Wildon

"Brand aus" wurde nach 24 Stunden gegeben

Die Glutnester beim Industriebrand in Wildon sind gelöscht, um 12.30 Uhr hieß es früher als erwartet "Brand aus". 10.000 Quadratmeter der Kunststoff-Recycling-Firma Ecoplast standen am Samstag in Vollbrand.

Großeinsatz für die Feuerwehren © APA
 

Nach ''Brand aus'': Eindrücke vom Brandgelände in Wildon

24 Stunden nach der Alarmierung der Feuerwehreinsatzkräfte zu einem Brand in einer Recyclingfirma in Wildon konnte „Brand aus“ gegeben werden, die letzten Glutnester sind gelöscht.

Jürgen Fuchs

Tanklöschfahrzeuge mit ihren Wasserwerfern nahmen immer wieder die Kühlung des Brandgutes vor, bis schlussendlich die Einsatzleitung um 12.30 Uhr „Brand aus“ gegeben konnte.

BFV Leibnitz/Putz

Am Brandgelände bot sich ein Bild der Zerstörung. Am Sonntag Vormittag konnte erst mit der Abklärung der Brandursache begonnen werden.

Jürgen Fuchs

Die Arbeit wird noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Jürgen Fuchs

In der Firma hat es zuletzt 1993 gebrannt, die Ursache waren damals Schweißarbeiten.

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Jürgen Fuchs
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BFV Leibnitz/Putz
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"Brand aus" hieß es heute - fast genau 24 Stunden, nachdem die Plastikballen Feuer gefangen hatten -, um 12.30 Uhr in Wildon: Nun sind auch die Glutnester des Brands auf dem Firmengelände der Recycling-Firma Ecoplast gelöscht. "Bis morgen Früh hält die Feuerwehr Wildon Brandwache", sagte Sprecher Hermann Putz.

Bei am Vormittag durchgeführten Messungen des Umweltamtes konnte weiterhin keine Gefahr für die Umwelt festgestellt werden. Auch in den Feinstaubwerten in Graz wurde keine erhöhte Belastung festgestellt.

Mehr als 800 Einsatzkräfte hatten in drei Schichten unter schwersten Bedingungen den Brand bekämpft, 50 Feuerwehren waren dabei im Einsatz. In der Nacht waren nochmals 170 Feuerwehrleute alarmiert worden, um die Kollegen, die schon mehr als zehn Stunden im Löscheinsatz waren, abzulösen. Diese 170 wurden am Sonntag um 7.30 Uhr wieder abgelöst. Das Rote Kreuz hatte noch am Samstag eine Feldküche eingerichtet, außerdem waren Ärzte und Sanitäter an Ort und Stelle, um die Feuerwehrleute zu versorgen.

Die Ursache für den Brand war zunächst unklar. Die Ermittlung hat das Landeskriminalamt übernommen. Eine Gruppe Brandermittler hatte sich am Sonntagvormittag am Gelände in Wildon eingefunden. "Wir konnten heute das erste Mal bis zum Brandherd vor geführt werden", sagte Ermittler Wolfgang Maier. Die Untersuchung werde sich wohl über Tage ziehen. Zunächst gelte es - wie bei jeder Brandermittlung - die Ausbruchsstelle des Feuers zu lokalisieren.

Industriebrand: Brand hielt Einsatzkräfte in Atem

Die Feuersbrunst war laut Feuerwehr über 100 Meter hoch, die Rauchwolke hatte eine Breite von 40 bis 50 Metern.

APA

Die steirische Landesalarm- und Warnzentrale teilte via Aussendung mit, dass keine akute Gefährdung vorliege, allerdings aufgrund der prognostizierten Wetterlage in den Abendstunden mit einer Geruchsbelästigung zu rechnen sei.

