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1:3 gegen Liefering"Was wir abgeliefert haben war viel zu wenig"

Austria Klagenfurt verlor auswärts gegen starke Lieferinger mit 1:3. Ein bitterer Rückschlag, sechs Punkte fehlen auf Ried.

Präsentierte sich stark: Lieferings Karim Adeyemi
Präsentierte sich stark: Lieferings Karim Adeyemi © GEPA
 

"Wir wollen mit drei Punkten nach Waidmannsdorf zurückkehren.“ So lautete die Kampfansage von Austria-Trainer Robert Micheu. Doch nur in der ersten Hälfte konnten die Violetten den „Jung-Bullen“ aus Liefering Paroli bieten. Die ganz großen Chancen blieben in der Red-Bull-Arena allerdings auf beiden Seiten aus. Die Kooperationsmannschaft von Red Bull Salzburg präsentierte sich nach Wiederanpfiff zweifellos abgeklärter, abgebrühter. Jungstar Karim Adeyemi, definitiv der Mann des Spiels, nahm Fahrt auf und ließ sein großes Potenzial aufblitzen. Der neunfache Saisontorschütze war es auch, der den Torbann brach und die Gastgeber sehenswert mit 1:0 in Führung brachte. Die Kärntner ließen zwar nichts unversucht, schienen aber stets einen Schritt hinterher. „Uns hat in absolut jeder Hinsicht der letzte Nachdruck gefehlt. Das müssen wir uns wirklich vorwerfen, diese Tatsache ärgert mich auch am meisten“, war Micheu von schönreden weit entfernt.

In der 64. Minute ließ der Feldkirchner den ersten Wechsel vollziehen: Benjamin Hadzic sollte für frischen Schwung sorgen und auch Kapitän Sandro Zakany bekam seine Chance. Doch die Lieferinger setzten zu jedem Zeitpunkt eine Schippe drauf und so kam es wie es kamen musste: Csaba Bukta netzte nach Pass von Adeyemi zum 2:0 ein. Und das sollte es aus der Sicht der “Jung-Bullen“ noch nicht gewesen sein. Junior Adamu erhöhte verdient auf 3:0.

Nur mehr Ergebniskosmetik

Die Klagenfurter ließen die Köpfe keineswegs hängen und so gelang Okan Aydin der erste Treffer für die Austria. Ergebniskosmetik, denn mehr war leider nicht mehr drinnen. So verabschiedete sich der Tabellenzweite mit einer 1:3-Niederlage aus Liefering. Völlig unnötig war allerdings die Aktion am Ende der Begegnung von Kosmas Gzekos, der bereits gelb am Konto hatte. Der Grieche sah nach einem übertriebenen Rempler Gelb-Rot.

Sowohl die Auswärtsniederlage als auch der Ausfall des Griechen im kommenden Heimspiel gegen Dornbirn müssen die Violetten nun einmal verkraften. Der Abstand auf Tabellenführer Ried ist nach 18. gespielten Runden auf sechs Punkte angewachsen. Die Kärntner haben im Titelkampf Federn gelassen. In den letzten drei Matches konnten sie lediglich einen Punkt einfahren.

Von ein paar Spielern muss mehr kommen, das war nicht der Fall. So richtig zufrieden war ich mit niemanden“, resümiert Micheu, der im selben Atemzug erwähnt, „dass wir endlich wieder Fußball spielen müssen. Das war wir abgeliefert haben war viel zu wenig“.

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