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Entscheidung am Dienstag?Schröcksnadel zu ÖSV-Wahl: Diskussion schadet Verband enorm

Eine Entscheidung könnte im Wahlausschuss am Dienstag fallen, bis Ende Mai soll - wie in der Vergangenheit stets üblich - jedenfalls eine Einigung auf einen Kandidaten oder eine Kandidatin erfolgen.

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© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Der Wunsch von Peter Schröcksnadel hat sich nicht erfüllt. In der Präsidentenfrage im Österreichischen Skiverband bei der Wahl des Nachfolgers des Langchefchefs ist von einer harmonischen Lösung bisher keine Rede. Mit Michael Walchhofer hofft ein ehemaliger Abfahrts-Weltmeister auf die Absegnung seiner Kandidatur durch die Landesverbände. Die ehemalige "Speed Queen" Renate Götschl soll indes den Segen von Schröcksnadel haben und macht sich ihrerseits Hoffnung auf den Posten.

Eine Entscheidung könnte im Wahlausschuss am Dienstag fallen, bis Ende Mai soll - wie in der Vergangenheit stets üblich - jedenfalls eine Einigung auf einen Kandidaten oder eine Kandidatin erfolgen. Offiziell präsentiert werden soll der neue Präsident des ÖSV bei der Länderkonferenz am 19. Juni in Kärnten. Der 79-jährige Schröcksnadel - er tritt nach 31 Amtsjahren ab - sieht die Optik im Prozedere bereits schief hängen.

Ich finde, dass die gesamte Diskussion dem Skiverband schadet, enorm schadet.

Peter Schröcksnadel

"Ich finde, dass die gesamte Diskussion dem Skiverband schadet, enorm schadet. Aus dem Ausland schaut man auf uns, was bei uns los ist. Auch Partner und Sponsoren schauen. Wenn es einen Verband gibt, der gespalten ist, das schadet der Zukunft des Verbandes. Das gefällt mir überhaupt nicht", sagte Schröcksnadel in einem Beitrag der ORF-Sendung "Sport am Sonntag".

Für "Konsenslösung"

Der Tiroler sprach sich wieder für eine "Konsenslösung" aus. Wie diese dann ausschauen soll, blieb offen. "Sie müssen beide zusammenfinden in irgendeiner Form", meinte Schröcksnadel über die Kandidaten Walchhofer und Götschl. Er sei freilich ein Fan der Steirerin. "Sie kann das Amt sehr wohl." Gerüchte, wonach er aus dem Hintergrund weiter Einfluss ausüben wolle, wischte Schröcksnadel weg. Er habe schon vor einiger Zeit alle Funktionen in den Gesellschaften des ÖSV mit Wirkung 19. Juni zurückgelegt, hielt er fest. "Mir zu unterstellen, ich will mich da drinnen halten - ich brauche das nicht. Ich habe nie vom Skiverband gelebt, der Skiverband hat von meinen Ideen gelebt."

Götschl blieb "vage"

Dass Götschl im Unterschied zu Walchhofer in Vorstellungsgesprächen mit Landesverbänden in so mancher Frage vage blieb, soll Landeschefs irritiert haben. Es scheint zwei Lager zu geben. Tirol, Vorarlberg und Wien stehen laut Berichten aufseiten von Schröcksnadel und damit auch Götschl, die sich außerdem der Stimmen aus der Steiermark sicher sein kann. In einer Kampfabstimmung wäre dies die Mehrheit. Dazu soll es freilich nicht kommen.

"Ohne Einflüsterer"

Der Salzburger Walchhofer ließ keine Zweifel aufkommen, dass er die Zukunft des Verbandes ohne Einflüsterer bestimmen will. "Ich habe relativ früh und oft klar gemacht: der Präsident muss in den Gesellschaften die wirtschaftliche Verantwortung gemeinsam mit dem Generalsekretär haben. Sollte das nicht der Fall sein, stehe ich nicht zur Verfügung", merkte er im ORF an. Der ÖSV - immerhin ein Verband mit einem Jahresbudget von mehr als 40 Millionen Euro - sei gut geführt worden. Es könne aber "die eine oder andere Schraube nachjustiert werden", so Walchhofer.

Ich kandidiere als Präsidentin.

Renate Götschl

Der 46-Jährige hielt auch fest, dass er sich Götschl als Vizepräsidentin sehr gut vorstellen könnte, erwähnte aber auch die Nordische Sparte als "nicht unwesentlich". Für Götschl ist dies aber offenbar kein Thema. Auf die Frage, ob sie sich auch als Vizepräsidentin sehe, meinte die 45-Jährige nur kurz: "Ich kandidiere als Präsidentin."

Kommentare (6)
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tannenbaum
3
8
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Diesen

zeitraubenden Job sollte schon jemand ausüben der auch die Erfahrung einer Führungskraft mitbringt. Götschl wurde für ihre Unterstützung im Wahlkampf für Schützenhöfer und Kurz eh schon mit dem Vizepräsidenten des steirischen Skiverbandes und einem Sitz im ORF Stiftungsrat belohnt. Das Idol beginnt zu bröckeln!

Ogolius
3
23
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Der Titel des Artikels....

.... ist unrichtig 🙄 sollte heißen: „Schröcksnadel schadet Verband enorm“!

hornet0605
19
9
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Abschaffen des überflüssigen Skizirkus...

...dann erübrigt sich auch die nervige Nachfolgediskussion...

merch
8
11
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...

Is des net wurscht, wer des mocht???

crawler
1
18
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Im Grunde genommen schon.

Aber Schröcksi ist Werbefachmann genug um zu wissen, wie man Diskusionen (in eigener Sache) anzettelt um, nachdem man sein Ziel erreicht hat zu meinen, die Diskusion schadet dem ÖSV.

mani999
2
20
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Es geht darum,

wer den Platz am Futtertrog bekommt