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Coronavirus-Sport-LivetickerPremierensieg für Rohan Dennis

Alle aktuellen Sportmeldungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

Rohan Dennis © AP
 

Coronavirus: News-Überblick vom 22. April

  • Spanische Profis gegen geschlossene Camps
  • Weltberühmtes Springturnier in Aachen endgültig abgesagt
  • Holland-Premier verbietet Spiele bis September
  • Christoph Neuhold mit Coburg Meister in der 2. deutschen Liga
  • Stephan Rabitsch auf Abwegen - der Kärntner des Tages
  • Fußball: Hartberg beginnt mit dem Training

Hier finden Sie alle Neuigkeiten vom 21. April zum Nachlesen

18.56 Uhr. Der Zeitfahrweltmeister siegte bei der Renn-Premiere

Zeitfahr-Weltmeister Rohan Dennis hat die erste Etappe des "The Digital Swiss 5" gewonnen. Der Australier setzte sich beim digitalen Wettkampf auf der Trainingsrolle in den eigenen vier Wänden gegen 56 Konkurrenten durch. Der 29-Jährige drückte auf der Rolle um die sechs Watt pro Kilogramm und legte so virtuell die 26,6 km von Agarn im Rhonetal über 1192 Höhenmeter hoch nach Leukerbad in 53:07 Minuten zurück. Der Ire Nicolas Roche folgte mit 1:09 Minuten Rückstand, der Australier James Whelan kam mit 1:28 Rückstand auf Rang drei. Dennis, Zeitfahr-Weltmeister der Jahre 2018 und 2019, hatte bereits teamintern bei Ineos in ähnlichen Kräftemessen den stärksten Eindruck hinterlassen.

"The Digital Swiss 5" ist als temporärer Ersatz für Straßenrennen gedacht. Noch bis Sonntag messen sich die Profis in vier weiteren Etappen. Gesamtwertung gibt es keine, jedes Teilstück wird als Einzel-Event gewertet. Die Fahrer sind auf ihrer Rolle zu Hause digital miteinander verbunden. Sie sehen auf ihren Monitoren die Original-Streckenabschnitte gewisser Etappen der Tour de Suisse und in Echtzeit die Positionen ihrer Konkurrenten im Wettkampf. Dabei gibt das Programm den jeweiligen Widerstand auf die Pedale - angepasst an die echte Topografie der Strecke.

Zum Schmunzeln regten die Autos an, die durchs Feld fuhren. Um die Daten der Fahrer in ein Livebild zu übertragen, war die Strecke zuvor abgefahren und gefilmt worden.

18.25 Uhr. Zweitligist trainiert mit Skeleton-Ass

Etwas Abwechslung in den Trainingsalltag im "Homeoffice" hat es für die Zweitliga-Fußballer von Wacker Innsbruck gegeben. Per Videokonferenz absolvierten die Kicker gemeinsam mit dem Tiroler Skeleton-Ass Janine Flock ein virtuelles Training. "Für unsere Mannschaft war das Training eine willkommene Abwechslung", meinte Wacker-Coach Thomas Grumser.

Im Gegensatz zu den zwölf Bundesligisten bzw. Cupfinalist Austria Lustenau bleibt den Wacker-Profis das Training am Platz weiterhin versagt. "Gerade in dieser Zeit müssen wir oft erfinderisch werden", sagte Grumser nach dem rund einstündigen Rumpf-Workout, das Flock gemeinsam mit Freund und Coach Matthias Guggenberger zusammengestellt hatte.

Flock, mehrfache Europameisterin und Medaillengewinnerin bei Weltmeisterschaften, outete sich bei dieser Gelegenheit als Fußballfan. "Ich interessiere mich selbst für den Sport, somit war die Erfahrung einer gemeinsamen Trainingseinheit und die Gespräche im Nachgang sehr spannend", erzählte die 30-Jährige in einer Innsbruck-Aussendung.

16.59 Uhr. Aufweichung der Regeln in der Schweiz wie in Österreich ab Mai

Die Schweiz will im Sport erste Lockerungen der Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Anfang Mai ermöglichen. Dies stellte Bundesrätin Viola Amherd, Vorsteherin des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), in Aussicht.

