RaketenrucksackDieser Mann ist ganz schön abgehoben

Als fliegender „JetPack-Man“ sorgt der Australier David Mayman nicht nur bei der MotoGP für Aufsehen. Er ist überzeugt: Die Zukunft des Fliegens ist elektrisch.

Schon bei der Formel1 begeisterte der "JetPack-Mann" das Publikum © Richard Purgstaller
 

Beim Formel 1-Grand Prix in Spielberg vor wenigen Wochen war er neben Max Verstappen der unumstrittene Star – auch, wenn kaum jemand seinen Namen kennt: Kurz vor Start des „Großen Preis von Österreich“ hob der Australier David Mayman mit seinem selbst kreierten Raketenrucksack ab und drehte elegant eine Runde über dem Red-Bull-Ring. Die Szenen erinnerten an einen James Bond-Film, Fotos und Videos des spektakulären Fluges wurden hundertfach in sozialen Netzwerken geteilt. Jetzt ist der „Rocket Man“, wie er von Fans genannt wird, zurück im Murtal. „Es ist ein unglaubliches Gefühl, vor so vielen Leuten zu fliegen“, sagt Mayman, der bereits die Freiheitsstatue in New York umrundete. Mit seinem raketenbetriebenen Rucksack „JB 11“ fliegt der Erfinder Samstag und Sonntag in den Pausen zwischen den Rennen. Der 48 Kilogramm schwere Rucksack ist eine Entwicklung von David Maymans Firma „Jetpack Aviation“, die sich mit der Zukunft der Luftfahrt beschäftigt. Das düsengetriebene, auf dem Rücken montierte Fluggerät kann bis zu 300 km/h schnell fliegen.

 

Der "Rocket Man" mit seinem Rucksack Foto © (c) © Richard Purgstaller

"Heute ist es aber nicht mehr so gefährlich wie zu unseren Anfängen“, schmunzelt Mayman. „Wir haben aktuell sechs Jet-Motoren, drei auf jeder Seite. Früher waren es insgesamt zwei – wenn da einer ausgefallen ist, hatte man ein Problem.“ Gesteuert wird das futuristische Fluggerät mit den Händen, laut dem Piloten ähnlich wie ein Motorrad. Ein Computer sorgt für die Balance während des Fluges. 15 Minuten dauert ein solcher maximal, abhängig vom Gewicht des Piloten.

Mit dem Go-Kart durch die Luft

Über den Red-Bull-Ring fliegt Mayman mit rund 120 Kilometern pro Stunde. Der Wert des Raketenrucksackes beträgt etwa 400.000 Euro. „Wir verkaufen nicht an Private, aber an Regierungen“, erklärt der Australier. Die „JetPacks“ werden etwa bei medizinischen Notfällen eingesetzt. „Man ist wesentlich schneller als mit einem Hubschrauber.“ Für den Visionär ist die Zukunft der privaten Luftfahrt in greifbarer Nähe: „Es wird elektrische Fluggeräte geben, ähnlich einem kleinen Go-Kart. Man sitzt drinnen, drückt auf den Zielort und los geht es.“ Das Problem sei (noch) die Leistungsfähigkeit der Batterien.

Stunts liegen ihm im Blut

Mit gefährlichen Stunts unterhält auch er am Wochenende das Publikum: Red Bull-Stuntfahrer Arunas „Aras“ Gibiea aus Litauen ist bekannt für seine halsbrecherischen Aktionen auf dem Motorrad. Seit seinem 16. Lebensjahr trainiert der heute 28-Jährige. „Es sieht gefährlicher aus als es ist“, beruhigt Gibiea. „Der Red-Bull-Ring ist für mich wie eine zweite Heimat. Die Stimmung, die Fans, es ist so toll hier.“

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.