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StatistikLettland bereitete Österreich in EM-Quali schon einmal Probleme

Bereits einmal wurde Lettland auf dem Weg zu einer Europameisterschafts-Endrunde zum Stolperstein für den ÖFB. Heute hat die Foda-Elf die Chance auf den sechsten Sieg im achten Aufeinandertreffen.

Franco Foda
Können Franco Foda und sein Team heute den erwarteten Sieg einfahren? © (c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER)
 

Wenn Schiedsrichter Robert Hennessy heute (20.45 Uhr) in Wals-Siezenheim zum Anstoß pfeift, wird der Ire das achte Kräftemessen der beiden Nationen Österreich und Lettland eröffnen. Es ist eine Paarung ohne großer Historie und vor allem ohne vielen Zusehern – mit 15.000 im Vorverkauf abgesetzten Karten hat die fünfte EM-Qualifikationspartie Österreichs Potential, das meistbesuchte Aufeinandertreffen in der Geschichte der beiden Länder zu werden.

Das erste davon datiert aus einer Zeit vor der Annektion Lettlands an die Sowjetunion: In der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1938 besiegte das Österreichische Nationalteam die Letten im Ernst-Happel-Stadion mit 2:1. Die heimische Auswahl qualifizierte sich letztendlich für die Hauptrunde, die mit 16 Mannschaften über die Bühne gehen sollte. Nach dem Anschluss an das Deutsche Reich blieb der Platz der Österreicher aber unbesetzt und so spielten nur 15 Nationen um den Titel.

Auf den nächsten Vergleich mit dem baltischen Staat, dessen Flagge vor allem beim heimischen, sportbegeisterten Fernsehpublikum oft für kurzzeitige Verwirrung sorgt, musste der ÖFB ganze 58 Jahre warten. Im mittlerweile abgerissenen Lehener Stadion hatten Toni Polster und der aktuelle israelische Teamchef Andreas Herzog mit je einem Doppelpack keine Mühe und deklassierten die Balten in der EM-Qualifikation mit 5:0.

Niederlage kostete Österreich EM-Teilnahme 1996

Im Rückspiel, das im August 1995 ausgetragen wurde, mussten sich die Österreicher jedoch zum ersten Mal gegen die Letten geschlagen geben. Tore von Toni Polster und Dieter Ramusch reichten bei der 3:2-Niederlage nicht. Nachdem die Gastgeber bereits ein 2:0 aus der Hand gegeben hatten, gelang ihnen erst in der 89. Minute der Siegtreffer – ein Tor, das dem ÖFB letzten Endes die Teilnahme an der Endrunde gekostet hat.

Nur ein Jahr später kam es in der Qualifikation zur WM zum Wiedersehen und zur Chance auf Revanche. Das Team von Herbert Prohaska nutzte diese vor der bis heute bestehenden Rekordkulisse von nur 15.700 Zusehern und siegte durch abermalige Treffer von Polster und Herzog mit 2:1. Diesmal gaben sich die Rot-Weiß-Roten (die unsrigen, wohlgemerkt) auch im Rückspiel keine Blöße und gewannen auswärts souverän mit 3:1. Österreich wurde mit 25 von 30 Punkten Gruppenerster und qualifizierte sich direkt für die Weltmeisterschaft in Frankreich. Es sollte die bis dato letzte Teilnahme Österreichs werden.

Zudem war dies die letzte Pflichtspielbegegnung der beiden Mannschaften. 2005 führte Teamchef Hans Krankl den ÖFB zu einem Nationenturnier auf Zypern und wurde Zeuge einer 5:3-Niederlage nach Elfmeterschießen. Die zweite und – aus österreichischer Sicht – hoffentlich bis zum Ende der aktuellen EM-Qualifikation auch letze. Einmal durfte das Nationalteam gegen die Letten aber noch ran: In der Grazer Merkur Arena, die 2011 noch nach Sponsor UPC benannt war, mühte sich die Elf von Dietmar Constantini zu einem 3:1-Testspielerfolg. Rapid-Abwehrspieler Christopher Dibon glich in seinem ersten und letzten Länderspiel spät zum 1:1 aus, ehe Martin Harnik mit einem Doppelpack den Heimsieg bescherte.

Aktuell liegt Österreich mit sechs Zählern aus vier Spielen zwei Punkte hinter Israel, die bereits eine Partie mehr bestritten haben, auf dem dritten Rang. Lettland hingegen blieb in seinen bisherigen vier Spielen noch punktelos und muss seit Juni letzten Jahres auf den ersten vollen Erfolg seit zwölf Partien warten.

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