Lagger bei U20-WMWM-Hoffnungen ruhen einmal mehr auf Kärntens Jungstar

Kärntens Siebenkämpferin Sarah Lagger ist bereit für ihren Saisonhöhepunkt in Finnland. Bei der U20-WM in Tampere geht die 18-jährige Rothenthurnerin ab heute auf Medaillenjagd.

Sie hält Kärntens Fahnen bei der U20-WM hoch: Siebenkämpferin Sarah Lagger hat eine Medaille im Visier © GEPA; Privat
 

Rekorde und persönliche Bestleistungen sind ganz nach dem Geschmack von Siebenkämpferin Sarah Lagger. So soll auch bei der U20-WM im finnischen Tampere die 6000-Punkte-Marke problemlos überschritten werden. 6156 lautet ihre derzeitige Bestmarke – aufgestellt 2018 beim Leichtathletik-Mehrkampfmeeting in Götzis.

Ziel ist ganz klar eine Medaille, aber es wird keineswegs einfach, denn es sind vier Mädels auf der Meldeliste, die alle die 6000 Punkte geknackt haben. Ich glaube, dass alle davon noch Luft nach oben haben und ich denke, dass die Tagesverfassung eine ganz bedeutende Rolle spielen wird.

Vom hohen Norden zeigt sich Lagger überaus begeistert. „Die Bedingungen sind perfekt, es ist nicht zu heiß, aber sonnig. Unser Hotel, das drei Kilometer von der Arena entfernt ist, ist inmitten eines Waldes, direkt am See, wirklich schön. Wir konnten am Montag auch schon das Wettkampfstadion besichtigen. Einem coolen, spannenden Wettkampf steht nichts im Weg“, geht die 18-Jährige, die sich in St. Moritz den letzten Feinschliff holen konnte, mit Selbstvertrauen in die WM.

Die Ausnahmeathletin kennt zudem ihren vielleicht entscheidenden Vorteil. Lagger hat in keiner Disziplin eine richtige Schwachstelle.

Ich bin überall relativ ausgeglichen, nur bei den Hürden muss ich im Augenblick etwas zulegen. Bei uns ist es so, dass es nicht in jeder Disziplin jedes Jahr gleich gut läuft. Schwierig zu erklären, aber man darf nie den Fokus verlieren. Du kannst auch im Training nur zwei Disziplinen trainieren, denn das würde der Kopf sonst nicht durchstehen. Aber so wird es einem nie langweilig.

Apropos nie langweilig. Nach der WM ist sozusagen vor einem Kurzurlaub sowie der EM in Berlin (Mitte August), für die sich der Schützling von Georg Werthner sensationell qualifizieren konnte. „Meine Eltern kommen zur U20-WM und danach werden wir in Finnland ein paar Campingtage einlegen, bevor ich mich intensiv und mit Vollgas auf die Europameisterschaft in der Allgemeinen Klasse vorbereiten werde. Das kann ich auch kaum abwarten.“

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