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Formel 1 in SpaLewis Hamilton mit Rundenrekord zur Pole in Spa - Ohrfeige für Ferrari

Lewis Hamilton fuhr in Spa zum 93. Mal auf die Pole Position. Mit beeindruckendem Rundenrekord. Die Krise von Ferrari nimmt indes kein Ende, im Gegenteil: In Spa schrammte man zwar knapp am Tiefpunkt des Ausscheidens in Q1 vorbei, mehr als Startplatz 14 und 15 war aber für die Scuderia nicht zu holen. Ein Armutszeugnis.

Lewis Hamilton fuhr fehlerlos zur 93. Pole Position © AFP
 

In Spa ist wohl zum letzten Mal in der Formel 1 der "Party-Mode" im Qualifying erlaubt - und was war es für eine Party für Lewis Hamilton. Der Brite  drehte die Leistung bei seinem Mercedes voll auf, fuhr in 1:41,252 neuen, unglaublich guten Streckenrekord auf der Rennstrecke in den Ardennen und geht am Sonntag zum 93. Mal von der Pole Position aus in den GP von Belgien. In der ersten Reihe steht Teamkollege Valtteri Bottas, der sich um eine Hundertstelsekunde vor Max Verstappen im Red Bull auf Platz zwei rettete. Der Rückstand betrug aber schon eine halbe Sekunde.

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Die Pole widmete Hamilton dem verstorbenen Chadwick Boseman - der Schauspieler, als Darsteller des "Black Panther" bekannt geworden, war nach einem Krebsleiden erlegen. "This is for Chadwick", funkte er in die Box und meinte dann. "Wir haben viel gearbeitet, dazu die Nachricht von Chads Tod. Ich tu mir schwer, mich zu fokussieren. Aber ich schaffe es, wir zeigen, was möglich ist."

Ferrari weiter tief in der Krise

Weiter tief in der Krise steckt Ferrari  - und zwar an jenem Ort, an dem man im Vorjahr noch so stark gewesen war, in allen Trainings Bestzeit gefahren war und auch den Rennsieg durch Charles Leclerc eingefahren hatte. Dieses Jahr aber ist alles anders: Vor dem Start des Qualifyings musste man befürchten, dass man historisch nicht einmal ein Auto in Q2 bringen würde, das geschah bisher erst zweimal, da aber in heftigem Regen. In Spa aber fuhr man auf der Geraden hinterher, weil zu wenig Power da war, in den Kurven verlor man die Zeit, weil man zu wenig Flügel fahren musste, damit Abtrieb fehlte.

Den Worst Case konnten Sebastian Vettel und Leclerc gerade noch abwehren, um Haaresbreite schaffte man es unter die besten 15 - und dort war dann für die einst bärenstarken Ferraris, die in diesem Jahr motorisch weit hinterherhinken, Schluss: Mehr als die Plätze 13 (Leclerc) und 14 war nicht drinnen, einzig George Russell war im Williams langsamer. Seit sechs Jahren war damit erstmals wieder  kein Ferrari in den Top zehn im Qualifikationstraining und nicht in den ersten fünf Startreihen am Sonntag. Und, um die Unterlegenheit der Italiener zu unterstreichen: Alle vier Autos mit Ferrari Kundenmotor waren schon in Q1 ausgeschieden ...

Vettel war sichtlich angefressen: "Die Frage, warum wir langsam sind, ist nicht neu. Wir haben keine neuen Teile am Auto, weil so einfach ist das nicht. Wir haben getüftelt am Auto, auch wenn nicht viel dabei rausgekommen ist." 

Kommentare (2)

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scionescio
4
6
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Wie gut der Mercedes und der RB sind, kann man an Bottas und Albon ablesen...

Lewis und Max sind in einer eigenen Liga.

berggrazer
4
5
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hinkt...

bei VER vs ALB stimme ich zu. Klarer roter Faden durch die Saison. Aber BOT zeigt doch immer wieder auf, dass er nicht ganz soweit weg ist. Ja, dann gibts natürlich wieder HAM-Sternstunden wie heute, da würd aber jeder andere Fahrer des 21.Jhdt (inkl Schumacher) alt ausschauen.