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Kärntner Fußball"Wir wollen die Meisterschaft am 20. März beginnen"

Kärntens Fußball-Präsident Klaus Mitterdorfer verrät das Startdatum für die Frühjahrsmeisterschaft, kritisiert die Bundesregierung, erklärt, warum Kärnten in Österreich führend ist und warum er noch nicht über eine Kandidatur für den ÖFB-Präsident spricht.

KFV-Präsident Klaus Mitterdorfer kann gut mit ÖFB-Präsident Leo Windtner und Landeshauptmann Peter Kaiser © (c) LPD Kärnten/Höher
 

Die Fußball-Meisterschaft in Kärnten ist unterbrochen, nicht einmal Trainingseinheiten im Freien sind möglich. Rechnen Sie mit baldigen Änderungen dieser Situation?
KLAUS MITTERDORFER: Ich rechne damit, dass wir ab 18. Jänner auf die Fußballplätze zurückkehren können. Natürlich unter Einhaltung aller Corona-Regeln wie im Frühjahr, als wir in Kleingruppen, mit nötigem Abstand und allen hygienischen Vorgaben trainieren durften.
Gauben Sie wirklich, dass die Regierung das ab 18. Jänner erlaubt?
Wenn ich ab diesem Zeitpunkt - mit einem negativen Test - wieder in Gasthäuser gehen darf, muss Sport im Freien erst recht möglich sein. Die Bundesregierung muss langsam dazu übergehen, die Regeln viele differenzierter aufzustellen. Wir haben seit dem Frühjahr die nötigen Konzepte, um das Fußballgeschehen langsam wieder hochfahren zu können.
Sie waren im Sommer jener Landespräsident, der frühzeitig den Start der Meisterschaft mit 1. August verkündet hat. Steht auch jetzt für Sie ein Termin für den Start im Land schon fest?
Wir planen den Beginn der Punktejagd für alle Klassen mit 16 Klubs am 20. März. Der Rest soll am 27. März beginnen. Wenn du keine Termine festsetzt, dann wird es für die Vereine schwierig. Mit so einem Termin kannst du außerdem auch Druck erzeugen.
Nun gelten die Schnelltests als eine Waffe gegen das Corona-Virus. Ist angedacht im heimischen Kick die vorzuschreiben?
Darüber zu reden ist noch zu früh, weil noch niemand genau weiß, was ab 15. Jänner passiert. Eines ist aber klar - Tests und Impfung werden auch den Amateursport in allen Bereichen betreffen.
In Kärnten wurden von der Landesliga abwärts bis zu den 2. Klassen über 90 Prozent der Spiele absolviert. Kennen Sie die Zahlen der anderen Bundesländer?
Nicht genau. Ich weiß nur - wir haben österreichweit mit Abstand die meisten Spiele im Erwachsenen- und Nachwuchsbereich ausgetragen. Wir liegen bei 87 Prozent aller geplanten Partien. In Österreich kommt an diese Zahl kein Landesverband auch nur annähernd heran.
Das heißt, gäbe es kein Spiel mehr im Frühjahr, gibt es in Kärnten Auf- und Absteiger?
Richtig, ich rechne aber mit einer Meisterschaft im Frühjahr.
Können Sie einen kurzen Überblick geben, wie es den Vereinen wirtschaftlich geht?
Die letzten zehn Monate waren sehr herausfordern, aber die Klubs sind halbwegs gut durchgetaucht. Wenn es aber weitere Maßnahmen geben sollte, wird es problematisch.
Am 17. Oktober wird in Kärnten der neue ÖFB-Präsident gewählt. Können Sie sich eine Kandidatur vorstellen?
Das kann ich derzeit weder ausschließen, noch ein Antreten bestätigen. Wenn Leo Windtner sich im Februar entscheidet, nochmals zu kandidieren, werde ich sicher kein Gegenspieler sein. Sollte Windtner aber nicht mehr antreten, ist die Sache eine andere, werden die Karten neu gemischt. Ich sage aber ganz klar - mein Herz und meine Leidenschaft gehören klar dem Kärntner Fußball.

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