VolleyballDer UVC Graz serviert in eine fordernde Saison

Am Donnerstag starten die Herren des UVC Graz in die internationale Saison. Der Meister empfängt Waldviertel im Sportpark (19 Uhr).

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VOLLEYBALL - Volley League men, Graz vs Aich/ Dob
Johannes Kratz und die Grazer legen am Donnerstag international los © GEPA pictures
 

Es kommt einiges auf die Herren des UVC Graz zu. Der Meister wird in der mitteleuropäischen Liga (MEVZA), der Champions League und in der heimischen Meisterschaft servieren – im Cup ist man mit einem 3:0 über die HIB gestartet. Heute betreten die Grazer die internationale Bühne mit dem MEVZA-Spiel gegen Waldviertel im Sportpark (19 Uhr). "Wir haben zwar noch Arbeit vor uns, aber die Mannschaft entwickelt sich sehr gut", sagt Trainer Robert Koch. Wiewohl das Programm monströs anmutet, beschwichtigt Manager Frederick Laure. "Es geht eigentlich gemütlich los", sagt er und lächelt, "aber aus diesem Grund haben wir unseren Kader auch auf 16 Spieler erhöht."

Insgesamt vier neue und ein Heimkehrer (Lukas Kühl) tummeln sich im Kader und bei den "Alten" wurde auch ein wenig nachgebessert. "Wir haben den Spielern Profiverträge angeboten – das mussten wir machen", sagt Laure. Das G’riss um die Meisterlichen war enorm. Spieler wie Johannes Kratz oder Lorenz Koraimann blieben trotz einiger Offerten, auch aus dem Ausland, dem UVC treu. Mit den neuen Verträgen gaben die Spieler, die zum Gros keine Vollprofis sind, aber auch ein Versprechen ab: Der Sport kommt an erster Stelle – früher erhielt gelegentlich eine Vorlesung den Vorzug.

UVC Herren

Ligen: MEVZA, Champions Legaue,
Austrian Volley Legaue (ab Toprunde mit Aich/Dob und den besten drei Teams des Grunddurchgangs), Cup (2. Runde gegen Ried).
Kader: Marcell Mikulass-Koch, Cameron Keen*, Michael Ladner*, Lukas Scheucher
Julian Zagar, Johannes Kratz, Sergej
Drobnic*, Kemal Imsirovic, David Reiter,
Sebastian Sablatnig*, Lukas Kühl, Lorenz
Koraimann, Jakob Katzbeck, Niklas Steiner, Julian Zehner, Liam Ochaya.
*neu
Trainer: Robert Koch.

Neben Graz, Aich/Dob und Waldviertel spielen Zagreb (CRO), Maribor, Kamnik, Ljubljana (alle SLO) sowie Myjava und Bratislava (beide SVK) in der MEVZA. Für Graz ist es das zweite Jahr in dieser Liga. "Der Einstieg war hart mit den Niederlagen", sagt Laure. Die Stimmung hat etwas gelitten, die Erfahrung ist gestiegen. "Die Spieler mussten lernen, sich von Niederlagen nicht niedermachen zu lassen." Mit diesen Lehren gingen die Grazer im Vorjahr auch in die zweite Phase der Bundesliga – auch heuer steigen Aich/Dob und Graz erst in der Toprunde ein – und sie machten sich bezahlt. Der erste Titel war der Lohn. "Die Mannschaft hat aus der MEVZA gelernt und dann in der Liga super gespielt. Die Stimmung aus dieser Phase haben wir auch mitgenommen."
In der Champions League geht es am Mittwoch los. Da steht das Auswärtsspiel bei Rieker UJS Komárno auf dem Programm (Eurosport, live, 20 Uhr) und die Slowaken können auf einen großen Schatz an Routine zurückgreifen. Sollte in den ersten zwei Runden der Champions League Endstation sein, geht es für die Grazer im CEV Cup weiter. Ein Geldsegen ist so oder so nicht zu erwarten.

"Es ist leider nicht so wie im Fußball", sagt Laure und lacht. "Sportlich, organisatorisch und finanziell wird die Saison sicher fordernd, aber es bringt uns in der Entwicklung sehr viel weiter. Wir haben aber treue Sponsoren, die nachgelegt haben." Dennoch sei man noch von Förderungen und Unterstützungen abhängig.
Die Mehrfachbelastung wird sich auch auf den Kilometerstand der Kleinbusse auswirken. "Wie viele Kilometer es sein werden, kann ich nicht sagen", erklärt Laure, "aber Graz liegt sehr zentral und in der Bundesliga müssten wir auch zum Beispiel nach Innsbruck."

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