Steirer des TagesWallfahrer mit Schutzengel

569 Mal fuhr der Busunternehmer Franz Gollowitsch aus Markt Hartmannsdorf in den Pilgerort Medjugorje. Auch ein Meniskusriss konnte ihn nicht davon abhalten.

Fünffacher Vater, der den heiligen Ort in Bosnien liebt: Franz Gollowitsch
Fünffacher Vater, der den heiligen Ort in Bosnien liebt: Franz Gollowitsch © KLZ/Hassler
 

Franz Gollowitsch hat jahrelang Kinder von der Schule nach Hause gefahren und ihnen statt Radiomusik religiöse Kassetten vorgespielt, um Interesse am Glauben zu wecken. Später stieg er dann von Schüler- auf Wallfahrten um.

1981 gründete Gollowitsch sein Reiseunternehmen „fragollo Reisen“. Weil eine Markt Hartmannsdorfer Lehrerin einmal mit einer Gruppe von Gläubigen nach Medjugorje wollte, kam er 1985 zum ersten Mal mit diesem bosnischen Wallfahrtsort in Berührung.

Es gefiel ihm so sehr, dass er von da an Wallfahrten nach Medjugorje, das für seine Marienerscheinungen bekannt ist, organisierte. Mittlerweile war der 80-Jährige nicht weniger als 569 Mal dort.

Bald wurde aus dem Busunternehmer weit mehr als ein Chauffeur für gläubige Gäste zu den religiösen Orten Europas. „Ich habe Bekleidung, Lebensmittel, Medikamente und Spielsachen für die damals leidgeplagte Bevölkerung mit nach Medjugorje genommen“, erzählt der aus Oed bei Markt Hartmannsdorf stammende Unternehmer.

60 unfallfreie Jahre

Für seine Bemühungen rund um den kleinen Ort wurde Gollowitsch im Vorjahr von der Pfarre Medjugorje geehrt. Auch heuer bekommt er eine Auszeichnung, diesmal vom ÖAMTC für 60 unfall- und straffreie Jahre auf Europas Straßen.

„Bis heute ist noch kein Unfall mit dem Omnibus passiert“, erzählt der Vater von fünf Kindern. Wie er das gemacht hat? „Ich hab einen guten Schutzengel, mit dem ich täglich in Verbindung bin. Ich hab nie Angst gehabt.“

Bis zu seinem 70. Lebensjahr fuhr Gollowitsch die rund 730 Kilometer nach Bosnien noch selbst. „Ich bin als einziger Busunternehmer im Krieg rund 60 Mal in Medjugorje gewesen. Nie ist etwas passiert.“ Mittlerweile hat er seinem Sohn Franz den Betrieb übergeben.

Als Reiseführer mit dabei

Bei Fahrten in seine „zweite Heimat“ sitzt er zwar nicht mehr hinter dem Steuer, ist aber als Reiseführer für die Pilger dabei. „Solange mich die Mutter Gottes ruft, wird sie mich auch beschützen“, sagt der 80-Jährige.

Von seinen Pilgerreisen konnten ihn nicht einmal ein Meniskusriss und eine daraufhin anstehende Operation abhalten: „Ich hab den Gips strikt abgelehnt und dem Arzt gesagt, dass ich keine Zeit habe, da ich nach Medjugorje fahren muss.“

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