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Geänderte SpielregelnJunglehrer fallen um ihr Praktikum um

Weil heuer zum letzten Mal das Unterrichtspraktikum stattfindet, fühlen sich Lehramtsstudenten um ihre Ausbildung betrogen.

Viele Junglehrer fühlen sich vor den Kopf gestoßen © contrastwerkstatt - Fotolia
 

Es ist ein Thema, das unter angehenden Junglehrern für große Aufregung sorgt: das Ende des sogenannten Unterrichtspraktikums, bei dem ein Studienabsolvent unter Anleitung eines anderen Lehrers seine ersten Schritte in der Schule machte, ehe er vollverantwortlich den Unterricht übernahm.

Das wurde durch die sogenannte „Induktionsphase“ ersetzt. Dabei steht ein Junglehrer sofort verantwortlich im Unterricht. Diese Umstellung wurde vorgezogen.

„Als ich 2012 zu studieren begann, war mir das Unterrichtspraktikum zugesichert“, klagt ein Betroffener. Obwohl er zügig studierte, fällt er jetzt um das Praktikum um. „Die Politik hat sich entschlossen, die Spielregeln zu ändern und mir und vielen meiner Kollegen diesen Teil unserer Ausbildung zu verwehren“, klagt er.

Frühere Praxisstunden

Im Landesschulrat bestätigt man zwar das Faktum, aber die Änderung sei schon lange absehbar gewesen. 2013 wurde ein neues Dienstrecht für Lehrer verhandelt, was mit einer Neubewertung des Schuleinstiegs („Induktionsphase“) einherging. Künftig wird ein Junglehrer sofort angestellt und übernimmt vollverantwortlich den Unterricht. Aber auch das Studium habe sich 2013 geändert: Es gebe bereits früher im Studium Praxisstunden in der Klasse, ein Mentor unterstützt den Junglehrer. Parallel dazu gibt es begleitende Vorlesungen. Vorteil des neuen Systems: Man verbleibt gleich längerfristig an der Schule und ist „richtig“ angestellt.

Dennoch kann es zu Härten kommen, Hunderte Junglehrer geraten hier zwischen die Stühle. Denn die Schulleitungen können sich ihre Junglehrer aussuchen bzw. die Absolventen müssen sich an den Schulen bewerben.
„Da werden wir auf der Strecke bleiben, uns fehlt ja die Praxis“, klagen Betroffene. Manche behelfen sich mit Schulpraktika im Ausland (!), andere versuchen, Zusatzqualifikationen anzuführen.

Im Landesschulrat sieht man das gelassener. Das sei eher eine Frage von Angebot und Nachfrage nach bestimmten Fächerkombinationen. Wartelisten habe es schließlich immer gegeben.

Kommentare (2)

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gerbur
3
1
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warum es immer noch Lemminge gibt,

die in diesen Job laufen, entzieht sich meiner Kenntnis!

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Lamax2
1
6
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Ds hat nichts mit der aktuellen Regierung zu tun!!

Diese Beschlüsse zu einem neuen Dienstrecht und einem neuen Studium sind unter der "Herrschaft" sozialistischer Ministerinnen und deren hypermodernen Beratern gefallen. Die Studenten sind ganz sicher während des Studiums damit konfrontiert worden. Wenn der Schwachsinn akut wird, wars wieder keiner und keiner hat etwas davon gewußt.

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