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Tennis

Jetzt hat Mira Antonitsch ihrem Vater etwas voraus

Mira Antonitsch (16) holte sich mit einem 6:2, 7:5-Erfolg über Panna Udvardy (HUN) den Sieg beim Panaceo-ITF-Junior-Cup in Villach.

Mira Antonitsch feierte beim Panaceo ITF-Junior-Cup in Villach ihren zweiten Turniersieg auf der ITF-Tour © KK
 

Etwas Druck war schon zu spüren, denn zahlreiche Augen blickten in Villach beim Panaceo Junior-ITF-Cup, einem Turnier der zweithöchsten Kategorie im ITF-Cup, auf sie. Mira Antonitsch, die Tochter des ehemaligen Tennisprofis Alexander Antonitsch, zeigte ihren Gegnerinnen auf den VAS-Plätzen in St. Martin so richtig wo es lang geht. Ohne Satzverlust spielte sich die erst 16-Jährige ins Endspiel und präsentierte sich die gesamte Woche über von ihrer besten Seite. „Die ersten zwei Runden liefen noch nicht ganz nach Wunsch, aber danach habe ich mein bestes Tennis ausgepackt. Auch in der Rangliste wird es weiter nach vorne gehen.“

Im Finale traf Antonitsch auf die ungesetzte Ungarin Panna Udvardy, die in ihren Partien zuvor um einiges mehr zu kämpfen hatte. Schon zu Beginn des Matches wirkte die Lokalmatadorin sehr fokussiert, spielte aggressiv und variantenreiches Tennis. Satz eins ging mit 6:2 an die Wienerin mit Kärntner Wurzeln: „Es war enger als es aussah, Die Games waren extrem umkämpft.“ Im zweiten Durchgang ging die Schülerin schnell mit 5:2 in Führung. Alles sah nach einem klaren Erfolg aus. Doch vor 350 begeisterten Zusehern wurde die 16-Jährige etwas nervös und vergab mehrere Matchbälle. Aber der Durchhänger hielt nicht lange an und Antonitsch durfte über ihren zweiten ITF-Titel jubeln. „Es hat Spaß gemacht hier zu spielen und vor so einem Publikum zu gewinnen ist einfach Wahnsinn.“

Papa Alexander Antonitsch, der vor 32 Jahren das Finale gegen Boris Becker verlor, war mit der Leistung seiner Tochter mehr als zufrieden: “Das Turnier war einfach unglaublich. Jetzt hat sie mir etwas voraus und das ist auch gut so.“ Von der Stimmung her war der Turnierleiter der „Generali Open“ in Kitzbühel überrascht. „Ich war wirklich paff, die Tribüne war voll.“

Am 16. Mai wird es für den passionierten Eishockey-Fan wieder ernst. Antonitsch, die im Ausbildungsteam der Generali-Young-Ladies vertreten ist, erhielt für das internationale WTA-Turnier in Nürnberg (GER) eine Wildcard für die Qualifikation. „Ich gehe ohne Erwartungen in dieses Turnier, aber wenn ich meine Form so halten kann, dann könnte viel dabei herausschauen.“

DENISE MARYODNIG

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