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Tennis in KärntenIn der Elite spielen nur die KLC-Damen

Heute treten die neuen Corona-Lockerungen in Kraft. Im Tennis bereiten sich die Teams auf die Meisterschaft vor. KLC spielt erstklassig, St. Andrä in der 2. Bundesliga und Stefan Koubek bei Fresach.

TENNIS - Austrian Pro Series
© GEPA pictures
 

Ein großer Coup ist dem österreichischen Tennisverband bereits am 20. Mai geglückt. Hatte sich die Bundesregierung bis dahin noch klar gegen die Austragung von Doppelspielen ausgesprochen, stellte der ÖTV einen Antrag auf Erlaubnis von „Tennis zu viert“ unter Einhaltung des vorgegebenen Zweimeterabstandes. Dieser wurde zur Freude der über 170.000 Mitglieder zählenden heimischen Tennisfamilie auch sofort durchgewunken.

Neun Tage später ist der Begriff „Tennis zu viert“ bereits Geschichte, darf doch ab heute auch wieder „gedoppelt“ und der Zweimeterabstand dabei „ausnahmsweise und kurzzeitig“ unterschritten werden. Ebenfalls ab heute erlaubt: Das Öffnen der Tennishallen und Vereinsräumlichkeiten inklusive Duschen sowie Restaurants bzw. Kantinen. Auch das Verweilen auf der Anlage gab es grünes Licht. Bis 30. Juni sind maximal 100 Zuseher erlaubt, ab 1. Juli bis zu 500. Der Mindestabstand von einem Meter ist dabei einzuhalten.

Damit steht auch einem reibungslosen Ablauf der Mannschaftsmeisterschaften nichts mehr im Weg. Während die 2. Bundesliga bereits am 6. Juni startet, geht es in der 1. Bundesliga am 26. Juli los. In den Bundesländern erfolgt der Startschuss zu unterschiedlichen Terminen, in Kärnten gibt’s den ersten Aufschlag in der allgemeinen Klasse am 8. Juni, die Landesliga legt am 13. Juni los.

Erstmals seit 2015 wird mit den KLC-Damen wieder ein Kärntner Team in der höchsten rot-weiß-roten Spielklasse angreifen. Insgesamt sind 31 Mannschaften am Start, sieben weniger als 2019. Die Klagenfurterinnen mit den heimischen Talenten Elena Karner und Nina Plihal treffen in ihrer Bundesliga-Gruppe A auf Weigelsdorf, Klosterneuburger TV, Steyr sowie Wörgl. „Wir wollten unbedingt unseren jungen talentierten Mädels eine Chance geben, Erfahrung auf hohem Niveau zu sammeln“, meint Kapitän Josko Skugor.

Ebenfalls österreichweit im Einsatz sind die TC St. Andrä-Damen in der 2. Bundesliga mit Mannschaftsführerin Julia Adlbrecht: „Ein Platz wurde aufgrund der Abmeldungen frei. Wir haben beschlossen, es zu versuchen. Körperlich sind wir fit, um mit den Jungen mitzuhalten.“ Zum Auftakt wartet der Grazer Park Club.

Zufrieden zeigt sich KTV-Präsident Hugo Fürstler mit den jüngsten Entwicklungen und Lockerungsmaßnahmen im Tennis. Auch für den semi-professionellen Bereich. Obwohl die Nennfrist bis 25. Mai verlängert worden ist, blieb eine große Rückzugs-Welle aus. „95 Prozent der Mannschaften sind dabei. Insgesamt werden 900 Teams in den Meisterschaftsbetrieb eingreifen.“ In der Landesliga A musste mit der Sportunion Klagenfurt ein Traditionsverein seine Teilnahme zurückziehen. Sektionsleiter Markus Polessnig begründet: „Wir hatten heuer ohnehin nur einen dünnen Kader. Und durch die Verzögerung von eineinhalb Monaten kommt es bei unseren Spielern zu Terminkollisionen.“ Einen Zwangsabstieg befürchtet Polessnig aber nicht. „Wir werden dann aufgrund der Spielstärke neu eingestuft.“

Als Titelfavoriten in der Landesliga gelten KLC (Damen) sowie Fresach (Herren), die neben Philipp Petzschner (D) und Bastian Trinker sogar Davis Cup-Kapitän Stefan Koubek verpflichten konnten.

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