Die große Bedeutung des Sports für die psychische und physische Gesundheit sei unbestritten, sagte Amherd. Das Bedürfnis nach einer raschen Umsetzung einer Exit-Strategie Sport sei sowohl in der Bevölkerung, als auch bei den Sportverbänden und Profiligen groß.

Es soll deshalb ermöglicht werden, dass Sportarten wie Tennis oder Golf, in denen Körperkontakte vermieden und die Hygienevorschriften sowie das Social Distancing eingehalten werden können, ab Anfang Mai wieder stattfinden können.

15.41 Uhr. Roger Federer setzt sich für gemeinsamen Weg ein

Roger Feder ist in der Corona-Krise sehr aktiv in den sozialen Medien und sorgt unter seinen Fans für Unterhaltung. Aber nicht mit Klamauk. Der Schweizer spendete bereits viel Geld und hat nun einen Zusammenschluss von Damen- und Herren-Tennis angeregt."Ich frage mich nur ... bin ich der einzige, der denkt, dass es jetzt an der Zeit ist, dass Männer- und Frauentennis vereint werden und zusammenkommen?"


Weiters twitterte er: "Ich spreche nicht von der Zusammenlegung der Wettbewerbe auf dem Platz, sondern von der Zusammenlegung der beiden Leitungsgremien (ATP und WTA), die die Profi-Touren von Männern und Frauen überwachen."

 

15.30 Uhr. Entscheidung in den Niederlanden ausständig

Nach der Entscheidung, die Fußball-Saison in den ersten beiden Ligen wegen der Coronavirus-Krise nicht zu Ende zu spielen, wird in den Niederlanden heftig über die Wertung der abgebrochenen Spielzeit diskutiert. Vor allem die Frage, wer zum Meister ernannt wird und ob es Auf- und Absteiger gibt, sorgt für Spekulationen.

Ajax Amsterdam und AZ Alkmaar liegen beide nach je 25 ausgetragenen Partien mit 56 Punkten an der Tabellenspitze. Ajax hat allerdings die um acht Treffer bessere Tordifferenz. Eigentlich müsste nun Ajax der Titel zugesprochen werden. Allerdings gibt es auch Stimmen, die das anders sehen, weil Alkmaar beide direkten Duelle gewonnen hat. Ob die Regeln für den Fall eines Abbruchs gültig sind, ist unklar.

Der Verband KNVB will am Freitag mit allen Beteiligten beraten, wie die Spielzeit gewertet wird. Dabei wird es neben der Meisterfrage vor allem auch darum gehen, ob die Liga auf 20 Teams aufgestockt wird oder es nach aktuellem Tabellenstand Auf- und Absteiger gibt. Die beiden Spitzenteams der Zweiten Liga, Cambuur Leeuwarden und De Graafschap, gehen fest von einem Aufstieg aus.

Unklar ist auch, wie die Zeit bis zum Start der neuen Saison überbrückt werden soll. Viele Clubs stehen vor finanziellen Problemen, weshalb mit den Profis über einen Gehaltsverzicht gesprochen werden soll. Auch, ob und wie weiter trainiert werden soll, stellt die Vereine vor Probleme. Laut der Tageszeitung "De Volkskrant" soll die Spielzeit 2020/21 erst am 1. Oktober beginnen. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hatte am Dienstag Großveranstaltungen wie den Profi-Fußball bis zum 1. September verboten.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte vor der Entscheidung in den Niederlanden mitgeteilt, dass Richtlinien erarbeitet werden, um in "speziellen Fällen" bei Saisonabbrüchen in den nationalen Ligen unter anderem die Frage nach den Europacup-Teilnehmern zu klären. Damit dürfen die Clubs der Eredivisie darauf hoffen, auch kommende Saison international dabei zu sein.

