Kärntner TennisprofiDer erste Future-Turniersieg ist für Lukas Krainer fällig

Kärntens Tennisprofi Lukas Krainer hat sein Verletzungspech hinter sich gelassen. In der aktuellen Live-Weltrangliste erscheint der 20-Jährige erstmals unter den Top 750.

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Der Klagenfurter Lukas Krainer präsentiert sich auf der Future-Tour in einer starken Form
Der Klagenfurter Lukas Krainer präsentiert sich auf der Future-Tour in einer starken Form © GEPA pictures
 

Vor fünf Jahren trug sich Lukas Krainer in die Siegerliste des prestigeträchtigen U16-Tennisturniers, dem „Europe Junior Masters“, in Reggio Calabria, ein – wie einst Superstar Rafael Nadal. In den letzten Jahren hatte der Klagenfurter mit Verletzungspech (Einriss der Patellasehne, Handgelenksverletzung sowie ein langwieriger Infekt) zu kämpfen. „Oft habe ich nicht gewusst, wie mein Körper auf diese ganzen Strapazen reagiert.“ Wenn es wieder bergauf ging, musste der 2,02-Meter-Riese permanent den nächsten Rückschlag hinnehmen. Heuer startet die Aufschlaggranate durch.

Bei einer Future-Serie in Ägypten setzte der 20-Jährige mit einem Finaleinzug ein erstes Ausrufezeichen. Vergangene Woche dasselbe Spiel: Der Kärntner musste sich beim 15.000-Dollar-Turnier in Bad Waltersdorf sowohl im Einzel als auch Doppel erst im Endspiel geschlagen geben. „Zuletzt lief es richtig gut. Ich konnte meine Leistung abrufen“, erzählt Krainer, der ein aggressives oder wie er es nennt „gefährliches“ Spiel bevorzugt.

Deutlicher Zweisatz-Sieg trotz Kaltstarts

Der aktuelle Lauf des Megatalents, der 2017 in die Tennis-Akademie von Ex-Daviscup-Spieler Gilbert Schaller wechselte, ging in Bad Waltersdorf erfolgreich weiter. Beim Zweisatzerfolg (6:3, 6:4) zum Auftakt über Landsmann Hans Peter Kaufmann erwischte er allerdings einen Kaltstart. „Es stand gleich mal 0:3, doch danach bin ich gut reingekommen. Ich bin durch, das ist das Wichtigste.“

Nach diesem Sieg knackte er in der Live-Weltrangliste (sie wird nach jedem Match online aktualisiert) erstmals die Top 750. Die Tendenz zeigt steil nach oben. „Ein Future-Turniersieg wäre bald fällig. Die letzten Wochen waren enorm anstrengend, ist klar, wenn man immer bis zum Turnierende dabei ist. Mein Fuß macht mir derzeit etwas zu schaffen. Mal sehen, wie es sich entwickelt.“ In der Runde der letzten 16 wartet der Slowene Tomás Lipovsek Puches auf den Klagenfurter.

Es heißt Zähne zusammenbeißen, denn in der kommenden Woche geht ein 100.000-Dollar-Challengerturnier in Tulln in Szene. Nach seiner starken Saisonperformance darf Krainer auf eine Wildcard hoffen.

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