Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Gründe und ReaktionenNiederlage für Saalbach bei der WM-Vergabe 2023

Die alpine Ski-WM 2023 wird nicht in Saalbach-Hinterglemm stattfinden. Auf dem 51. FIS-Kongress in Costa Navarino haben sich die Delegierten für Mitbewerber Courchevel-Meribel entschieden.

Applaus für die Mitbewerber © Erich Spiess
 

Mitbewerber Courchevel-Meribel hat das Rennen um die Austragung der alpinen Ski-WM 2023 gemacht. Die rund 1000 Delegierten aus 80 Nationen haben haben Courchevel den Vorzug gegeben. Mit 9:6 Stimmen ging der Zuschlag an Frankreich. Courchevel wird die Herrenrennen organisieren, in Meribel werden die Frauendisziplinen stattfinden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat laut ski-nordique.net bereits seine volle Unterstützung zugesagt. Das WM-Budget liege bei 42 Millionen Euro, wovon sieben Millionen vom Staat kommen.

 

Peter Schröcksnadel (links) und FFS-Präsident Michel Vion Foto © APA/ÖSV/ERICH SPIESS

"Der Grund dafür war, wie ich aus den Kommentaren meiner Vorstandsmitglieder entnehmen konnte, dass Österreich seit 2013 mit der Alpinen WM in Schladming (2013), der Freestyle-WM in Kreischberg (2015), der Skiflug-WM am Kulm (2016), der Grasski-WM in Kaprun(2017), der Biathlon-WM in Hochfilzen(2017) und der bevorstehenden Nordischen WM in Seefeld (2019), allein fünf FIS-Weltmeisterschaften zugesprochen bekam. Dass der Bewerbung von Saalbach zahlreiche Sympathien entgegengebracht wurden, lässt uns die Bewerbung für 2025 mit entsprechendem Optimismus angehen", erklärte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel.

 

Alois Hasenauer, Peter Schröcksnadel, Alexandra Meissnitzer und Bartl Gensbichler (von links) Foto © Erich Spiess

Viel Arbeit und Herzblut

"Wir haben viel Arbeit und Herzblut in die Bewerbung gesteckt, um 2023 nach langer Pause wieder eine WM durchführen zu können. Dass wir das Know-how dafür besitzen, wissen wir. Mit Courchevel-Meribel hatten wir jedoch einen sehr starken Mitbewerber. Wir drücken unseren Kollegen aus Frankreich die Daumen für die WM und werden mit Sicherheit auch selbst vor Ort sein. Was uns betrifft geben wir bestimmt nicht auf: Die nächste Vergabe gilt für 2025 und die holen wir uns dann nach Saalbach", meinte Bartl Gensbichler, Präsident des Salzburger Landesskiverbandes, optimistisch.

Bürgermeister Alois Hasenauer sieht das Ergebnis gelassen: "Natürlich ist es schade, dass wir die WM 2023 noch nicht austragen dürfen, wünschen unseren Mitbewerbern aber gleichzeitig alles Gute für Ihren Event. Aufgeben kommt für uns aber nicht in Frage. Wir machen da weiter, wo wir gerade stehen und bereiten uns für die Vergabe in Marrakesch 2020 vor. Wir sind sehr optimistisch, dass in den nächsten Jahren eine WM in Österreich stattfinden wird – hoffentlich 2025 in Saalbach Hinterglemm."

Fairer Kampf

Ein fairer Kampf um die Vergabe 2023 geht mit dem FIS Kongress in Griechenland zu Ende. Courchevel-Meribel konnte mit seinem Konzept beim FIS Vorstand überzeugen. Die Saalbacher blicken dennoch optimistisch gen 2025: "Wir sind startklar! Auch 2025 noch", zeigte sich auch Peter Mitterer, Geschäftsführer der Hinterglemmer Bergbahnen, zuversichtlich.

In Frankreich wurden zuletzt 2009 in Val d'Isere WM-Medaillen vergeben. Damit bleibt Schladming 2013 vorerst die letzte in Österreich ausgetragene Ski-Weltmeisterschaft. Zwei Großereignissee stehen vor dem Event in Courchevel-Meribel noch an. Die WM 2019 findet in Aare (Schweden) statt, jene 2021 folgt in Cortina d'Ampezzo (Italien).

Nordische Ski-WM in Planica   

Ebenfalls vergeben wird die Nordische Ski-WM 2023. Sie findet in Planica statt. Der slowenische Wintersport-Ort setzt sich gegen Trondheim (NOR) durch. Dafür findet die Skiflug-WM 2022 in Norwegen statt, nämlich in Vikersund. Die Ski-Freestyle- und Snowboard-WM geht 2023 in Bakuriani (Georgien) über die Bühne.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

henry2
1
12
Lesenswert?

Wenn man eh gewusst hat...

Lt. ÖSV-Präse Schröcksnadel hat man es eh schon von vornherein gewusst, dass aus den von ihm genannten Gründen nix draus wird - wozu denn dann überhaupt eine teure Bewerbung? Vielleicht, damit da eine große Delegation zu einem schönen Ausflug kommt? Vielleicht ist die Zeit eher 2025 oder 2027 reif? Aber anderseits eben die Frage - was bringt's überhaupt, außer viel Arbeit, Belästigung der Bewohner der Region, viel Ausgaben - Gelder, die anderswo besser angelegt sind.
Sollen's lieber die machen, die noch dafür Geld haben bzw. die reicher sind als Austria und Salisborgo & die Region Pinzgau.

dribblanski
9
7
Lesenswert?

Hauptsache

wir kriegen dafür die Olympischen Spiele in Schladming und Graz zugesprochen ;-)

CuiBono
4
18
Lesenswert?

Gott Sei Dank

Eine gigantische Steuergeldverbrennmaschine zur alleinigen Egopolitur selbsternannter Wichtelmänner verhindert.

Fein!

Steckst die Millionen in eine kontrollierte Verbesserung der Infrastruktur dieses GESAMTEN Landes und gut ist.