12.23 Uhr: Wenig Zustimmung der 42 spanischen Topklubs

Die spanischen Fußball-Profis haben Bedenken bezüglich einer möglichen Rückkehr in den Trainingsbetrieb angemeldet. Die Kapitäne aller 42 Clubs in den beiden höchsten Spielklassen hätten am Dienstag ein Video-Meeting abgehalten, berichtete die Spielvereinigung AFE. Der Vorschlag von La Liga, mit geschlossenen Trainingscamps zu starten, stieß dabei auf wenig Zustimmung.

Laut Spaniens Ligachef Javier Tebas würden die Clubs rund eine Milliarde Euro verlieren, wenn die Saison nicht zu Ende gespielt wird. Bisher ist aber noch kein Datum für die Rückkehr ins Training fixiert. Spanien ist besonders stark vom Coronavirus betroffen. Mehr als 200.000 Infizierte sind die meisten in Europa. Mehr als 21.000 Menschen sind mit oder an einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Die Liga hat für den Wiederbeginn eine Kasernierung der Spieler in den Trainingszentren angedacht, die etwa Barcelonas Sergio Busquets ablehnt. Die Spieler würden laut einem AFE-Sprecher planen, das Sport- und das Gesundheitsministerium zu informieren. "Sie haben größte Bedenken wegen der Situation, in der die Gesellschaft im Moment steckt, und besonders wegen der Gesundheitsbedingungen, die sie selbst vorfinden, wenn sie zur normalen Aktivität zurückkehren."

11.35 Uhr: Jährlich kamen 350.000 Fans nach Aachen

Das CHIO in Aachen fällt in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Ursprünglich sollte das bedeutendste Reitturnier der Welt vom 29. Mai bis zum 7. Juni stattfinden. Wegen der Corona-Krise war die Veranstaltung zunächst auf einen unbestimmten Termin verlegt worden. Am Mittwoch erklärten die Organisatoren die endgültige Absage des Turnierklassikers.

"Die Gesundheit der Menschen steht über allem", sagte Frank Kemperman, der Vorstandsvorsitzende des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), in einer Mitteilung. Die Veranstalter begründeten die Entscheidung mit "nationalen und internationalen Entwicklungen sowie der von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen". So sind in Deutschland unter anderen vorerst bis zum 31. August Großveranstaltungen untersagt.

Es ist die erste Absage des Turniers nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach Angaben der Veranstalter kommen jährlich an zehn Tagen etwa 350.000 Besucher nach Aachen.

8.18 Uhr: Olympia: Corona-Fall im Organisationskomitee

Ein Mitarbeiter des japanischen Organisationskomitees für die Olympischen Spiele im nächsten Jahr ist positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. Das teilte die Organisation am Mittwoch mit. Der Mann in seinen 30ern ist am Hauptsitz des Komitees in Tokio beschäftigt und befinde sich jetzt zu Hause in Quarantäne.

Man habe herausgefunden, wer mit dem Patienten engen Kontakt hatte. Die Betroffenen würden ab sofort zu Hause bleiben. Das Stockwerk, auf dem der Mann gearbeitet habe, werde abgesperrt und desinfiziert.

Seit die japanische Regierung am 7. April für Tokio und sechs andere Provinzen den Notstand ausgerufen hatte, arbeiten die Mitarbeiter der Olympia-Organisatoren prinzipiell von zu Hause aus. Der inzwischen für das ganze Land geltende Notstand bedeutet jedoch keinen Lockdown. Japan zählt inzwischen mehr als 12.200 Infektionsfälle und 296 Tote. Die Olympischen Sommerspiele, die heuer in Japan hätte stattfinden sollen, wurde wegen der Corona-Pandemie auf das nächste Jahr verschoben.

8.15 Uhr: Eishockey-Kollege Lukaschenkos an Covid-19 erkrankt

Kämpferisch hat sich Weißrusslands Staatschef Alexander Lukaschenko Ende März in Eishockey-Montur gezeigt. Wintersport sei das beste Mittel im Kampf gegen das Coronavirus, meinte Lukaschenko damals launig. Am Dienstag erklärte sein Büro, dass ein Spieler seines Amateurteams an Covid-19 erkrankt sei und im Spital liege.

