EM-Qualifikation

Historische Chance für ÖFB-Damen

Österreichs Frauen-Nationalteam will heute in Wales die erste EM-Teilnahme fixieren. Der ÖFB-Teamchef setzt auf fünf Steirerinnen.

Carina Wenninger, Sophie Maierhofer, Barbara Dunst, Sarah Puntigam und Viktoria Schnaderbeck (von links)
Carina Wenninger, Sophie Maierhofer, Barbara Dunst, Sarah Puntigam und Viktoria Schnaderbeck (von links) © kk
 

Geschichte kann heute geschrieben werden. Sollte Österreichs Fußball-Frauen-Nationalteam beim letzten Qualifikationsspiel in Wales (19 Uhr) zumindest ein Remis erreichen, würde dies die erste Europameisterschafts-Teilnahme (2017 in den Niederlanden) bedeuten. Unabhängig vom Ergebnis steht die ÖFB-Auswahl zumindest schon im Play-off. „Die Mannschaft hat sich das verdient. Wir haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren nur ein Spiel verloren“, sagt Teamchef Dominik Thalhammer, bevor er ein Versprechen abgibt. „Wir werden bei dieser EM dabei sein.“

Der 45-Jährige setzt in seinem 19er-Kader auf Spielerinnen aus sechs Bundesländern. Die Steiermark stellt mit einem Quintett das Gros. Thalhammer über . . .
. . . Viktoria Schnaderbeck: Unsere Kapitänin ist Stammspielerin bei den Bayern und sehr professionell. Sie hält das Spiel in der Defensive zusammen und ist fußballerisch nicht wegzudenken.
. . . Carina Wenninger: Sie bringt in der Innenverteidigung an der Seite von Viktoria immer hervorragende Leistungen im Nationalteam, obwohl sie bei den Bayern nicht so oft spielt. Carinas Charakter ist einfach top.
. . . Sarah Puntigam: Sarah zählt taktisch zu den besten Spielerinnen. Sie ist sehr flexibel einsetzbar. Ob im zentralen Mittelfeld, als linke Außenverteidigerin oder wie im Verein als Innenverteidigerin – sie spielt überall stark.
. . . Sophie Maierhofer: Sophie wird von vielen unterschätzt, weil sie unauffällig agiert. Auf sie ist aber immer Verlass. Sie interpretiert die Außenverteidiger-Position extrem klug.
. . . Barbara Dunst: Ihr gehört die Zukunft im zentralen, offensiven Mittelfeld. Barbara hat sehr viel Potenzial, das es zu entwickeln gilt. Noch fehlt die Effektivität im letzten Drittel.

Warum ausgerechnet aus der Steiermark so viele Teamspielerinnen kommen, versucht Schnaderbeck zu erklären: „Das spricht für den steirischen Verband und die Vereine, weil im Nachwuchs sehr gut gearbeitet wird. Bei mir war damals das Landesausbildungszentrum enorm wichtig. Wir haben alle lange bei den Burschen gespielt, das ist ein wichtiger Faktor.“

Schnaderbeck führt heute ihre Mannschaft wie gewohnt als Kapitänin auf das Feld, obwohl die 25-jährige Südoststeirerin zuletzt Probleme mit einer Magen-Darm-Erkrankung hatte. „Bei den Bayern ist ein Virus umgegangen. Der hat nicht nur Philipp Lahm, Thomas Müller und David Alaba erwischt, sondern auch mich und einige andere.“

Nach der heutigen Partie soll nur noch ein Virus umgehen – das EM-Virus nämlich.

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