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Überwältigende HilfsbereitschaftNach Brand-Tragödie in Graden: Auch Kleine-Leserfamilie hilft

Nach der verheerenden Brandkatastrophe in Graden (Köflach) ist die Hilfsbereitschaft für die Familie, die alles verloren hat, groß. "Steirer helfen Steirern" unterstützt mit einer Soforthilfe. Der Brand dürfte im Vorraum des Hauses ausgebrochen sein.

Der Bergbauernhof brannte bis auf die Grundmauern ab © Thomas Neffe
 

Nach dem verheerenden Brand in einem abgelegenen Haus in Graden (Gemeinde Köflach, Bezirk Voitsberg) ist die Hilfsbereitschaft für die betroffene Familie groß: Die Stadtgemeinde Köflach und der  Elternverein der Schule organisieren die Verteilung der Hilfsgüter. Schon den ganzen Tag über kamen am ehemaligen Postamt Graden und in der Gemeinde Köflach Menschen vorbei, um Sachspenden abzugeben. Am Postamt erinnern Kerzen an die drei Todesopfer der Brandkatastrophe.

Auch die Hilfsaktion der Kleinen Zeitung „Steirer helfen Steirern“ will der betroffenen Familie in dieser schweren Stunde unter die Arme greifen und gewährt eine Soforthilfe von 3000 Euro.

Ehemaliges Postamt Graden: Kinder bringen Spielzeug für die Brandopfer Foto © Wilfried Rombold

"Die Gemeinde hat bei so einer Katastrophe natürlich nur die Möglichkeit, der betroffenen Familie administrativ oder materiell etwas abzunehmen, und das tun wir natürlich", sagt Bürgermeister Helmut Linhart.

So können Sie helfen:

Geld können Sie der Familie über die Kleine-Zeitung-Hilfsaktion (Kontonummer siehe Kasten) zukommen lassen. Auch die Stadtgemeinde Köflach hat zwei Spendenkontos eingerichtet:

Die Spendenkontos

Steirer helfen Steirern, Steiermärkische Sparkasse, IBAN AT96 2081 5000 0017 0001. Kennwort: Graden

"Brandopfer Graden"
Sparkasse Köflach AT26 2083 9055 0119 0812

Raiffeisenbank Lipizzanerheimat AT07 3848 7001 0610 1430

Sachspenden können in der Gemeinde Köflach (Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag 13.30 bis 17 Uhr) oder im ehemaligen Postamt von Graden (13-15 Uhr) abgegeben werden. Benötigt werden Hygieneartikel, Bubengewand Größe 128/134, Bubenschuhe Größe 34, Herrengewand Größe 52-54 (XL), Herrenschuhe 45-46,  Damengewand Größe 38 (M-L) und Damenschuhe Größe 42.

"Es wird alles gebraucht. Es ist alles niedergebrannt und sie stehen vor dem Nichts. Bitte unterstützt eine Familie, die seit heute alles verloren hat", schrieb die beste Freundin der 29-jährigen Mutter des Hauses am Dienstag auf Facebook. Ihr Aufruf wurde bis Mittwochvormittag rund 3000 Mal auf Facebook geteilt.

Brand dürfte im Vorraum ausgebrochen sein

Nach den Ermittlungen steht der Hergang ziemlich fest: Das Feuer ist offenbar im Erdgeschoß im Vorraum ausgebrochen. Die Ermittler vermuten, dass der Brand hier durch eine Kerze entstanden ist oder durch einen elektrischen Defekt ausgelöst wurde.

Entdeckt wurde der Brand von Michael S., 33, dem Lebensgefährten der Frau, der im ersten Stock schlief. Als er das Feuer bemerkte, sprang er über den nordseitigen Balkon ab und stellte eine Leiter auf. So konnte er die Frau und die Kinder aus dem Obergeschoß retten. Allerdings war es dann für die Rettung der drei Personen im Erdgeschoß zu spät.

Obduktionen wurden angeordnet - wann diese stattfinden sollen, steht noch nicht fest. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Graden: Drei Menschen nach Brand vermisst

Der bereits zweite Schickssalsschlag für die Familie

Die Brand-Tragödie war schon der zweite Schicksalsschlag für die Familie. 2012 war der damalige Freund von Eva Sch. mit einem  Bergtraktor in den Tod gestürzt. Fünf Jahre nach dem  tödlichen Unfall kamen gestern drei Menschen in den Flammen um, darunter ein zweijähriger Bub. Die Mutter Eva Sch. (29), ihr älterer Sohn Andre (7), ihr Lebensgefährte Michael S. (33) und dessen drei Kinder Elisabeth (5), Marian (7) und Adrian (8) konnten den Flammen nur in allerletzter Minute entkommen, zwei von ihnen über den Balkon. Nur notdürftig bekleidet wurden sie von Feuerwehrmännern in Sicherheit gebracht.

Die 77-jährige Dorothea Sch., die auf dem Bauernhof einst als Magd gearbeitet hat und seit geraumer Zeit pflegebedürftig war, konnte nur tot geborgen worden. Sie hatte sich noch vor die Haustür geschleppt, brach aber im Vorbau zusammen und starb. Am Nachmittag wurde die Leiche der Besitzerin gefunden, kurze Zeit später ihr Enkelkind. Der Zweijährige war im Gitterbett verbrannt.

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