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Sport-Club Freiburg - SV Werder Bremen 0:1: Werder sendet dank Bittencourt Lebenszeichen im Abstiegskampf

Mit dem ersten Erfolg seit 126 Tagen hat Werder Bremen im Abstiegskampf der Bundesliga neuen Mut geschöpft. Die Mannschaft des angezählten Trainers Florian Kohfeldt holte am 27. Spieltag beim SC Freiburg einen 1:0 (1:0)-Zittersieg, Relegationsrang 16 ist vorerst nur noch zwei Punkte entfernt.

© Getty
 

Relegationsrang 16 ist vorerst nur noch zwei Punkte entfernt, die Kritik am Werder-Trainer Florian Kohfeldt dürfte zumindest bis zum nächsten Spiel am Dienstag gegen Borussia Mönchengladbach etwas verstummen. Zudem haben die Hanseaten noch das Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt in der Hinterhand.

Während seine Schützlinge den so wichtigen 1:0 (1:0)-Zittersieg beim SC Freiburg leidenschaftlich bejubelten, zog Bremen-Coach Florian Kohfeldt seinen Mundschutz an und lief nach dem ersten Erfolg seit 126 Tagen erstmal schnurstracks in die Kabine.

Der angezählte Fußballlehrer musste sich nach dem beinahe noch verpassten Lebenszeichen im Bundesliga-Abstiegskampf wohl erst sammeln. "Wir wussten alle um die Wichtigkeit dieses Spiels, das hat man uns auch angesehen", sagte Matchwinner Leonardo Bittencourt, der die frühe Führung (19.) erzielt hatte, bei Sky : "Das tut gut, dieses Spiel zu gewinnen."

Das Adrenalin war auch ihm noch anzumerken. Nach Gelb-Rot gegen Philipp Bargfrede (88.) kassierte Bremen in der hektischen Schlussphase prompt den vermeintlichen Ausgleich durch Manuel Gulde (89.). Doch Schiedsrichter Robert Hartmann entschied nach Videobeweis korrekt auf Abseitsstellung - was Kohfeldt und Co. mit lautem Gebrüll quittierten.

Leonardo Bittencourt (19.) erzielte mit seinem siebten Karriere-Tor gegen Freiburg die Führung der Bremer, die die Schlussphase nach Gelb-Rot gegen Philipp Bargfrede (88.) in Unterzahl spielen mussten. Die Kritik an Kohfeldt dürfte zumindest bis zum nächsten Spiel am Dienstag gegen Borussia Mönchengladbach etwas verstummen, zudem haben die Hanseaten noch das Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt in der Hinterhand.

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SC Freiburg - Werder Bremen: Die Stimmen zum Spiel

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Wir haben uns die Leute (die Zuschauer, die Red.) gedacht. Wir haben uns voll fokussiert, sodass wir ein gutes Spiel machen können. Und das ist uns auch zu großen Teilen gelungen."

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Es war maximal ein erster Schritt. Und da müssen wir weitergehen. Ich bin gerade auch erst mal in die Kabine und habe mich erst mal hingesetzt. Wir müssen jetzt in diesem Modus bleiben. Die Basis von allem bleibt diese Leidenschaft. Wir haben alle Emotionen reingeworfen, die uns zur Verfügung stehen. Es war ein erster Schritt."

Werder Bremen: Bittencourt trifft von der Strafraumgrenze

Den angekündigten Willen, die Wende mit aller Macht zu erzwingen, lebte Kohfeldt selbst von Beginn an vor. "Komm, komm, komm", schrie er seinen Schützlingen von außen immer wieder zu - in Sachen Engagement war den Gästen auch überhaupt kein Vorwurf zu machen. Durch energisches Pressing und harte Zweikämpfe eroberten die Bremer häufig den Ball.

Die Führung durch Bittencourt, der mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze traf, hatte sich dennoch nicht unbedingt abgezeichnet. Bis auf einen Abschluss von Davy Klaassen (8.) lief im Spiel nach vorne - gemessen am Ballbesitz - wenig zusammen. Freiburgs Roland Sallai (17.) hätte zudem beinahe eine der seltenen Chancen der Gastgeber genutzt.

Mit dem ersten Tor der intensiven Begegnung änderten sich allerdings die Kräfteverhältnisse. Freiburg wurde nun aktiver, die Bremer mussten öfters und teilweise in höchster Not klären. Kohfeldt feierte die gelungenen Defensivaktionen fast so, als hätte seine Mannschaft ein weiteres Tor erzielt.

Freiburgs Last-Minute-Treffer zählt nicht

Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel ließen wieder mutigere Bremer vermuten. Der Freiburger Aufbau wurde von den Gästen nun wieder entschlossener gestört, zudem wagte Außenverteidiger Marco Friedl (48.) einen aussichtsreichen Vorstoß. Hätte er den Pass zu Mittelstürmer Joshua Sargent schärfer gespielt, wäre die Führung wahrscheinlich noch beruhigender, weil um ein Tor höher ausgefallen.

So aber mussten die Bremer weiterhin den Ausgleich fürchten - nicht zuletzt, weil im Mittelfeld immer noch der ein oder andere Fehlpass unterlief. Die schwächste Defensive der Bundesliga wehrte sich, angefeuert vom nimmermüden Kohfeldt, allerdings mit Tacklings und großer Laufbereitschaft. Die beste Aktion blieb indes Torhüter Jiri Pavlenka (61.) vorbehalten, der den flachen Fernschuss von Nicolas Höfler entschärfte.

Der vermeintliche Ausgleich durch Manuel Gulde (89.) schockte die dezimierten Bremer - umso größer war die Erleichterung, als Schiedsrichter Robert Hartmann nach Videobeweis auf Abseits entschied.

SC Freiburg - SV Werder Bremen: Die Aufstellungen

Freiburg: Schwolow - Schmid, Koch, Gulde, Günter - Haberer (71. Abrashi), Höfler - Sallai (81. Kwon), Grifo - Höler, Petersen. - Trainer: Streich

Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Friedl (82. Lang) - Vogt (35. Bargfrede) - Maximilian Eggestein, Klaassen - Bittencourt (63. Bartels), Sargent (63. Osako), Rashica (82. Selke). - Trainer: Kohfeldt

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