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NBA, Lakers vs. Clippers: Krimi! LeBron James entscheidet packendes L.A.-Duell in der Schlussphase

Was für ein Auftakt für den NBA-Restart: In einem packenden Duell der beiden L.A.-Teams haben die Lakers die Nase vorn. Verlass ist mal wieder auf die beiden Superstars.

© getty
 

12,8 Sekunden vor dem Ende versenkte LeBron James den letzten Treffer der Partie, es waren für ihn die Punkte 15 und 16 (6/19 FG, 11 Rebounds, 7 Assists). Der 35-Jährige machte offensiv nicht sein bestes Spiel, sorgte aber für die entscheidenden Punkte und verteidigte im letzten Viertel auf hohem Niveau vor allem gegen Kawhi Leonard (28 Punkte).

Topscorer des Spiels war Anthony Davis mit 34 Zählern, bei den Clippers kam Paul George noch auf 30 Punkte. Der letzte Versuch des Small Forwards, das Spiel noch für sein Team zu entscheiden, verfehlte jedoch deutlich. Das interne Duell zwischen beiden Teams in dieser Spielzeit steht damit nun bei 2:2.

Im vierten Saisonduell der beiden L.A.-Teams rückte bei den Lakers wie erwartet Kentavious Caldwell-Pope für Avery Bradley (verzichtet auf den Restart) in die Starting Five, bei den Clippers startete Reggie Jackson anstelle von Patrick Beverley.

Die Lakers erwischten den besseren Start, wobei ihnen entgegenkam, dass Leonard recht früh sein zweites Foul einsackte und die Clippers ohne ihre beiden besten Bankspieler Lou Williams und Montrezl Harrell antreten mussten.

LeBron James wachte offensiv erst spät auf

James konzentrierte sich zunächst ausschließlich aufs Playmaking, als er auf die Bank ging, lief noch mehr über Davis (14 im ersten Viertel). Nach Freiwürfen von Kuzma gingen die Lakers mit einer 35:23-Führung in die Viertelpause. Dabei erzielte LeBron seine ersten Punkte erst Anfang des zweiten Viertels - dann aber direkt per Power-Dunk.

Dennoch wachten die Clippers nun mehr und mehr auf, was vor allem an Leonard lag. Der zweimalige Finals-MVP brachte offensiv wie defensiv mehr Intensität rein, 19 Punkte sammelte er bis zur Pause. Davis (20, 12/13 FT) blieb im Zuge des Freiwurf-Festivals der produktivste Spieler, es ging mit 54:52 für die Lakers in die Kabinen.

Nach der Pause gingen die Clippers erstmals in Führung, George versenkte binnen weniger Minuten drei Dreier und auf der Gegenseite haderten die Lakers mit Pfiffen. Die Offense wurde immer schwächer, während die Clippers ihren Rhythmus fanden, Kawhi erhöhte auf 11 Punkte Vorsprung. Nach einer Auszeit von Frank Vogel wendete sich das Blatt jedoch wieder, Davis führte sein Team mit einem persönlichen 8:0-Lauf zurück in die Partie, vor dem letzten Durchgang stand es nur noch 77:76 für die "Gäste".

Und dann meldete sich LeBron. Der zuvor schwache Superstar führte sein Team zu einem 15:3-Lauf. Die Clippers wirkten platt, bis Leonard per Dreier wieder auf 6 Punkte verkürzte. In der Folge ging die Intensität erneut hoch. 1:40 vor Schluss verkürzte George per Dreier auf 1 Punkt, James antwortete mit einem Driving Layup.

Mit 41 Sekunden auf der Uhr und 3 Punkten Rückstand kamen die Clippers in Ballbesitz und George glich wieder aus, dann schnappte sich James auf der Gegenseite seinen eigenen Offensiv-Rebound und legte diesen 12,8 Sekunden vor Schluss rein. Den letzten Versuch brachte George nicht mehr im Korb unter, nachdem James zuvor einen besseren Abschluss von Leonard mit toller Defense verhindert hatte.

Die wichtigsten Statistiken

Los Angeles Lakers vs. L.A. Clippers 103:101 ( BOXSCORE )

  • Die Clippers begannen defensiv teils sehr unkonzentriert, was stolze 13 Fouls im ersten Viertel belegten - ein Saisonrekord. Da sich auch die Lakers in dieser Hinsicht nicht lumpen ließen, gab es im ersten Viertel unheimliche 26 Freiwürfe zu sehen. Auch im zweiten Viertel besserte sich das nur bedingt, zur Pause waren es 44 Freiwürfe, entsprechend zerfahren war die Partie zu diesem Zeitpunkt. Nach dem Seitenwechsel stellte sich zumindest etwas Besserung ein.
  • Beide Teams suchten zunächst noch vergeblich nach ihrem Wurf. Die Clippers trafen in Halbzeit eins vier ihrer 15 Dreier, die Lakers 3/15. Die Clippers fanden ihren Touch in der zweiten Hälfte dann etwas schneller, im letzten Viertel waren es aber die 4/5 Dreier zu Beginn des Durchgangs, die die Lakers auf die Siegerstraße brachten. Am Ende trotzdem deutliche Vorteile für die Clippers: 16/36 vs. 11/36.
  • Üblicherweise haben die Clippers die bessere Bank, das war in dieser Partie aufgrund der Harrell/Williams-Ausfälle nicht der Fall. Tatsächlich bekamen die Lakers vor allem in Person von Kuzma und Waiters wertvolle Unterstützung. Das Bank-Duell ging mit 35:31 an die Lakers.

Lakers vs. Clippers: Die Stimmen zum Spiel

Anthony Davis (Lakers): "Es hat sich für mich wie ein echtes Spiel zwischen zwei Teams angefühlt, die gekämpft haben. Für das erste Spiel kann ich mich nicht beschweren."

Kawhi Leonard (Clippers): "Es war ein gutes Spiel, es hat immer noch Spaß gemacht da draußen. Es ist gut, wieder da zu sein."

Der Star des Spiels: Anthony Davis

In dieser Partie klar der beste Laker, gerade in den ersten drei Vierteln, in denen James offensiv kaum stattfand. Davis ist mit seiner Länge und Athletik der einzige Spieler, auf den die Clippers defensiv keine Antwort haben, und das zeigte diese Partie. War unter dem Korb nicht zu bremsen, ging immer wieder an die Freiwurflinie und traf sogar zwei Dreier - ganz zu schweigen von der gewohnt starken Defensive.

Der Flop des Spiels: Landry Shamet

Der Swingman gehört normalerweise zu den wichtigsten Floor-Spacern bei den Clippers, in dieser Partie war davon allerdings nichts zu sehen - und auch sonst gelang ihm nicht viel. Shamet traf lediglich einen seiner acht Würfe, von der Dreierlinie gab es nur fünf Fahrkarten. Dazu mit dem kostspieligen Turnover in der Schlussminute. Ähnlich schwach war auch Marcus Morris (0/4 FG).

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Die Szene des Spiels

Bereits im ersten Viertel wurde Dion Waiters erstmals für sein neues Team auf den Court beordert, im zweiten Viertel zeigte er dann, warum: Nach dem Pick'n'Roll zog der Guard sehenswert in die Zone, um dann per Spin-Move an Zubac vorbeizugehen und den Ball butterweich übers Brett in den Korb zu legen - ein überragender Move. Die Lakers sind nicht unbedingt gesegnet mit Spielern, die sich eigene Würfe erarbeiten können, in dieser Szene konnte es Waiters.

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