Lukaschenko sei nicht in Isolation, er arbeite normal weiter, teilte eine Sprecherin der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti mit. Sein nun erkrankter Teamkollege wollte den positiven Coronatest - zumindest medial - nicht eingestehen. "Ich habe das Coronavirus nicht. Es ist nur eine leichte Erkältung", sagte er gegenüber lokalen Medien.

Der als letzter Diktator Europas titulierte Staatschef warnte immer wieder vor überzogener "Corona-Panik" und dass der wirtschaftliche Schaden durch den Lockdown überall größer sein werde als die Virus-Gefahr. Eine mögliche Ansteckung redete er klein: "Hier gibt es keinerlei Viren. Ich sehe nicht herumfliegen", sagte er nach einem absolvierten Show-Eishockeymatch. In Weißrussland gibt es 6.723 bestätigte Coronavirus-Fälle, 55 sind an oder mit Covid-19 gestorben.

8.13 Uhr: Profifußball muss bis 1. September pausieren

In den Niederlanden wird es bis zum 1. September keine Spiele im Profifußball mehr geben. Damit ist die Saison vorzeitig beendet. Das kündigte Premier Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag an. Alle genehmigungspflichtigen Veranstaltungen seien bis zum 1. September verboten, das gelte auch für Fußballspiele ohne Publikum. "Kein Profifußball bis zum 1. September", sagte der Premier.

Zunächst galt das Verbot bis zum 1. Juni. Der niederländische Fußballverband KNVB wollte ursprünglich danach die restlichen Runden ohne Publikum austragen. In der "Eredivisie" müssten eigentlich noch acht Runden gespielt werden. Spitzenclubs wie Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven oder AZ Alkmaar hatten aber dafür plädiert, die Saison vorher zu beenden. Nach dem aktuellen Stand führt Ajax die Tabelle an, gefolgt vom punktgleichen AZ Alkmaar.

05.50 Uhr. Hartberg nimmt Training wieder auf

Mit dem TSV Hartberg nimmt heute ein weiterer Fußball-Bundesligist in Kleingruppen den Trainingsbetrieb wieder auf. Die wegen des Coronavirus  durchgeführten PCR-Tests seien bei allen Spielern und Betreuern negativ gewesen, gab der Klub bekannt. Die Ergebnisse der ebenfalls durchgeführten Antikörpertests seien noch ausständig.

Laut Hartberg-Angaben sind alle Kaderspieler beim Trainingsstart mit an Bord. Der Auftakt wird gemäß des Erlasses des Gesundheitsministeriums in Gruppen zu je sechs Spielern durchgeführt. Profis und Betreuer werden auch in Hartberg nur für die Dauer der Übungseinheit auf den Trainingsplätzen sein und das Areal anschließend umgehend verlassen. Medienaktivitäten sind nicht möglich.

Hier: Die ersten Bilder vom Sturm-Training

Sollte der Spielbetrieb in der Bundesliga wieder aufgenommen werden, würden die Hartberger als Tabellensechster in der Meistergruppe der Top sechs weiterspielen. Neben den Steirern nehmen am Mittwoch unter anderem auch die Wiener Austria und Schlusslicht SKN St. Pölten das Training wieder auf. Die Topclubs LASK, Salzburg, Rapid Wien und Sturm Graz haben den Auftakt allesamt bereits hinter sich.

05.45 Uhr. Ein Radprofi auf Abwegen

Stephan Rabitsch gewann im Vorjahr die Bundesliga der Radfahrer. Aktuell sind alles Rennen abgesagt und bis Ende August wird es in Österreich auch keine geben. Der gebürtige Kärntner trainiert weiter und hat eine neue Leidenschaft entdeckt. Wie es auf der Straße ist, erzählt er in der Kleinen Zeitung.

05.30 Uhr. Christoph Neuhold ist Meister

Die obersten zwei deutschen Handballligen wurden nach einer Abstimmung unter den Top-Klubs abgebrochen und der THW Kiel wurde zum Meister ernannt. Festgelegt wurde auch, dass die 1. und 2. Liga aufgestockt werden. Einen ganz großen Grund zur Freude hatte auch ein Steirer: Christoph Neuhold wurde in der zweiten Liga Meister. Lesen Sie hier mehr dazu.

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