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Steirer des Tages

Ein Rap über das Leben

Michael Lechner steht vor dem Durchbruch in der Hip-Hop-Szene. Am 25. Mai wird nun sein erstes Studio-Album mit Namen „Apple Juice & Lemon Trees“ präsentiert.

Michael Lechner steht vor dem Durchbruch in der Hip-Hop-Szene. © Mile
 

Damit hat Michael Lechner nicht gerechnet. Der Weizer mit nigerianischen Wurzeln stellte sein neues und erstes Musik-Video dem Hip-Hop-Szene-Magazin „Complex“, einem der größten weltweit, zur Verfügung und prompt widmete das Magazin dem Video einen Platz auf der Homepage. „Das ist wirklich unglaublich“, sagt Lechner. „Wenn ich Neuigkeiten erfahren möchte, schaue ich dort nach. Und jetzt sehe ich plötzlich mich selbst.“

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Das als Neuling zu schaffen, sei eine Sensation. „Und als Österreicher ist das sowieso völlig unrealistisch“, erzählt Lechner, der als „MILE“ auftritt und erst vor fünf Jahren mit Rappen begonnen hat. „Es war immer meine Musik, aber für mich gab es bis zu dem Zeitpunkt irgendwie nur Fußballspielen“, erklärt er. Drei Kreuzbandrisse ließen den Weizer, dem sogar eine Profi-Karriere vorausgesagt wurde, die Fußballschuhe an den Nagel hängen.


Von einem Album oder professionell produzierten Liedern war der 28-Jährige jedoch noch weit entfernt. Das hat sich in der Zwischenzeit geändert. Vor zwei Jahren entdeckten Produzenten sein Talent. Die in Folge entstandene Nummer „Bounce“ lief im Vorjahr auf Radiosender FM4.


Am 25. Mai wird nun sein erstes Studio-Album mit Namen „Apple Juice & Lemon Trees“ präsentiert, an dem er fast eineinhalb Jahre gearbeitet hat. Darauf rappt Lechner über das Leben, die Liebe und seine ersten Lebensjahre in Nigeria, von denen er nur aus Erzählungen weiß.
Der Weizer möchte aber nicht in eine Schublade gesteckt werden. Mit dem typischen Rapper-Image als Halbkrimineller oder Rächer der Armen hat er nichts am Hut. Dafür will er sich jetzt ganz auf das Rappen konzentrieren. „Ich glaube, dass ich auf Sicht von der Musik leben kann. Das wäre ein Traum.“

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