Räum- und StreudiensteFür das Land wird es ein teurer Winter

Schon Ende Jänner lagen die Kosten für den Winterdienst über jenen in der Vorsaison. Die Streu- und Räumfahrzeuge des Landes sind nahezu täglich unterwegs.

Hochbetrieb für den Winterdienst © STED/Karner
 

So viel steht jetzt schon fest: Für die Landesstraßenverwaltung wird es ein teurer Winter. Schon Ende Jänner lagen die Gesamtkosten für den Winterdienst um 850.000 Euro über jenen im Vergleichszeitraum der Vorsaison. Dabei kamen die richtig schneereichen Tage erst im Februar. Vor allem im Süden liegen die Kosten bereits jetzt deutlich über jenen eines Durchschnittswinters.

Vielen Autofahrern im Raum Graz und in den südlichen Landesteilen ist noch der 7. Februar in Erinnerung, als Räumfahrzeuge durch hängen gebliebene Fahrzeuge und den dichten Verkehr blockiert waren. „Dadurch dauerte die Räumung etwa dreimal länger“, bilanziert man im Büro von Verkehrslandesrat Anton Lang (SPÖ).

Auf den Straßen in der Obersteiermark mussten wegen der häufigen Schneefälle fast täglich Streumittel aufgebracht werden. Insbesondere waren das Murtal, das Ennstal und die höheren Lagen in der südlichen Obersteiermark betroffen. In den höheren Lagen in der nördlichen Obersteiermark war bis jetzt auch ein überdurchschnittlicher aber problemloser Winter. Denn hohe Schneemengen innerhalb kurzer Zeit gab es nicht.

Der Straßenerhaltungsdienst kann bis zu 256 Räum- und Streufahrzeuge gleichzeitig aufbieten. "Trotz aller Bemühungen ist es technisch nicht möglich die Straßen während dem Schneefall frei zu halten und nach der Räumung dauert es eine gewisse Zeit, bis das Streusalz die vom Pflug nicht zur Gänze beseitigte Restschneemenge taut", bittet das Verkehrsressort des Landes um Verständnis. "In diesem Zeitraum sind die Autofahrer gefordert ihre Fahrweise so anzupassen, um unfallfrei an ihr Ziel zu kommen."

Kommentare (4)

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oekoLogisch
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Salz ohne Ende

Habe Einsehen dafür, dass auf Autobahnen, Bundesstrassen und ehemaligen Bundesstrassen Salz gestreut wird, aber auf Landesstrassen könnte man sich das Salz fast gänzlich ersparen.
Vor 40 Jahren waren immer Schneefahrbahnen, die genauso fahrbar sind, und wenns wo eisig ist, dann halt ein bisschen Splitt. Könnten die vielen kurzen Wege mit Traktor oder LKW immer mit Ketten fahren, so heißt es unzählige Male im Winter die bis zu 150 kg schweren Ketten runter und wieder rauf.
Bei einer Schneefahrbahn reicht es meist nach Ende des Schneefalls zu räumen, nur bei Tauwetter muss der Schneepflug ein paar mal drüber.
Und was bringen schneefreie Strassen? Liest man nicht immer von den Mautflüchtigen? Raser, die dann auf der vereisten Brücke ausreiten? Feinstaub den ganzen Winter? Lärm, welcher sonst durch den Schnee gebremst wird?
Jeder will fünf Minuten länger schlafen, und trotzdem eine Minute vorher in der Arbeit sein. Zwecks der nicht mehr einteilbaren Zeit diese hohen Kosten?

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Skyfox30
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Komt alles von der ....

Erderwärung ....
:-)

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verenal
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Es ist nun mal Winter

Es tut mir leid, aber es ist Winter und wenn es blöd gegangen wäre, hätte Schnee von November bis März sein können. Bei den vorigen Wintern muss ja eh einiges "Angespart" worden sein, da fast nie viel Schnee war.

Und wenn ich schon einen Räumungsdienst in Graz brauche, weil 3 mm Schnee auf der Straße liegen, dann wundern mich die Kosten nicht. Bei uns ist oft bis Mittag/Nachmittag nicht abgebaut und es liegen 15-20 cm Schnee und es schei*t sich dadurch auch keiner an.
Es ist Winter, da kann es nun mal schneien...

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Geerdeter Steirer
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Leben wir in der Südsee ??

Erinnert euch mal zurück und seid froh das es auch schneit, die dadurch frische aber auch kalte feuchte Luft ist ein Segen, unsere Atemwege danken es uns, voraus gesetzt man ist kein Stubenhocker.

Vor ca.20 Jahren waren die Winter in den Monaten Dezember und Jänner, seit längerer Zeit ist es eben um ca. eineinhalb Monate verschoben, es hat jede Jahreszeit seine schönen und ebenso nicht so angenehmen Seiten, über die Kosten wegen der Räumung braucht auch keiner jammern da vom Autofahrer immer blitzblanke Strassen gefordert werden.
Diese schnelllebige Zeit hat eben dadurch seinen Preis.

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