Rabitsch nach Rad-EM"Das war eines meiner härtesten Rennen"

Der Kärntner Radprofi Stephan Rabitsch (27) verriet wie kräftezehrend die Straßen-Rad-EM in Schottland war. "Am Ende bekam ich Krämpfe."

Stephan Rabitsch (l.) und Teamkollege Matthias Krizek fast nicht mehr zu erkennen © Privat
 

Wenn ein Bild mehr sagt als 1000 Worte, dann kann man den Radspezialisten nur Respekt zollen. „Ich hab’ so viel Dreck abbekommen, dass ich aus meiner Kleidung eine Sandburg hätte bauen können“, verriet Stephan Rabitsch (Team Felbermayr Simplon Wels) nach dem kräftezehrenden Straßen-Europameisterschaft-Rennen über 230 Kilometer im schottischen Glasgow, mit einem Schmunzeln. 16 Runden waren auf dem technisch anspruchsvollen 14,4 Kilometer langen Stadtkurs mit Steigungen von bis zu acht Prozent zu absolvieren.

„Es war richtig zach und chaotisch, garantiert eines meiner härtesten Rennen überhaupt. Die vielen Kurven, die rutschige Straße und das fast über sechs Stunden, ich war echt am Limit. Ich bin froh, dass ich sturzfrei ins Ziel gekommen bin, andere hat es richtig erwischt“, erzählt der 27-Jährige, der am Ende Krämpfe bekam und als 44. mit knapp über vier Minuten Rückstand auf den italienischen Triumphator Matteo Trentin, finishte. „Vier Kilometer vor dem Ziel wollten meine Füße aufgrund der Kälte einfach nicht mehr so, wie ich. Das ist mir dann auch letztendlich etwas zum Verhängnis geworden.“

Teamkollege Matthias Krizek kam inmitten der Spitzengruppe zu Sturz, fuhr dennoch als 24. über die Ziellinie. „Ihm geht’s auch halbwegs, aber eines wissen wir, jetzt werden die Füße hochgelegt.“ Am Montag geht’s für das österreichische Duo wieder zurück in die Heimat, wo es zumindest etwas wärmer ist . . .

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