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Davis CupÖsterreich hält in Finnland nach Tag eins ein 1:1

Dominic Thiem holte in Espoo erwartungsgemäß den ersten Punkt für Österreich, doch musste sich anschließend Sebastian Ofner glatt geschlagen geben. Am Samstag folgen noch ein Doppel und zwei Einzel.

TENNIS - Davis Cup, FIN vs AUT
Dominic Thiem © GEPA pictures
 

Nicht wie erhofft nur einen Punkt, sondern zwei Zähler braucht Österreichs Davis-Cup-Team am zweiten Tag des Auswärtsspiels gegen Finnland noch. Nach einem 6:3,6:4-Auftaktsieg von Dominic Thiem über Patrik Niklas-Salminen unterlag am Freitagabend in Espoo unweit von Helsinki der Steirer Sebastian Ofner der finnischen Nummer eins, Emil Ruusuvuori, nach 85 Minuten glatt mit 3:6,4:6.

"Gut war, dass Dominic gewonnen hat. Bei mir war es ein toughes Match, weil Emil spielt wirklich gut im Moment", sagte Ofner, der aber selbst auch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. "Für mich war es keine einfache Situation, weil ich konnte von Montag bis Donnerstag nicht trainieren, weil ich ziemliche Rückenprobleme gehabt habe. Und dann ist Dennis auch noch krank geworden", verriet der 23-jährige Steirer. Erst am Donnerstagabend konnte Ofner noch eine Einheit auf dem Platz absolvieren.

TENNIS - Davis Cup, FIN vs AUT
Sebastian Ofner Foto © GEPA pictures

Der erst 20-jährige Ruusuvuori, der in diesem Jahr nach drei Challenger-Siegen im Ranking auf Platz 163 geklettert ist, war im zweiten Einzel für den drei Jahre älteren Ofner zu stark. Nach nur 32 Minuten und Breaks zum 2:0 und 5:1 hatte der Hausherr schnell die Weichen zum Ausgleich für die Finnen gestellt.

Auch im zweiten Durchgang musste Ofner, der anstelle des über Nacht an einer fiebrigen Erkältung erkrankten Dennis Novak eingesprungen war, zum 1:2 rasch sein Service abgeben. Lediglich beim Finalisieren des Sieges hatte Ruusuvuori Schwierigkeiten: Erst mit dem sechsten Matchball stellte er aber den verdienten Erfolg sicher. "Ich habe alles gegeben und versucht, aber ich war leider zu fehleranfällig", sagte Ofner, der im Match "minimale" Schmerzen gehabt habe.

Damit kann am Samstag (13.00 Uhr/live DAZN) frühestens Thiem in seinem zweiten Einzel im Duell der Nummern eins beider Länder für die Entscheidung sorgen. Zuvor müssten allerdings Oliver Marach/Jürgen Melzer das Doppel gewinnen. Ob der angeschlagene Novak am Samstag spielen kann, blieb vorerst offen.

Davis-Cup-Kapitän Stefan Koubek war mit dem Zwischenstand zufrieden. "Das 1:1 ist voll in Ordnung. Dominic hat im ersten Match eine solide Leistung gebracht. Er hat sicherlich nicht 100 Prozent gespielt, allerdings war das die erste Partie nach einer längeren Pause, dafür hat er sehr gut gespielt", konstatierte der Kärntner. "Beim Ofi (Ofner, Anm.) war es halt so, dass er ein bisschen einen Trainingsrückstand in der Woche hatte. Dann kam die unerwartete Krankheit vom Dennis, die plötzlich nach der Auslosung da war. Er hat mit dem jungen Finnen einen Gegner gehabt, der mit sehr viel Selbstvertrauen aufgetreten ist."

Wer am Samstag das eventuell noch nötige zweite Einzel bestreiten wird, blieb offen. Auch Novak könnte noch fit werden. "Die Chance besteht, es geht ihm heute schon viel besser. Aber man muss die kommende Nacht abwarten. Jetzt müssen wir vorher ein Doppel und noch ein Einzel spielen." Im Optimalfall ist der Länderkampf dann zugunsten Österreichs entschieden.

Rostiger Thiem

Thiem hatte zuvor seinen "Rost" nach einer Viruserkrankung und wochenlanger Pause ablegen müssen. Der Weltranglisten-Fünfte besiegte den im Ranking nur auf Platz 551 liegenden Niklas-Salminen nach 1:36 Stunden mit 6:3,6:4. "Das Spiel war so, wie ich es erwartet habe. Er hat sehr gut serviert und ich habe im zweiten Satz einige Chancen vergeben. Ich hatte auch noch Schwierigkeiten mit dem Timing. Ich habe lange kein Match gespielt, es war mein erstes Indoor-Match seit Monaten", meinte Thiem noch auf dem Platz zu seiner auch etwas durchwachsenen Leistung.

Seinen bisher letzten Wettkampf-Auftritt hatte Thiem in der ersten US-Open-Runde in New York absolviert und verloren. "Die US Open zähle ich nicht wirklich als Match, ich war da überhaupt nicht gesund. Mein letztes, richtiges Match war in Montreal", erklärte Thiem. Doch jeder Sieg helfe ihm nun, das Timing wiederzufinden. Sein Wunsch, dass sein zweites Einzel nur noch Trainingscharakter haben würde, wurde allerdings nicht erfüllt.

Breakbälle abgewehrt

Der zweifache French-Open-Finalist hatte nach einem frühen Break zum 2:0 Satz eins sicher nach 33 Minuten für sich entschieden. Im zweiten steigerte sich der sehr gut aufschlagenden Niklas-Salminen aber, während Thiem auch einige für ihn untypische Fehler beging. Bei 2:3 und auch 3:4 musste er gar mehrere Breakbälle gegen sich abwehren, ehe ihm bei 4:4 das entscheidende Break gelang. Mit dem zweiten Matchball fixierte Thiem in seinem siebenten Länderkampf seinen insgesamt zehnten Sieg (nun 9:3-Siege im Einzel und 1:2 im Doppel).

Der Sieger der Begegnung spielt Anfang März 2020 in der Qualifikationsrunde um einen Platz beim großen Finalturnier in Madrid.

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