Standort AigenDie Alouette wird wohl bis zuletzt ausgereizt

Laut Verteidigungsminster Mario Kunasek könnte es mit der Ausschreibung für die neuen Mehrzweckhubschrauber noch etwas dauern. Die Alouette soll noch bis zum Jahr 2023 fliegen.

Alouette
Nachfolge ungeklärt: Alouette III in Aigen © Bundesheer/Herbert Pendl
 

Wer hoffte, dass unter dem steirischen Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) die Frage der Hubschrauber-Nachfolge schnell geklärt ist, wird enttäuscht sein. Bei einem Gespräch mit der Kleinen Zeitung am Dienstag deutete Kunasek an, dass man die in Aigen stationierte Alouette III so lange wie es geht in der Luft halten will. Das sei bis 2023 möglich, wenn auch mit "Bauchweh".

Eine längere Nutzungsdauer für die schon bis zu 50 Jahre alten Helikopter hatte auch schon sein Vorgänger Hans Peter Doskozil (SPÖ) geplant. Obwohl der SPÖ-Heeresminister die Beschaffung von 18 neuen Mehrzweckhubschraubern für das Bundesheer als Ersatz für die Alouette III und die Kiowa vorangetrieben hatte, kam es in seiner Amtszeit nicht mehr zur erhofften Ausschreibung. Derzeitiger Stand: Das militärische Pflichtenheft für das zu beschaffende Fluggerät ist fertig.

Alouette im Hochgebirgseinsatz

Wann es zur Ausschreibung kommt, darauf will sich der neue Minister nicht festlegen. "Wir können mit der Alouette noch bis 2023 drüberkommen. Das ist aber keine Zukunftsvision. Es ist unbestritten, dass wir den Standort Aigen erhalten wollen und mit einem entsprechenden Fluggerät ausstatten, sodass ein sinnvoller Weiterverbleib auch möglich ist", sagte Kunasek der Kleinen Zeitung.

Schon als Wehrsprecher der FPÖ seien alle möglichen Ideen an ihn herangetragen worden, wie man das Hubschrauber-Problem lösen könnte. "In der Luftfahrt ist scheinbar jeder Experte", so Kunasek. Er verlasse sich aber lieber auf seine Experten im Haus sowie auf externe Fachleute.

Zwischen 22 Uhr und 8 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.