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Basketball

Lanegger und das Abenteuer Dänemark

Basketball-Legionär Moritz Lanegger über die Gründe für den überraschenden Wechsel aus Manchester nach Dänemark.

Nationalteamspieler Moritz Lanegger
Nationalteamspieler Moritz Lanegger © GEPA pictures
 

Seinen Koffer wird Moritz Lanegger in Manchester vielleicht noch gar nicht ganz ausgepackt haben. Erst vor drei Wochen dockte der Grazer Nationalteamspieler im englischen Norden beim Basketballklub Manchester Giants an.
Die „Riesen“ hatten bis dahin alle sechs Saisonspiele in der British Basketball League verloren. „Es ist dann ganz gut gelaufen“, meint Lanegger. Drei von vier Partien hat Manchester gewonnen. Gegen Worcester (89:88) und Bristol (82:80) sogar mit Siegeswürfen von Lanegger – einmal mit dem Highlight jedes Basketballers: ein Dreipunkter in der Schlusssekunde („Buzzer Beater“).

Dennoch bleibt der Nationalteamspieler nicht länger in England, sondern wechselt nach Dänemark zu Naestved. Was Manchester-Geschäftsführer John Dwan so kommentierte: „Mo hat hohe Qualität. Wir sind froh, dass wir so ein Kaliber wenigstens kurze Zeit bei uns hatten.“ Zwei Spiele noch, dann geht es für Moritz Lanegger weiter nach Dänemark.

Zur Person

Moritz Lanegger, geboren am 29. März 1990 in Graz.
Sportart: Basketball.
Position: Guard (Spielmacher).
Größe: 190 cm.
Verein: Manchester, demnächst Fog Naestved (DEN).
Karriere: Kapfenberg Bulls (2006–2011), Klosterneuburg (2011–2015), Güssing (15/16); seit 2011 im Nationalteam.

Das ist eine Überraschung. Hat es Ihnen in Manchester denn nicht gefallen?
MORITZ LANEGGER: Doch, natürlich. Aber den Kontakt zu Naestved gab es schon im Sommer, und als ich bei Manchester den Vertrag für nur einen Monat unterschrieben habe, war im Hintergrund die Möglichkeit mit Dänemark wieder da.

Mit Verlaub: Manchester ist eine europäische Großstadt und Topadresse vieler Sportler. Das zugegeben schöne Naestved scheint dagegen eher ein beschauliches Städtchen zu sein. . .
LANEGGER: (Lacht) Ja, das mag so aussehen. Aber aus der sportlichen Perspektive ist es eher das Gegenteil. Manchester hatte einen ganz schlechten Saisonstart, aber dort hat man gar nicht den Anspruch, in der Liga vorne mitzuspielen. Bei Naestved hingegen hat man sehr hohe Ambitionen, sie wollen viel erreichen und um den Meistertitel mitmischen. Aktuell liegen sie bei zwei Siegen und fünf Niederlagen aber nur auf Rang sechs.

Und die Stadt (Anm.: 43.000 Einwohner) selbst?
LANEGGER: Naestved liegt direkt am Meer und ist nicht weit von Kopenhagen entfernt. Das gefällt mir.

Wie lange läuft jetzt der Kontrakt mit Manchester noch?
LANEGGER: Wir haben am Freitag und Sonntag noch zwei Meisterschaftsspiele gegen die London Lions und Leeds Force, dann ist für mich das Kapitel England abgeschlossen. Am Montag fliege ich nach Dänemark und werde versuchen, so schnell wie möglich ins Team zu finden. Mit Earnest Ross kommt auch ein starker Australier neu zum Team, drei Spieler mussten den Klub verlassen.

Manchester war am Boden, bei Naestved brennt der Hut, die nächste Mission von Momo Lanegger als Feuerwehrmann?
LANEGGER: Mal schauen, ob es wieder so gut klappt. Aber in Naestved bleibe ich sicher länger, mein Vertrag läuft bis Sommer.

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