Wieder Kürzungen?Heeresbudget: Auch in der Steiermark schrillen die Alarmglocken

Für LH-Vize Michael Schickhofer sind Kürzungen "völlig inakzeptabel". Hubschrauber-Nachfolge in Aigen könnte in Gefahr sein.

Die Alouette in Aigen müssen bald ersetzt werden © Christian Huemer
 

Nachdem erste Zahlen zum künftigen Budgetrahmen des Verteidigungsressorts bekannt geworden sind, schrillen auch in der Steiermark die Alarmglocken. Landeshauptmann-Vize Michael Schickhofer (SPÖ), zuständig für Sicherheit und Katastrophenschutz, warnt die Bundesregierung vor Einsparungen und sieht steirische Standorte gefährdet.

"Dass die schwarz-blaue Bundesregierung so massiv beim Heer sparen will, ist völlig inakzeptabel. Damit stehen ganze steirische Heeresstandorte auf dem Spiel. Ich erwarte mir vom Steirer Mario Kunasek, dass er einem solchen Budget und einer derartigen Mittelfristplanung nicht zustimmt", lässt Schickhofer per Aussendung wissen.

LH-Vize Michael Schickhofer Foto © Christoph HUBER

Nach dem Auslaufen der unter Kunaseks Vorgänger Hans Peter Doskozil (SPÖ) ausgehandelten Sonderinvestionsprogramme dürfte dem Bundesheer ab 2021 wieder weniger Geld als bisher zur Verfügung stehen. Für weitere dringende Investitionen fehlen daher die Mittel. Das könnte auch die Nachfolge der in Aigen im Ennstal stationierten Alouette-3-Flotte betreffen. "Wir brauchen die neuen Geräte für die Sicherheit im Land und es geht auch um Arbeitsplätze im Ennstal", stellt Schickhofer klar. Tatsächlich war man in der Aigener Hubschrauberstaffel schon unter Doskozil skeptisch geblieben. Dieser hatte zwar neue Hubschrauber in Aussicht gestellt, im Budget war dies aber nicht abgebildet gewesen.

Völlig offen ist auch, wie angesichts des neuen Budgetperspektive die Neuorganisation der Luftraumüberwachung erfolgen soll. Auch hier sind dringende Neubeschaffungen - etwa der Ersatz der völlig veralteten Saab 105 - notwendig. Und die Frage, ob die in Zeltweg stationierten Eurofighter aufgerüstet oder ausgemustet werden, ist ebenso noch ungeklärt.

 

Kommentare (7)

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prinzalbin
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Kürzungen beim Bundesheer

SG. Hr. Schickhofer! Es ist interessant, dass bei Ihnen jetzt erst die Alarmglocken leuten. Warum nicht schon wie der steirische Minister Hr. Klug das Bundesheer einen Sparkurs verpasste und das Bundesheer an ihre Grenzen brachte.

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Bobby_01
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Kürzung

ist für den Herrn Schickhofer unakzeptabel?
1. Was geht ihm das Bundesheer an?
2. Es müssen ja nicht alle mehr ausgeben als sie haben.
Der Schickhofer investiert gerne und sagt auch gerne ich habe eine Million zur Verfügung gestellt. Vielleicht weiß er ja wirklich nicht mehr, dass das nicht sein Geld ist, sondern das Geld der Steuerzahler.
Durch sein Gießkannenprinzip werden die Schulden in der Steiermark immer höher. Der 1er muss mal ein ernstes Wort mit ihm reden.

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untrpos
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Katastrophenschutz & Sicherheit

Dafür ist er in der Stmk zuständig. V.a. bei Katastrophen muss hin und wieder leider auf Hubschrauber zurückgegriffen werden. Ohne Geld vom Minister ist der Standort in Aigen bedroht, da die Hubschrauber uralt sind. Da geht es also auch um seine Zuständigkeit

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isogs
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Wurst

Is jo wurscht, hauptsoch es werdn gnua Büdln aufghängt😁

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hansi01
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Das Geld wird ja fürs neue Bild des HGS benötigt

Mario, schenk mir ein Bild von mir. Und Hr. Dr. wird berühmt. Zumindest in den Kassernen

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cleverstmk
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Wie soll er denn können???

Habt ihr wirklich geglaubt, der Ha Tsche und seine "Experten" sind Wunderwuzzis????
Na wenigstens wird Ö kein Militärstaat

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untrpos
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Unglaublich, Kunasek spricht von Sicherheit

... und seine erste Amtshandlung ist die Kürzung des Budgets für das Heer. Da sieht man wie inhaltsleer die Aussagen leider sind. Dass davon hunderte Arbeitsplätze bedroht sind ist ihm egal

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