etc. etc. . Reisverschluss hin und her ... wenn sie sich selber schaden wollen... na dann auf die Plätze fertig los... der Landtag ist die Grünen los.

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Windstille
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Wer bei den GrünInnen und Grünen ...

... an der Spitze steht, ist völlig egal. Die werden wieder Wahlkampfslogans kreieren, die ein ganzes Land verwundern werden. Und Themen hinter dem Ofen hervorholen, die wirklich niemanden interessieren.

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princeofbelair
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Stimme ich Ihnen voll zu...

Wen interessiert schon Umweltschutz. Schifahren im Mai ist eh leiwand und wenn es zu Weihnachten 20 Grad hat, können wir den Baum wenigstens in den Garten stellen. Nadelt dann nicht so viel im Haus. *irony off*

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bimsi1
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Ich tippe auf Krautwaschl.

Ich nehme an, Krautwaschl wird Spitzenkandidatin für die Landtagswahl.
War nur ein Scherz oder doch nicht?

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goje
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hoffentlich

wars ein scherz! wobei, die wahl zwischen pest und cholera kann auch eine herausforderung sein.

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