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FlächenverbrauchSo viel versiegelten Boden gibt es in Ihrer Gemeinde

Bereits ein Fünftel der steirischen Siedlungsfläche ist verbaut – Tendenz steigend. Erstmals ist jetzt online abrufbar, wie es um den Bodenverbrauch in allen einzelnen Gemeinden steht. Die Ergebnisse sind teils überraschend.

Asphaltierung einer neuen Strasze mit Hilfe einer Teermaschine
Jeden Tag geraten in Österreich sechs Hektar Fläche unter versiegelte Schichten © Countrypixel - stock.adobe.com
 

Die steirische Gemeinde mit dem höchsten Anteil an versiegeltem Boden ist – falsch gedacht. Zwar sind in der Landeshauptstadt Graz knapp 27 Prozent des bewohnbaren Raums versiegelt, also mit wasser- und luftundurchlässigen Schichten wie etwa Asphalt bedeckt. Doch im obersteirischen Zeltweg ist es – bedingt auch durch den Fliegerhorst Hinterstoisser – noch fast ein Prozentpunkt mehr.

Ergebnisse wie dieses hat die Rechercheplattform Addendum in ihrem aktuellen Projekt zum Thema Flächenverbrauch zutage gefördert. Das Besondere daran: Erstmals können Interessierte per Mausklick für alle österreichischen Gemeinden einsehen, wie viel Boden versiegelt ist – auch im Verhältnis zum österreichweiten Durchschnitt und zur Einwohnerzahl (siehe unten). So ist das ländliche Rettenegg jene steirische Kommune, die pro Bewohner am meisten Versiegelungsfläche aufweist. Die Gemeinde im äußersten Norden des Bezirks Weiz hält bei 1761 Quadratmeter versiegeltem Boden pro Person, während der bundesweite Wert bei 265 Quadratmetern liegt.

Mehr auf Addendum.org/Platz

Und der Anteil an versiegelter Fläche, die für Natur oder Ackerbau für alle Zeit verloren ist, wächst dramatisch an. Sechs Hektar sind es jeden Tag, die bundesweit zubetoniert oder asphaltiert werden, weitere neun Hektar werden anderweitig verbaut. Nirgendwo in Europa ist dieser Wert höher. So hat Österreich mit 15 Meter pro Kopf eines der dichtesten Straßennetze und mit 1,8 Quadratmeter die höchste Pro-Kopf-Einkaufsfläche Europas.

In der Steiermark, wo 30 Prozent der Landesfläche als Siedlungsraum (Häuser, Gärten, Äcker, Verkehrsflächen etc.) genutzt werden können, sind laut Statistik Austria bereits 20 Prozent dieses Raums verbaut. Vor zehn Jahren lag dieser Wert noch bei etwas mehr als 16 Prozent. Rund 40 Prozent des verbauten Raums sind dauerhaft versiegelt.
Das Problem dabei: Einmal zubetoniert, ist das Land auch in fernerer Zukunft kaum noch fruchtbar zu machen. „Wir müssen mit unseren Böden sorgsamer umgehen“, mahnt Karl Kienzl, stellvertretender Geschäftsführer des Umweltbundesamts. Je mehr Boden verloren geht, desto weniger bleibt für Ackerbau oder Natur- und Erholungsraum zurück.

Flächenverbrauch in Österreich

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