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Ski Weltcup Tops und Flops der Weltcupsaison 2020/2021

Was hat in der abgelaufenen Weltcup-Saison der alpinen Skisportler gut funktioniert - und was weniger? Was hat gefallen - und was gar nicht?

Top:

Petra Vlhova: Die Slowakin gewann als erste ihres Landes den Gesamtweltcup. Vlhova ist eine Allrounderin, wie sie im Buche steht, die 25-Jährige bestritt alle 31 Rennen und kam in Slalom, Riesentorlauf, Parallelbewerb und Super-G auf das Podest, in der Abfahrt verpasste sie dieses als Vierte knapp. Die Kombination stand nur bei der WM auf dem Programm, da wurde sie wie im Slalom Zweite.

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Top:

Alexis Pinturault: Der Franzose jagte seit fast zehn Jahren dem Traum hinterher, den Gesamtweltcup zu gewinnen. Nach zwei zweiten und drei dritten Rängen war es endlich so weit. Der 30-Jährige eroberte zudem auch die erste kleine Kristallkugel abseits der Kombination, und zwar jene im Riesentorlauf.

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Top:

Katharina Liensberger: Mit der ersten kleinen Kristallkugel ihrer Karriere für den Gewinn der Slalomwertung beendete die Vorarlbergerin die Saison. Die 23-Jährige - Weltmeisterin in Slalom und Parallelbewerb sowie WM-Dritte im Riesentorlauf - errang in Aare und Lenzerheide auch die ersten Slalom-Weltcupsiege ihrer Karriere.

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Top:

ÖSV-Herren: Stark zurück meldete sich das Team von Rennsportleiter Andreas Puelacher. Mit Vincent Kriechmayr im Super-G und Marco Schwarz im Slalom gewannen erstmals seit 2011/12 (Klaus Kröll/Abfahrt) wieder andere Österreicher als Marcel Hirscher kleine Kristallkugeln. Schwarz belegte zudem im Gesamtweltcup den dritten Platz und hat Potenzial für mehr, wie er mit Kombinations-Gold und Riesentorlauf-Bronze bei der WM in Cortina d'Ampezzo untermauerte.

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Top:

Corona-Konzept: Das Hygiene-Konzept, das vom ÖSV und der FIS für den Auftakt in Sölden konzipiert und anschließend auch bei den anderen Stationen angewandt wurde, erwies sich als sichererer Maßnahmenkatalog. Freilich gab es den einen oder anderen positiven Corona-Fall, insgesamt kamen die Damen- und Herren-Trosse, die großteils auf Speed- und Technik-Blasen aufgeteilt waren, aber gut durch den Winter.

APA/EXPA/JOHANN GRODER

Flop:

Konzept Finalwoche: Grundsätzlich macht es Sinn, dass festgelegt ist, dass in der Finalwoche Rennen bei Absagen nicht im Laufe der Woche neu angesetzt werden. Die Nationalteams oder Gastgeber könnten da je nach noch vorhandener Kugelchancen agieren. Vielleicht sollte man das Konzept trotzdem überdenken: Eine Möglichkeit wäre, dass im Falle, dass die vorher festgelegte Mindestanzahl an Rennen in einer Disziplin nicht erreicht wurde, diese dann den Vorzug bekommt.

AP

Flop:

Speed versus Technik: Die Speed-Fahrer beklagen immer wieder, dass sie ob der Rennkalender keine Chance auf den Gesamtweltcup haben. Bei den Herren gab es heuer 22 Technikrennen, aber nur 13 Speed-Bewerbe. Zwei Abfahrten und ein Super-G wurden abgesagt, es war also schon von vorne herein mit dem Technik-Überhang von 22:16 nicht ausgeglichen.

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Flop:

Verletzungen: Auch in dieser Saison gab es zahlreiche schwere Verletzungen, unter anderem erwischte es mit Aleksander Aamodt Kilde den Gesamtsieger der Vorsaison. Freilich sind die meisten Ausfälle individuell zu betrachten, trotzdem erkennen Experten ein Muster, wonach das immer aggressivere Material im Zusammenspiel mit der Kurssetzung bei der Vielzahl von schweren Knieblessuren eine wesentliche Rolle spielt. Hier könnte die FIS ansetzen, ebenso bei einer Entschlackung des Rennkalenders für mehr Verschnaufpausen.

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Flop:

Stimmung: Der Wermutstropfen der guten Corona-Schutzkonzepte war die notwendige Absenz von Zuschauern vor Ort - von ein paar Ehrengästen abgesehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten zeichnet den Skisport die Nähe zu den Fans aus, gerade im Zielraum können die Anhänger mit ihren Idolen normalerweise auf Tuchfühlung gehen. Die fehlende Stimmung - speziell bei den Österreich- und Schweiz-Rennen - war für viele auch vor dem Fernseher gewöhnungsbedürftig.

Jürgen Fuchs
1/9

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