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Hirscher zufrieden

"Im Slalom habe ich Anschluss an Henrik gefunden"

Marcel Hirscher ist zufrieden, nach dem Rennen in Adelboden sagen zu können, dass er im Slalom Anschluss an Henrik Kristoffersen gefunden hat.

© APA (AFP)
 

Mit einem zufriedenen Gefühl hat Skirennläufer Marcel Hirscher Adelboden hinter sich gelassen. Im Slalom hat er die große Lücke zu Henrik Kristoffersen geschlossen, auch wenn es zum Sieg um 6/100 Sekunden knapp nicht gereicht hat. Nun wird der Salzburger zu Hause entspannen und sich danach in Kitzbühel auf den Wengen-Slalom am Sonntag vorbereiten. Auch Super-G-Training steht auf dem Programm.

Dreimal war Hirscher in diesem Winter Zweiter hinter dem Norweger Kristoffersen, im Dezember fehlten in Val d'Isere 1,09 Sekunden und in Madonna 1,25. Anfang Jänner drehte Hirscher den Spieß um und verwies in Santa Caterina den Norweger um 0,21 auf Rang zwei, warnte aber, dass dies noch nicht des Rätsels Lösung gewesen sei. Am Sonntag in Adelboden zeigte Hirschers - trotz Fehlern erreichte - Topleistung, dass ihm ein wichtiger Schritt gelungen ist.

Positive Ansichten

"In Santa Caterina vor ihm zu sein, ist weniger überraschend gewesen, als hier so knapp dabei zu sein", ließ der vierfache Gesamtweltcupsieger aufhorchen. "Ich war sicher schon einmal schneller, aber ich habe momentan ein breiteres Spektrum. Also die Bandbreite (Verhältnisse/Anm.), wo ich schnell fahren kann. Aber ich war bei speziellen Bedingungen sicher schon einmal schneller." Bekanntlich liebt es Hirscher nicht nur steil, sondern auch eisig, und das war es Sonntag definitiv nicht.

Kristoffersens Potenzial hat Hirscher schon vor ein paar Jahren gesehen. "Er ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Jeder weiß, wenn Henrik gesund bleibt, hat er die Fähigkeit, die technischen Bewerbe zu dominieren. Er tut es jetzt. Für mich ist das Positive, dass ich ihm in den letzten zwei Rennen nähergekommen bin. Dass ich den Anschluss gefunden habe."

Lücke ein bisschen geschlossen

Nachdem er die ersten beiden Slaloms noch mit großem Rückstand beendet hatte, glaube er nun, die Lücke ein bisschen geschlossen zu haben. "Das war für mich persönlich sehr wichtig. Jetzt bin ich dran. Vielleicht kann ich das Blatt wenden. Wenn nicht, bin ich auch mit Platz zwei zufrieden." Im Slalomweltcup hat Hirscher 40 Zähler Rückstand auf Kristoffersen.

Harte Arbeit

Mit Ausnahme des Parallel-Riesentorlaufs in Alta Badia (30.) war Hirscher in jedem seiner bisher zehn Saisonrennen auf dem Podest, er hat fünf Siege, drei zweite und einen dritten Platz errungen. "Das ist sicherlich nicht der Zufall, der da mitspielt. Das ist harte Arbeit, die das schlussendlich möglich macht. Trotzdem denke ich mir bei jedem Rennen, 'Hoffentlich geht das gut heute'. Im Sinne von Nicht-Ausfallen, Nicht-Einfädeln, Keinen-Scheiß-Bauen."

Zunächst wir er nun zu Hause "die Füße hochlagern" und dann in Kitzbühel Slalom und Super-G (für die Hahnenkamm-Kombi) trainieren. "Dann kurz Reinrauschen nach Wengen und dann sind wir eh schon in der Hardcore-Woche", zählte er auf. Mit Kitzbühel und Schladming stehen die absoluten Klassiker vor Heimpublikum vor der Tür.

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