Im zweiten Mannschaftstraining des österreichischen Fußball-Nationalteams gab es die erste große Schrecksekunde. Julian Baumgartlinger rutschte kurz vor einem möglichen Torabschluss weg und griff sich auf sein linkes Knie.

Der ÖFB-Teamkapitän blieb kurz liegen, konnte kurze Zeit später zwar wieder gehen, musste das Training aber dennoch vorzeitig abbrechen und ging mit Therapeut Chris Ogris zu einer Behandlung. Nach rund 20 Minuten kam Baumgartlinger auf den Platz zurück und absolvierte eine lockere Laufeinheit.

Eine genaue Diagnose ist noch nicht bekannt. Baumgartlinger kehrte aber erst vor Kurzem von einer Kreuzbandverletzung zurück. Der 33-Jährige verletzte sich im Jänner und feierte nur 119 Tage später sein Comeback in der deutschen Bundesliga. Der Salzburger setzte sich zum großen Ziel, seine zweite EM-Endrunde nach 2016 unbedingt aktiv miterleben zu können.

Jetzt ist die Sorge groß, dass es nicht klappen könnte. Es wäre ein riesiger Rückschlag für das Nationalteam, das Herzstück zu verlieren.

ÖFB-Teamchef Franco Foda sagte im Anschluss an das Training: "Wir müssen jetzt die genaue Diagnose abwarten. Hoffentlich ist es nichts Schlimmes und Julian kann wieder ganz normal in das Training am Sonntag einsteigen."

Laut ÖFB-Pressechefin Iris Stöckelmayr gibt es bei Baumgartlinger keinen ganz großen Grund zur Sorge. Es soll sich um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt haben.