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Dominic Thiem: Der Star von morgen

Dominic Thiem spielt in Indian Wells groß auf und trifft in Runde drei auf Julien Benneteau. Ab Montag ist der 20-Jährige wieder der jüngste Top-100-Spieler.

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Na gut, wenn man es genau nimmt, dann stimmt die Behauptung, dass Dominic Thiem der jüngste Spieler in den Top 100 der Tennis-Weltrangliste ist, nicht ganz. Denn der Niederösterreicher findet sich aktuell auf Position 101 wieder. Aber: Am 17. Februar 2014 stand der Lichtenwörther bereits auf Platz 99 - und da war er mit seinen 20 Jahren (geboren am 3. September 1993) tatsächlich der Jüngste. Weil er um 55 Tage weniger auf dem Buckel hat, als der Tscheche Jiri Vesely (die ATP-Nr. 77 erblickte am 10. Juli 1993 das Licht der Welt).

Und: Mit dem sensationellen 7:6, 6:2 über den Franzosen Gilles Simon (ATP-Nr. 23) in der zweiten Runde des Masters-Turniers von Indian Wells wird Thiem nächste Woche vom Computer zumindest als Nummer 86 ausgespuckt - und dann ist er definitiv der jüngste Top-100-Akteur. So weit, so gut.

Dieses Pochen auf Thiems Alter soll aber nur unterstreichen, über welch' außergewöhnliches Talent Österreichs Tennis verfügt. Das weiß auch die Vereinigung der Tennisspieler (ATP), die der rot-weiß-roten Zukunftsaktie unter der Rubrik "Stars von morgen" einen Artikel gewidmet hat. Und darin wird auch ausführlich Thiems Werdegang gezeichnet.

Dass sein Vater Wolfgang in Günter Bresniks Tennis-Akademie eine Anstellung fand und dem Ex-Becker- und Skoff-Coach seinen elfjährigen Sohn Dominic vorstellte. Zwei Jahre später war Bresnik Thiems Headcoach. Er stellte die Rückhand auf einhändig um und impfte dem Buben einen aggressiven Spielstil ein. Nach Wachstumsproblemen und vielen Krankheiten fiel Thiem der Umstieg ins Herren-Tennis anfangs schwer, schaffte ihn schließlich aber auch dank seines extravaganten Konditions-Schinders Sepp Resnik.

Thiems Saisonziel lautet, sich in der Elite zu etablieren, um sich die Qualifikationsmühlen zu ersparen. In Indian Wells hat er nun einen Riesenschritt in diese Richtung getan. Und da Drittrunden-Gegner Julien Benneteau kein Unschlagbarer ist, könnte die wunderbare Reise in Kalifornien sogar noch weitergehen.

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