Kärntner des TagesThomas Jöbstl: Er kombiniert goldrichtig

Der 22-jährige Thomas Jöbstl gewann die Gesamtwertung der Kombinierer im Continentalcup.

Thomas Jöbstl strahlt mit seinem Pokal nach dem Gesamtsieg um die Wette
Thomas Jöbstl strahlt mit seinem Pokal nach dem Gesamtsieg um die Wette © KK
 

Während den Kärntner Sportfans der Name Philipp Orter in der Nordischen Kombination seit Jahren ein Begriff ist, macht nun ein weiterer heimischer Athlet auf sich aufmerksam: Thomas Jöbstl krönte sich zum Sieger der Continentalcup-Gesamtwertung. „Das war mein bisher größter Erfolg in meiner Karriere“, sagt der 22-Jährige und strahlt über beide Ohren. Den Grundstein für diesen Erfolg legte der Schützling von Trainer Günter Chromecek Anfang des Jahres in Skandinavien, als er zwei Mal ganz oben auf dem Podest stand und einmal Dritter wurde. „Im Hohen Norden verlief es nahezu perfekt und plötzlich war die Gesamtwertung auch ein Thema. Am Wichtigsten war für mich aber zu sehen, dass ich mich in beiden Disziplinen weiterentwickeln konnte, wobei meine Stärke sicherlich noch in der Loipe liegt, im Springen ist noch einiges zu holen.“

Die Leidenschaft zum nordischen Sport entfachte mit sieben Jahren, als ihm beim Sportschnuppern die Kombination Skispringen und Langlaufen nicht mehr los ließ. Seine ersten Sprünge absolvierte Jöbstl auf der Klagenfurter Sattnitz-Schanze:

Ich mochte schon immer die Faszination von Schnellkraft und Ausdauer und das Skispringen ist sowieso der Hammer, weil es ein absoluter Adrenalkick ist. Wenn du einmal angefangen hast, willst du nicht mehr aufhören.

Aufgrund der idealen Trainingsbedingungen schlug der Kärntner vor geraumer Zeit seine Zelte in der steirischen Ramsau auf. Dort trainiert Jöbstl in einer jungen fünfköpfigen Mannschaft: „Wir sind eine richtig coole Truppe. Da geht ständig etwas weiter. Der Konkurrenzkampf pusht uns gegenseitig.“ Nur Vorteile hat ein Umzug allerdings doch nicht, denn der Haushalt macht sich nicht von alleine, wie der Hobbykletterer verrät. „Zwar ist man nicht immer motiviert, vor allem nicht nach einem Wettkampf, aber es hilft ja nichts, das muss erledigt werden“, schildert Jöbstl, der seit fünf Monaten in einer Beziehung lebt.

Sportlich soll der Höhenflug des Wintersportlers weiter gehen:

Ich möchte mich für den Weltcup qualifizieren und bei der Heim-Weltmeisterschaft 2019 in Seefeld dabei sein.

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