APA

Anrainer in dem betroffenen Gebiet - nördlich von Wildon in Richtung Graz-Umgebung - wurden angehalten, die Fenster geschlossen zu halten. "Der Chemiealarmdienst des Landes Steiermark überwacht und beurteilt laufend die Lage." Sollte es zu einer Gefahrensituation kommen, werde die Bevölkerung umgehend informiert.

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Dominik Weiss
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(c) Michael Jamnig
BFV Leibnitz/Herbert Putz
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C12
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Am Vormittag war über dem Gelände noch leichter Rauch aufgestiegen. Ab Montag werde eine Spezialfirma die Aufräumarbeiten übernehmen, sagte Putz. Die Rauchwolke, die bei dem am Samstag zu Mittag ausgebrochenen Brand aufgestiegen war, hatte enorme Ausmaße. Laut ORF war sie sogar vom Weltraum aus sichtbar.

Plastikballen im Vollbrand

Der Brand auf dem Firmengelände der Recycling-Firma Ecoplast sorgte am Samstag für großes Aufsehen. Gegen 12.45 Uhr waren gepresste Plastikballen in Brand geraten. Die schwarze Rauchsäule war kilometerweit zu sehen, denn der brennende Kunststoff sorgte für eine enorme Rauchentwicklung.

Tausende Liter Löschschaum wurden verteilt, um den Angriff auf das Feuer gezielt starten zu können. Mit Wasserwerfern wurden die Flammen letztendlich erstickt, auch ein Großtanklöschfahrzeug des Grazer Flughafens und der Berufsfeuerwehr Graz waren vor Ort im Einsatz. Durch den gezielten Einsatz des Löschschaums konnte der Brand stark dezimiert werden. Mit Baumaschinen arbeitete man sich in der Nacht noch Stück für Stück vor, um Glutnester zu erreichen und weitere Brandherde löschen zu können. 10 Feuerwehren mit rund 170 Mann standen noch über Nacht im Einsatz, zuvor kämpften 41 Feuerwehren mit 500 Mitgliedern gegen den Großrand.

Feuerwehrmann verletzt

Probleme bereitete den Einsatzkräften am Samstag vor Ort auch ein Biogastank, der ob des Feuers zu bersten drohte und von den Einsatzkräften massiv gekühlt werden musste, was aber gelang.

Personenschaden

Klaus Steinwender - Einsatzleiter des Roten Kreuz © Antenne

Bei den Löscharbeiten erlitt ein 22-jähriger Feuerwehrmann eine Rauchgasvergiftung, er wurde von der Crew des C12 ins LKH Graz geflogen, konnte das Spital am Samstag aber wieder verlassen. Acht weitere Einsatzkräfte mussten vom Roten Kreuz versorgt werden. Die Feuerwehrmänner trugen durch den Atemschutz 35 Kilo zusätzlich am Körper und hatten mit extremer Hitze zu kämpfen. Das führte zu enormen körperlichen Belastungen. Die verletzten Feuerwehrleute wurden vom Roten Kreuz, das mit 35 Sanitätern und vier Ärzten im Einsatz war, versorgt.

 

Rauchsäule: Bilder vom Brand in Wildon

Bilder der Rauchsäule!

Georg Michl
Leser-Reporter Susanne Schwarz
Leser-Reporter Markus Schöggler
Leser-Reporter Georg Michl
Leser-Reporter Georg Michl

Pichling bei Stainz

Leser-Reporter Martin Kern
Leser-Reporter Daniela Tot

Vom Wetterkogel (1643 m) bei Leoben

Franz Langstadlinger
Leser-Reporter Sascha Brodschneider

Sankt Stefan im Rosental

Leser-Reporter Christoph Perner

St. Veit in der Südsteiermark

Leser-Reporter Claudia Sch.

