"Ich blicke sehr positiv zurück", sagte der 48-Jährige über seine Zeit in München. "Ich glaube, dass ich nach dieser Zeit sagen kann, dass ich ein besserer Trainer geworden bin. Ich bin froh, dass ich diese Chance bekommen habe. Der FC Bayern ist letzten Endes das, wo jeder hin möchte. Leider schaffen es nur wenige."

Zudem gab der Kroate an, die Entwicklung bei seinem Ex-Verein weiter zu beobachten: "Ich freue mich immer wieder, wenn der FC Bayern gewinnt. Heute habe ich Hansi Flick zum Geburtstag gratuliert und ihm für morgen viel Glück gewünscht."

Hinsichtlich seiner Zukunft hat sich Kovac vorgenommen, zur nächsten Saison im Sommer eine neuen Verein zu trainieren.

Kovac plant Trainercomeback im Sommer

"Ich gehe davon aus, dass es im Sommer wieder etwas werden wird, darauf bereite ich mich vor", sagte Kovac.

Konkret nannte der Meistertrainer der Vorsaison mit den Bayern die Topligen Englands, Spaniens und Italiens als reizvolle Adressen. Die Bundesliga sei allerdings auch "immer interessant", erklärte der Kroate. Ihm komme es bei seiner nächsten Adresse darauf an, dass "etwas entstehen kann."

Ein erneutes Engagement bei einer Nationalmannschaft wie einst in Kroatien scheint dabei jedoch ausgeschlossen.

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Niko Kovac schließt Rückkehr als Nationaltrainer aus

"Nationaltrainer ist sicherlich ein schöner Job, aber das tägliche Arbeiten macht sehr viel mehr Spaß. Ich bin bereit, dorthin zu gehen, wo ich mich gewertschätzt fühle und wo ich das Gefühl habe, dass etwas entstehen kann", sagte Kovac.

Bis es soweit ist, vertreibt sich Kovac die Zeit mit seinen Hobbys und war Anfang Februar beispielsweise beim Super Bowl in Miami. "Jeder, der die Möglichkeit hat, sollte das einmal im Leben gesehen haben. Das ist ein tolles Spektakel."

Kovac war im November 2019 vom FC Bayern nach knapp über einem Jahr Amtszeit entlassen worden. Mit den Münchnern gewann er 2019 das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Zuletzt galt er als Wunschkandidat für den vakanten Cheftrainerposten beim kriselnden Hauptstadtklub Hertha BSC.