AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Nach Quoten-Ende

„Am Milchmarkt brechen gerade alle Dämme“

Ein Jahr nach Ende der Milchquote werden auch hierzulande bis zu 20 Prozent mehr Milch als im Vorjahr produziert. Die Folge: Der Milchpreis sinkt rasant weiter ab. Erste Molkerei führt wieder eigene Quote ein. Von Ulrich Dunst

Weiterlesen mit unserem Digitalabo

Gratis testen

    Sie erhalten Zugriff auf:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel
  • Tägliches E-Paper
  • Smartphone App
©  Fotolia
 

Knapp ein Jahr nachdem Europas Milchbauern mit dem Ende der Mengenbegrenzung (Quote) in den freien Markt entlassen wurden, bekommen heimische Bauern nun die Milchrechnung präsentiert. Der Reihe nach senden derzeit Molkereien Briefe an ihre Lieferanten aus. Inhalt unisono: Ob der enormen Menge an Milch und des Wegbrechens wichtiger Exportmärkte (Russland) sehe man sich gezwungen, den Bauernmilchpreis erneut zu senken. Zum Teil sogar drastisch. Die zweitgrößte Molkerei des Landes, NÖM, machte am 1. Februar den Anfang, am 1. März zieht Österreichs größte Molkerei Berglandmilch (13.000 Lieferanten, viele davon in Kärnten und der Steiermark) mit einer Preissenkung um 1,80 Cent netto je Kilo (Milch wird in Kilogramm abgerechnet) nach. Auch die Obersteirische Molkerei (OM, 1600 Lieferanten) senkt am 1. März den Milchpreis um drei Cent pro Kilo auf 28,4 Cent netto. Das bedeutet: minus zehn Prozent Einnahmen von einem Tag auf den anderen, minus 30 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

a8a98795050c5b47aa32b7e89435c933
2
11
Lesenswert?

Lieber Lebensmittelkonsument/in

Durch den Kauf von Milchprodukten direkt beim Bauern oder mit AMA Gütesiegel im Supermarkt unterstützen sie die bäuerlichen Familienbetriebe in Österreich, helfen der Umwelt und schaffen Arbeitsplätze.

Denn eine Studie der Johannes Kepler Universität Linz spricht von 10.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen, wenn wir nur 10 Prozent mehr regionale Produkte einkaufen würden. Durch diese 10 Prozent würde das Bruttoinlandsprodukt BIP um über eine Milliarde Euro wachsen.

Weitere Informationen unter fairelebensmittel.at

Danke für Ihren regionalen Einkauf, Ihr Fritz Jeitler
Vereinsobmann fairelebensmittel.at

Antworten
Zongher
2
2
Lesenswert?

AMA Sterbeurkunde???

Geh bitte, erzählens keinen Schmäh.

10.000 Arbeitsplätze auf Bauernhöfen? Oder bei der Weiterverarbeitung, dank EU per LKW in einem Nachbarland, um Förderung zu kassieren?

Eure Bauern-Schmähs nimmt euch keiner mehr ab!

Antworten
Tyon
5
10
Lesenswert?

Typisch Mensch

Du Muttermilch wird dem Kalb entzogen, die darf dafür gleich zur Schlachtbank im kommenden Jahr. Mutterkuh hat nur mehr einen Teil ihrer Lebenserwartung, der Kuheuter ist um das 10-fache Größer als noch vor 100 Jahren. Alles ist entzündet und muss mit Antibiotica behandelt werden.
Nun muss aus jeder Kuh noch mehr Milch rausgepresst werden, die eigentlich für das Kalb sein sollte und NICHT für den Menschen.
Aber was red ich da, an das Tier denkt der Mensch schon lange nicht mehr...

Vielleicht sollten wir ein paar werdenden menschliche Mütter anzapfen um mehr Milch zu bekommen? Die wäre dann wenigstens für den Menschen.

Antworten
a4b9b36bceffe51d610f5918143ef504
2
6
Lesenswert?

Normalerweise

müsste es schon jeder bauer mitkriegen das sie von den sogenannten beratern von der kammer nur falsch beraten werden, da und dort gibts förderungen,reiten sich immer mehr in das von der eu ausgeklügelte system der abhängigkeit hinein, und wen man da mal drinnen ist gibts kein zurück weil keiner das geld hat das er aufhört, weil dann ja die förderungen zurückbezahlt werden müssen.

Antworten
kelte
4
6
Lesenswert?

Waren es

nicht die Bauern die hochgradig für den Beitritt zur EU gestimmt haben.
Jetzt sind sie in der freien Marktwirtschaft angekommen und sie rufen laut.
Der geschützte Bereich ist nun vorbei.

Antworten
kongo
0
1
Lesenswert?

