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Ironman-AnalyseDer Ironman wird sicher nicht einfacher

Der Ironman Austria hat einen neuen Radteil. Die 90 Kilometer haben es aber in sich. Die Kleine Zeitung hat sich die Schleifen genau angeschaut.

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© (c) Markus Traussnig (Markus Traussnig)
 

Ein „Lutscher“ muss nicht zwingend Naschwerk sein. Als selbigen bezeichnet man im Rad- und Triathlonsport jene Teilnehmer, die sich in den Windschatten begeben und Energie sparen. Beim Ironman ist das Rollen im Windschatten – es kann eine Kraftersparnis von 30 Prozent einbringen – nicht nur verpönt, es ist verboten. Zehn Meter Abstand müssen die Athleten halten; wer beim „Lutschen“ erwischt wird, erhält eine Zeitstrafe.

Der Ironman Austria wird mit 4000 Teilnehmern zum größten der Welt und da braucht es auch auf der Radstrecke Platz. Nicht nur darum haben die Veranstalter der Radstrecke eine neue erste Hälfte verpasst. Statt zwei Mal über das Südufer, Faak und den Rupertiberg zu brettern, geht es zuerst in den Norden. „Das gibt es in ganz Europa nur bei uns, dass eine Runde über 180 Kilometer gefahren wird“, sagt Renndirektor Patrick Schörkmayer, ein ehemaliger „Echter“ (Er war Berufsradfahrer und fuhr drei Mal die Ö-Tour). Durch die Änderung soll das Feld auseinandergezogen werden und es kommt nicht mehr zu Überrundungen. Pakete von einigen Fahrern sollen der Vergangenheit angehören. Wir haben uns die Strecke einmal angesehen...

Hallegger Teiche. Der Beginn ist landschaftlich fein, aber unrhythmisch. Aber wofür gibt es eine Schaltung? Ruhe bewahren und nicht „überpacen“. Nach dem Schloss folgt eine scharfe Rechtskurve, in der vor allem bei Regen Obacht geboten ist. Dann wird es (endlich) flach.
Schnellstraße. Aerodynamische Position einnehmen und konstant treten – flach und schnell geht es auf der S 37 nach St. Veit, wenn der Wind aus Süden kommt. Sonst wird es extrem hart.

Fazit

Schneller und einfacher wird das Rennen durch die neue Radstrecke wohl nicht. Es wird wichtig sein, den Rhythmus in den welligen Passagen zu halten und in den schmierigen Anstiegen die Ruhe zu bewahren. Die Abfahrten sind knackig und daher profitieren die Athleten von den erarbeiteten Höhenmetern nicht so lange wie auf der zweiten Hälfte. Das größte Fragezeichen wird sein: Was macht der Wind?


Kraig. Der erste Anstieg des Rennens ist frisch asphaltiert und rollt fein und ist auf dem großen Kettenblatt fahrbar. Auf der (schlagigen) Abfahrt nach St. Veit kann die 80-km/h-Marke fallen. Die Strecke führt über den gepflasterten Hauptplatz (Labe) aus der Stadt hinaus.

St. Veit–Feldkirchen. Treten, ruhig bleiben und das über 20 Kilometer. Es „schmiert“ leicht hinauf nach Feldkirchen. Hier muss fast immer gearbeitet werden, um den Schnitt hoch zu halten. Auch hier heißt es: In den Wellen nicht übertreiben.

Feldkirchen. Nach dem Ort (Labe) folgt eine kurze Rampe – gut für die Zuseher, schlecht für die Waden. Wer hier zu hart fährt, wird es bald büßen, denn es steigt weiter an.

Moosburg. Die einzige lange Abfahrt (5 km) endet jäh in einem Kreisverkehr, dann geht es wieder hinauf. Die „Ehrenrunde“ bei Moosburg hat ein, zwei knifflige Stellen.

Krumpendorf. Steil und kurvig – die Abfahrt nach Krumpendorf ist mit Vorsicht zu genießen. Am Ende geht es links auf die Hauptstraße und zurück in Richtung Klagenfurt und auf die zweiten 90 Kilometer.

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