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Dokumente fehltenVerwirrspiel um Bobfahrerinnen an Schweizer Grenze

Auf dem Weg zum Weltcup in St. Moritz verzögerte sich die Einreise zweier nordamerikanischer Bobfahrerinnen an der Schweizer Grenze, weil die notwendigen Zolldokumente fehlten.

Kaillie Humphries 2010 bei Olympia © imago sportfotodienst
 

Das Lachen vergangen ist zwei nordamerikanischen Bobfahrerinnen, die sich vom Weltcup in Winterberg zu den nächsten Rennen nach St. Moritz befanden. Denn an der Schweizer Grenze wurden die zweifache kanadische Bob-Olympiasiegerin Kaillie Humphries (35) und die US-amerikanische Anschieberin Lolo Jones (38), früher eine Weltklasse-Hürdenläuferin, vom Zoll ordentlich gefilzt.

Was war geschehen? "Wir stecken an der Schweizer Grenze fest, sie wollen uns wegen unseres Bobs nicht passieren lassen", beschreibt Jones in ihrer Instagram-Story zunächst die Situation. Dann sagt sie fassungslos in ihre Handykamera: "Sie denken, wir haben ein halbes Kilo Kokain im Bob!" Offenbar halten die Grenzwächter mitgeführtes legales Kreatin-Pulver, ein Muskelaufbau-Mittel, für illegale Drogen.

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Lolo Jones © INSTAGRAM

Dann wird die Situation immer prekärer. "Oh mein Gott, sie verhaften meine Teamkollegin", teilt Jones mit, ehe sich das Missverständnis dann doch noch aufklärt. "Jetzt ist wieder alles in Ordnung, wir durften nach zwei Stunden weiterfahren." Inwieweit sich das Szenario auf die beiden Athletinnen ausgewirkt hat, wird sich am Mittwoch zeigen - denn da startet in St. Moritz das erste Training.

Die Papiere fehlten

Die Eidgenössische Zollverwaltung jedoch stellte daraufhin in einer Mitteilung richtig: Die lange Wartezeit stand nicht im Zusammenhang "mit dem mitgeführten weißen Pulver, wie die zitierte Instagram-Story vermuten lassen könnte", sondern, weil die notwendigen Zolldokumente für die Einfuhr der Sportgeräte nicht mitgeführt wurden - und "diese sind nötig, da die Schweiz nicht Teil der europäischen Zollunion ist."

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Lolo Jones © INSTAGRAM

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