Das Halbfinale war für die Deutschen, die nun auf Platz fünf hoffen, schon vor der Österreich-Partie nicht mehr möglich gewesen. Die Tickets für die Top-Vier sicherten sich zuvor bereits Kroatien und Spanien. Für Österreich geht es im abschließenden Spiel gegen Weißrussland am Mittwoch (18.15 Uhr/live ORF 1) aber noch um die beste ÖHB-Endrunden-Platzierung der Handball-Neuzeit. Das ist aktuell der 9. Rang von der Heim-EM 2010.

Österreich erwischte vor 9.000 Zuschauern und bei prächtiger Stimmung einmal mehr einen guten Start. Deutschland mühte sich im Angriff, auch Goalie Thomas Eichberger zeigte gleich mit zwei Paraden Präsenz. Im Angriff lief es vor allem aus dem Rückraum gut, dennoch ließ Österreich zweimal die Chance auf ein Plus-Drei liegen: Beim Stand von 4:2 scheiterte Frimmel vom Flügel (9.), das 8:5 verspielte man mit einem technischen Fehler im Angriff (13.). Wenig später kassierte Bilyk eine Zwei-Minuten-Strafe (14.) und saß dann überhaupt fast eine Viertelstunde auf der Bank. Ohne den Kapitän fehlte es dem Spiel der ÖHB-Männer an Dynamik und Torgefahr, Deutschlands nun offensive Deckung machte es den Österreichern auch schwerer.

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Goalie Johannes Bitter wird zum Matchwinner

Eine 9:7-Führung (16.) verwandelte sich erst in ein 10:10 (20.), ehe Deutschland kurz vor der Pause sogar mit 16:12 (28.) in Führung lag. Ein wesentlicher Faktor war Deutschland-Goalie Johannes Bitter, der rund 15 Minuten vor der Pause Andreas Wolff ablöste und mit sieben gehaltenen Bällen glänzte. Dass Österreich zur Pause noch im Spiel war, hatte man schließlich Eichberger, der eine Doppelchance vereitelte, zu verdanken und auch Raul Santos, der wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff auf 13:16 verkürzte.

Der Wiederbeginn fiel aus rot-weiß-roter Sicht aber alles andere als ideal aus. Mit einem 3:0-Lauf stellten die Gäste auf 19:13 und hatten nach genau 34 Minuten für die Vorentscheidung gesorgt. Österreich erholte sich davon nicht mehr, spätestens mit dem 18:26 (44.) war alles gelaufen. Nicht zuletzt in der Verteidigung fand man keine Mittel mehr - und auch insgesamt zwei Paraden von Eichberger und dem später eingewechselten Thomas Bauer waren zu wenig. Im Finish konnte Teamchef Ales Pajovic dann immerhin auch der "zweiten Garnitur" Einsatzminuten verschaffen.

Gruppe I in Wien

Platz Nation Sp S U N Torverhältnis Punkte 1. Spanien 4 4 0 0 131:105 8 2. Kroatien 4 4 0 0 105:91 8 3. Deutschland 4 2 0 2 115:103 4 4. Österreich 4 1 0 3 103:120 2 5. Weißrussland 4 1 0 3 102:124 2 6. Tschechien 4 0 0 4 100:113 0

Der ÖHB-Spielplan zur Handball-EM 2020

Team 1 Team 2 Ergebnis Österreich Tschechien 32:29 Österreich Ukraine 34:30 Österreich Nordmazedonien 32:28 Österreich Kroatien 23:27 Österreich Spanien 26:30 Österreich Deutschland 22:34 Österreich Weißrussland 22. Jänner