Freier Markt

Ist das freier Markt, wenn diese Sch. EU einen Russland- Boykott ausrufen und die Landwirtschaft die Zeche zahlen darf (z.B. Milch, Schweinefleisch, Äpfel,...)

Antworten
Efried
0
4
Lesenswert?

Einfaches Geschäft

Statt mühsam selbst Milchprodukte herzustellen setzen die BäuerInnen auf automatisierte Milchkuhställe. Gut dass hier der Markt reguliert. Mehr Kreativität wäre gefragt, und weniger Vertrauen in die Berater der Konzerne.

Antworten
dieerdevommond
3
5
Lesenswert?

Kalbmilch ist kein Billigprodukt

Die Milchbauern werden massiv ausgenutzt. Die Milch der Kuh wird als alltägliches Billigprodukt gesehen, doch wenn man bedenkt wieviel Futter (zB Soja, Mais, ...) Energie und Technologie in die moderne Herstellung fließen, sollten wir unsere Einstellung dazu überdenken.Kalbmilch muss ihren Preis haben und diesen sollen und können nicht die Bauern bezahlen!

Antworten
schteirischprovessa
0
5
Lesenswert?

Da liegt ja ein guter Teil des Problems:

Für eine Kuh ist Soja kein notwendiges Futter, es hilft nur, die Leistung und die Mengen zu steigern und ist im Verhältnis für seinen hohen Eiweißgehalt noch immer billig. Dafür werden Regenwälder abgeholzt, in Mengen, die mitverantwortlich für Ozonloch und Klimawandel sind.

Antworten
5875d47da54a761b7b593bc531ef8d70
4
14
Lesenswert?

Die BAUERN

SOLLEN SICH BEI IHREN VERTRETERN BEDANKEN;SIE HABEN JA AUCH FÜR DIE SANKTIONEN GEGEN RUSSLAND GESTIMMT:
Verstehe sowieso nicht wieso die nicht aufgehoben werden aber bei dieser Eu fehlt ja sämtlichen Politikern der Plan.

Antworten
erstdenkendannsprechen
0
7
Lesenswert?

nur dass der russlandexport auch nicht gerade die lösung ist.

die milchpreisentwicklung war jahre vorauszusehen. hier wäre handlungsgelegenheit gewesen. was hat man denn erwartet - zumindest in den letzten jahren, wo viele noch verbliebene milchbauen aus angst vor dem quotenende investiert haben - haben sie gedacht, dass ihnen das allein einfällt? das haben die briten, dänen, niederländer, deutschen auch gemacht. nur dass ein durchschnittlicher niederländischer milchbetrieb die zehnfache liefermenge hat.

Antworten
Momi60
4
10
Lesenswert?

... und wenn einem auch leid tut, aber Überschüssen in solchen Mengen kann keiner "Essen" . Die braven Bauern können nix dafür, dass Exporte nimmer stimmen, aber allein können sie da garnix machen. Das Volk auch nicht.

Antworten
Luitpold
6
21
Lesenswert?

20 % mehr Milch als im Vorjahr

Warum glauben die Bauern eigentlich dass für sie der Markt nicht gilt? Sie prodzieren immer mehr und glauben, dass man ihnen alles zu einem hohen Preis abkauft. Wenn ein Schreiner einfach nur Tische produziert, muss er auch darauf achten, ob er diese verkaufen kann.

Antworten
UHBP
4
21
Lesenswert?

Solange die Bauern glauben, dass die ÖVP auf ihrer Seite ist, brauchen sie auch nicht jammern.

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis!
Wer die freie Marktwirtschaft um jedene Preis (ÖVP) wählt muss auch mit den Konsequenzen leben.
Die ÖVP ist schon lange keine Partei des "kleinen" Bauern mehr, aber bis das der "kleine" Bauer auch mitbekommt, dauert es anscheinend mehrer Generationen.

Antworten
herbi
0
3
Lesenswert?

die kleinen

bauern gibt es eh fast nicht mehr und
ohne nebenerwerb können die verbleibenden nicht leben, die jungen tun sich das schon gar nicht mehr an, so wird halt verpachtet und österreich bekommt so die von der politik gewünschte hofgröße

Antworten
niedertaurer
3
5
Lesenswert?

Sie haben recht,

der wahre Freund der Bauern ist wohl die SPÖ, besonders ihr linker Flügel mit Arbeiterkammer und Gewerkschaft!

Antworten
Momi60
2
8
Lesenswert?

Geh, machens nicht aus Allem ein Parteipolitikum!

Antworten
tannenbaum
21
14
Lesenswert?

Liebe Bauern, bitte die Fördergelder immer mitrechnen, dann verdient ihr eh noch immer zu viel!

Antworten
83f14c8b85e16a34ec464d8c8c38c5a1
6
24
Lesenswert?

