HartbergTrotz Lizenzverweigerung: Gemeinde hält an Stadionumbau fest

Aufstieg oder Verbleib in der Ersten Liga: Egal was mit dem TSV Hartberg sportlich passiert, die Stadt saniert das Stadion. Heuer soll das Spielfeld und kommendes Jahr die Laufbahn erneuert werden.

Auch wenn das Lizenz-Verfahren für den TSV eine Bauchlandung wird: Die Gemeinde saniert das Stadion © GEPA/Mario Buehner
 

Auf sportlicher wie rechtlicher Ebene bleibt die Saison für den TSV Hartberg spannend: Am Freitag kommt es zum Spitzenduell gegen die SV Ried, bereits am Dienstag wurde dem Verein in zweiter Instanz die Lizenz für die Bundesliga verweigert.

Zumindest aus politischer Sicht will die VP für eine klare Ausgangslage beim Thema Stadionumbau sorgen. Bei der kommenden Gemeinderatssitzung am Dienstag steht daher ein Nachtragsvoranschlag auf der Agenda. Das Zahlenwerk beinhaltet Mittel für die Generalsanierung des Stadions, die ein neues Rasenspielfeld sowie die Verlegung einer Drainage vorsieht. 730.000 Euro ist das Finanzierungskonzept schwer. Der Rasen soll noch in den Sommermonaten verlegt werden.

1,6 Millionen Euro Kosten

Im kommenden Jahr ist laut Bürgermeister Marcus Martschitsch (VP) zudem die Erneuerung der Laufbahn um 900.000 Euro geplant. „Wir müssen das jetzt angehen, sonst haben wir ein nichtfunktionierendes Stadion“, erklärt der Stadtchef. Dies geschehe vor dem Hintergrund des geplanten Umbaus des Bundesschulzentrums sowie des Schulprojektes Edelseegasse. Rechnet man die Kosten aller baulich anstehenden Maßnahmen in der Arena zusammen, gilt es für die Gemeinde in den kommenden zwei Jahren 1,6 Millionen Euro zu stemmen.

Förderungen

Hier hofft man auf eine Förderung des Bundes von bis zu 85 Prozent. Zieht man Subventionen und Bedarfszuweisungen vom Land für den Stadionumbau von rund 400.000 Euro ab, müsse die Gemeinde noch 300.000 Euro an Eigenleistung aufbringen, rechnet Martschitsch vor. Ebenfalls im Nachtragsvoranschlag inkludiert ist die Sanierung der Gästekabine sowie der WC-Anlagen. Diese würden nur bei Bedarf finanziert werden.

3,9 Millionen Euro müssten vom TSV Hartberg in die Hand genommen werden, um das Stadion bundesligatauglich zu machen. Die Gemeinde wird sich laut Martschitsch finanziell daran nicht beteiligen.

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