Auch aus dem Zug aus sichtbar

Leser-Reporter Christiane Melchart

Vom Waldschachersee aus

Leser-Reporter Martin Wippel

Wundschuh

Leser-Reporter Corinna Leinholz

Vom Bahnhof Wildon aus

Leser-Reporter Mehmed Begic
Leser-Reporter Christian Wagner
Leser-Reporter DAniel Ganzer
Leser-Reporter Mehmed Begic
Wilfried Rombold
Wilfried Rombold

Wildon

Leser-Reporter Klaus Steinwender
Leser-Reporter Michael Pfeiler
Leser-Reporter Rauchsäule Mehmed Begic

Spielfeld

Leser-Reporter Nicole Caesar
Leser-Reporter Alexandra Rumpold
Helge Sommer
Helge Sommer
Klaus Steinwender
Klaus Steinwender
Barbara Jauk
Raimund Heigl
Raimund Heigl
Raimund Heigl

Altenbach

Leser-Reporter Erwin Klug
Leser-Reporter Daniela Reinisch
Leser-Reporter Felix Jahrbacher

Fernitz

Leser-Reporter Kerstin Schuster

Fladnitz im Raabtal

Leser-Reporter Stefan Maurer

Gleinstätten

Leser-Reporter Markus Kraus

Lieboch

Leser-Reporter Michael Wippel

Schwarzl

Leser-Reporter Martin Hofstätter

St. Andrä

Leser-Reporter Iris Brauce

Wundschuh

Leser-Reporter Eva Mehlsak

Astrid Höbenreich fuhr mit dem Auto von Murau Richtung Leoben: "Wir haben unseren Augen nicht getraut: Da ist doch tatsächlich die dunkle Wolke vom Brand in Wildon zu sehen!" Auch noch in Leoben sei die Wolke über der Gleinalm gut zu sehen gewesen, schildert Höbenreich.

Astrid Höbenreich
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Die Rauchsäule Foto © Helge Sommer

Probleme bereiteten auch Schaulustige vor Ort. Die Einsatzfahrzeuge konnten nicht geordnet zum Einsatzort vorrücken. Auch die Polizei forderte dazu auf, die B 67 für die Einsatzkräfte frei zu halten. "Die Lage hat sich mittlerweile durch die Absperrungen der Polizei etwas entspannt", so Polizistin Astrid Grill-Bontsch am Samstagnachmittag.

Höchste Gefahr

Klaus Steinwender - Einsatzleiter des Roten Kreuz © Antenne

Keine Umweltbelastung durch Brand

Die Rauchsäule war bis nach Graz, St. Stefan im Rosental und auch nach Michlgleinz im Bezirk Deutschlandsberg, Mureck und Tieschen in der Südoststeiermark zu sehen, am späteren Nachmittag sogar in Mixnitz, am Kulm und im Murtal - meldeten User der Kleinen Zeitung.

Die steirische Landesalarm- und Warnzentrale teilte mit, dass keine akute Gefährdung vorliege. Anrainer in dem betroffenen Gebiet - nördlich von Wildon in Richtung Graz-Umgebung - wurden zur Sicherheit angehalten, die Fenster geschlossen zu halten.

Katastrophenschutz

Die Lage wurde am Samstag laufend die erhoben. Es lag keine Gefährdung für Mensch und Umwelt vor. Am Sonntag wird die Mur nochmals untersucht. Alle Aussendungen und Informationen der Landeswarnzentrale finden Sie auch online.

Zu den Informationen der LWZ

 

Der Chemiealarmdienst des Landes Steiermark überwachte und beurteilte laufend die Lage. Die Mur war laut Messungen am Samstag nicht belastet. Auch in der Luft befand sich keine Salzsäure, da es sich laut Landeswarnzentrale um organische Verbrennungsprodukte handle.

Wie lange noch?

Klaus Steinwender - Einsatzleiter des Roten Kreuz © Antenne

 

Herausforderung

Klaus Steinwender - Einsatzleiter des Roten Kreuz © Antenne

Die Rauchwolke war bis nach Tieschen (Südoststeiermark) sichtbar Foto © Markus Eberhart

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Georg Michl
Foto © Georg Michl