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Pro und KontraFormel-1-Auftakt in der Coronakrise: Marketing-Coup oder Provokation?

Anfang Juli werden wahrscheinlich zwei Formel-1-GP in Spielberg stattfinden. Zwar unter Ausschluss der Fans, aber es kommen 1500 Mitarbeiter der Teams aus mehreren Ländern. Sinnvoll oder verantwortungslos?

FORMEL 1-GP VON �STERREICH: VERSTAPPEN
© APA/ERWIN SCHERIAU
 

Pro von Michael Ranzmaier-Hausleitner

Der Saisonstart der Formel 1 auf dem Red-Bull-Ring ist ein unglaublich starkes Signal für die Region und natürlich für die Steiermark, in einer vom Coronavirus dominierten Zeit, die uns in den vergangenen Wochen alle Veranstaltungen, Familientreffen und Zusammenkünfte unmöglich gemacht und die Wirtschaft stark getroffen hat.
Doch der Saisonstart auf dem Red-Bull-Ring ist mehr als nur eine Großveranstaltung, es ist ein Zeichen, dass wieder Leben zurückkehrt. Bei den Menschen und Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren nicht zuletzt durch die Rennstrecke eine Aufbruchstimmung breitgemacht, die es in dieser Form kaum woanders gab. Zahlreiche Betriebe haben begonnen zu investieren und auch ihre Existenzen neu ausgerichtet. Gerade für diese ist die Formel 1, wenn auch nur in Form von Geisterrennen, ein Hoffnungsschimmer und ein erster Schritt zurück in die Normalität.
Außerdem ist der Werbewert durch die ersten Rennen der Saison unglaublich – nicht nur für die Rennstrecke und die Region, sondern für ganz Österreich. Man darf eines nicht vergessen: Es gibt seit Wochen rund um den Globus kaum Sportveranstaltungen, die ganze Welt wird nach Spielberg schauen. Der Formel-1-Auftakt ist auch ein Beweis, wie gut sich die Situation in Österreich entwickelt hat und wie professionell in diesem Land gearbeitet wird.
Die Formel 1 kommt ohne Publikum, aber sie gewährleistet durch ihren Tross zumindest eine Minimalauslastung und kann so die Grundkosten von manchen Betrieben abdecken, die durch die Krise über Wochen einen Totalausfall hatten. Wir sind als Touristiker ganz besonders stolz darauf, mit dem Projekt Spielberg einen starken Partner zu haben, der in der Lage ist, ein Event dieser Größenordnung unter den momentanen Bedingungen auf die Beine stellen zu können.
Für uns ist der Ring das Herz der Region – so wie die Skilifte für die Wintersportregionen, davon profitieren nicht nur die Beherberger und Gastronomen, sondern durch die große Wertschöpfung alle Betriebe, vom Blumenhändler bis zur Reinigung.
Wir sind überzeugt, dass die Risiken im Rahmen dieser Veranstaltung mit den ausländischen Teams weitaus geringer sind als die Grenzöffnungen, die derzeit stattfinden. Wenn es jemand schafft, ein für die Menschen in der Region und alle Teilnehmer sicheres Ereignis auf die Beine zu stellen, dann ist es der auf höchste Professionalität ausgerichtete Formel-1-Zirkus gemeinsam mit dem Projekt Spielberg.

Kommentare (16)

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Musicjunkie
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Corona Krise hin oder her.

🤑🤑🤑
Money, it's a crime
Share it fairly but don't take a slice of my pie
Money, so they say
Is the root of all evil today
But if you ask for a raise it's no surprise that they're
Giving none away, away, away
🤑🤑🤑

heri13
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Was wird das Theater ,den Bürger kosten.

Soll doch der Marko den unnötigen Haufen bezahlen.

ludovikahof
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Nein!

Coronakrise und vor allem die Klimakrise sollten es doch allen eindeutig klar machen:
Nein!!

hfg
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Mich interessiert die Formel 1 überhaupt nicht!

Aber wenn auf der ganzen Welt praktisch alles stillsteht und man hat die Chance so eine publikumswirksame Veranstaltung die weltweit erwähnt wird durchzuführen, dann gibt’s wohl keine vernünftigen Einwände das nicht zu machen. Voraussetzung ist natürlich die Einhaltung eines guten Sicherheitskonzeptes und bestimmter Auflagen. Mit und nach Corona muß wieder alles hochgefahren werden, wenn sich Österreich dabei weltweit als Vorzeigeland präsentieren kann, muß man das unbedingt machen. Diese nachhaltige Wertschöpfung und Webung ist unbezahlbar und darf nicht durch lokale, kleinkarierte Interessensvertreter zunichte gemacht werden.

ma12
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HaHa

Die Rennen der letzten Jahre waren NUR MEHR LANGWEILIG. Diese Computerfahrer sollen sich einmal in ein Rallyauto setzen und zeigen ob sie Mumm haben.

Patriot
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@hfg: Mich und viele Milliarden andere Menschen interessiert die Formel 1 auch 0 (in Worten : null)

.

Patriot
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Der Herr Neunteufel hat zu 100% recht!

Da sperren wir uns über Wochen ein und dann kommen mehr als 1000 Leute aus den verschiedensten Ländern und schleppen das Virus womöglich bei uns wieder ein.
Das wollen wir nicht, das brauchen wir nicht!!!

Miraculix11
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Frage an @ Patriot

"Da kommen mehr als 1000 Leute und schleppen das Virus ein." Wenn das so ist was schlägst Du dann für die Millionen Touristen vor? Auch nicht reinlassen?

Patriot
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@Miraculix11: Richtig! Solange es keine Impfung oder ein Medikament dagegen gibt: nicht reinlassen!!!

.

fon2024
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andaman

Patriot und die Urlauber dürfen dann von überall herein,ihr seid schon ein witziger Haufen.

Patriot
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@von2024: Mit "witziger Haufen" meinen Sie wohl die Bundesregierung und die Tourismusbranche. !

Da haben Sie vollkommen Recht.

wiesengasse10
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Liebe KLZ da habt ihr diesmal danebengegriffen !

Wer bitte ist Hr. Neunteufel ? Ihm themenbezogene Kompetenz nachzuweisen ist wohl misslungen...siehe "wer sind die Autoren". Und einleitend entlarvt er sich auch gleich, indem er den Rennsport als "Relikt des vorigen Jahrtausends" bezeichnet. Hintergründlich ist das Thema jedoch "Großveranstaltung zu Corona-Zeiten". Natürlich ist zuzugestehen, dass selbstverständlich auch seine subjektive Meinung zu akzeptieren ist, na klar, wir haben ja freie Meinungsäußerung. Mit danebengegriffen meine ich etwas anderes: eigentlich ist dies ein klassischer Leserbrief, dort würde er hingehören, als pro- und contra-Beitrag ist das einfach zu billig und dünn.

wkarne2
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Warum nicht?

Die Zahlen sinken, und wir wollen ein Stück Unterhalt zurück. Auch wenn keine Zuschauer dabei sein können.

notokey
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Altes Gesetz:

"Wer zahlt schafft an!"

VH7F
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Pro

Auch wenn heuer keine Fans kommen gibt es gleich doppelt so viel Werbung für Österreich und positive Corona-Entwicklung im Land. Die Teams werden alles daran setzen, dass nichts passiert.

sunny1981
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Pro

Genau, ein durch den Virus zerstörter Fremdenverkehr braucht eine massive Werbung um in Zukunft zu überleben, der Bekanntheitsgrad von Österreich wird dadurch enorm positiv in der ganzen Welt verbreitet.