@tannenbaum

Wenn Sie dieser Meinung sind, sollten Sie selbst Landwirt werden.
Dann brauchen Sie auch nicht mehr Neid erfüllt auf die "überbezahlten Bauern" hinhacken.

Antworten
almdudler54
3
22
Lesenswert?

Quote endlich weg

Ich habe lange Jahre beruflich mit Bauern zu tun gehabt. Ach, wie wurde die Milchquote verflucht und ein Ende herbeigesehnt. Dann kann man endlich so viel Milch produzieren will man will und hat keine Strafzahlungen bei Überproduktion mehr. Die Quote war doch mehr oder weniger ein Schutz der EU vor der Überproduktion um letztendlich vernünftige Preise zu garantieren. Jetzt gilt uneingeschränkt das System der freien Marktwirtschaft. Und genau das wollen die Bauern nicht wahrhaben. Sicher spielt auch das Wegbrechen des Exports nach Russland eine Rolle. Aber auch ohne dem wäre es beim Überangebot zum Preisverfall gekommen. Tut mir leid es so sagen zu müssen: Bauern sind einfach unbelehrbar. Mit dem Wegfall der Zuckermarktordung wird ähnliches passieren, da bin ich mir sicher.

Antworten
Kurti15
19
12
Lesenswert?

Österreichische Milchprodukte kaufen! DANKE

Die Konsumenten sollen mehr ÖSTERREICHISCHE Milchprodukte kaufen, und generell MEHR Milchprodukte konsumieren. Dann würde man wieder etwas vom weggefallenen Exportmarkt wettmachen! Wo bleibt das volle Bekenntnis zur Regionalität?

Antworten
roots3
0
3
Lesenswert?

und wenn man schaut wo die Bauern einkaufen....

....fehlt einem ohnehin das Verständnis. Genau bei denen, die Verantwortlich sind für die Dumpingpreise....
Aber die werden auch von einer Partei vertreten, die sie in die Abängigkeit treibt und finden auch da nichts dabei...

Antworten
erstdenkendannsprechen
1
5
Lesenswert?

Sie verallgemeinern.

Ich hatte auch beruflich viele jahre mit landwirten zu tun, und längst nicht alle sehnten das quotenende herbei.
viele haben aus diesem grund die milchproduktion aufgegeben, viele die landwirtschaft. ich traue mich zu wetten, dass sogar die mehrheit der milchbauern gegen das quotenende waren - abgesehen von jenen, die dauernd überlieferten. die sind jedoch selber schuld. ihr konkurrent ist nun in den niederlanden.

Antworten
Digitaluser
7
9
Lesenswert?

Ja, jader "Russland-Boykott" der EU

Natürlich fliegt jetzt (auch) den Bauern der von der EU verursachte Boykott von Russland - wie auch anderen Unternehmen - um die Ohren. So ist das eben in der "Solidargemeinschaft" der EU, wenn da "in Brüssel" auch unsere Minister, ob nun Rupprechter oder Kurz ist schon egal, brav auf US-Befehl sich zu einer "EU-ropäischen Aktion" gegen Russland zusammen gerottet haben.

Warum sollen denn die Russen den EU-ropäern, die sie "boykottieren", auch ihren Käse, Schweinefleisch, Butter usw. abkaufen? Die bekommen die Russen auch gleich billig von überall außerhalb der EU-"Boýkottierer" ganz einfach zu kaufen....

Wen es auch interessiert: Peter Orzechowski, "Der direkte Weg in den Dritten Weltkrieg" bei Amazon bestellen. Eine gute Zusammenfassung, wie seit 2001 von den USA mit Hilfe der NATO, deren Finanzierungsagentur die EU ist, ihre Weltwirtschafts-Herrschagft ausdehnen und weltweit für Unfrieden sorgen. (Na ja, wer denkt noch an die "Massenvernichtungswaffen" des Irak).

Antworten
Carantanus
9
15
Lesenswert?

Einbruch beim Milchpreis

Aber wichtig ist die Einstellung des Exportes nach Russland durch die EU-Deppen und Wirschaftsvernichter.
Kann sich ein Land auf längere Zeit diese blöd-irrsinnige EU-Wirschaftsvernichtung gefallen lassen. die Europäer können sich schon auf das Freihandelsabkommen mit dem US-Banditen freuen. Da können in Zukunft die Bauern ihre Milch gleich wegschütten, da die US-Banditen sicherlich mit einem Literpreis von 1 Cent auf den Markt drängen werden.

Antworten
excenter67
5
6
Lesenswert?

Vielleicht. ...

... zahlt der Konsument jetzt wirklich die Milch und weniger die Subventionen

Antworten
 
Kommentare 1-26 von 49