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Abschlussspiel für WAC-Cheftrainer"Manche Dinge kann man nicht beeinflussen"

Robert Ibertsberger hat den WAC in den letzten Wochen auf Vordermann gebracht. Dennoch bestreitet er heute sein letztes Spiel als Cheftrainer.

Robert Ibertsberger © GEPA pictures
 

Robert Ibertsberger, heute werden nicht nur einige WAC-Spieler in der Lavanttalarena verabschiedet, auch für Sie ist das letzte Saisonspiel gegen Rapid Wien die letzte Partie als WAC-Cheftrainer.
ROBERT IBERTSBERGER: Ja, das ist vollkommen richtig. Es ist ganz klar etwas Wehmut dabei, aber eben auch schon länger keine Überraschung mehr, dass das Spiel gegen Rapid mein letztes sein wird. Trotz der Wehmut ist in erster Linie ein gewisser Stolz dabei, dass es in den letzten Wochen echt gut für uns gelaufen ist und wir im letzten Viertel durchaus positiv unterwegs waren. Ich hoffe, dass ich dem ein oder anderen Spieler helfen konnte, dass sein Vertrag verlängert wurde oder er bei einem anderen Klub eine neue Chance bekommt, was vielleicht davor nicht so der Fall gewesen ist.

Der Klassenerhalt war zweifelsohne der wichtigste Schritt und keiner weiß, was passiert wäre, wenn wir das letzte direkte Duell gegen St. Pölten nicht gewonnen hätten. Auch das macht mich extrem stolz, dass wir es sehr souverän erledigt und so eine tolle Serie hingelegt haben.

Wann war klar, dass Sie nicht Cheftrainer bleiben?
Mitte März kam ja das Aus für Heimo Pfeifenberger und Anfang April war es für mich schon sehr naheliegend, dass sie nicht weiter mit mir planen.

Vielleicht eine zu voreilige Entscheidung, wenn man das so formulieren darf?
Vielleicht, aber das kann einzig und allein nur der Vorstand beantworten. Ich hab’ darauf geschaut, dass ich meinen Job bestmöglich erledige, manche andere Dinge kann man nicht beeinflussen. Ich habe halt keine wirkliche Chance bekommen, wenn ich ganz ehrlich bin.

Welche positiven Aspekte nehmen Sie mit?
Dass wir es trotz einer Negativspirale geschafft haben, wieder herauszukommen und den positiven Weg, den wir eingeschlagen haben, nicht mehr verlassen haben. Unser Begleiter war heuer oft, dass wir nach starken Spielen schnell nachgelassen haben und dass ist uns zum Schluss hin nicht mehr passiert, sondern wir haben tolle Spiele abgeliefert.

Und mir war als Trainer wichtig zu sehen, dass ich ein Team, dass ich in einer schwierigen Phase übernommen habe, wieder in die Spur bringen konnte. Und ich hoffe, dass das auch andere Vereine gesehen haben, dass hier Qualität vorhanden ist.

Wie geht es mit Ihnen weiter?
Es gab schon Anfragen und Interesse, aber nur ein direktes Gespräch mit einem Klub. Ich denke, dass das erst so richtig losgehen wird. Möglich ist von der Bundesliga bis zur zweiten Liga alles, ob als Cheftrainer oder Co., kommt auch immer darauf an, wie ernst es die Vereine meinen. Reizen tut mich beides. Grundsätzlich muss man für alles offen sein, denn die Plätze sind nun einmal rar.

Hatten Sie jetzt eigentlich schon ein klärendes Abschlussgespräch mit der Klubführung?
Nein. Ich weiß ja auch nicht, was heute nach der Partie auf mich zukommt, denn mein Vertrag läuft ja eigentlich noch ein Jahr. Von dem her ist es für mich noch nicht aus und fertig und ich hoffe noch auf ein Gespräch.

Ein Blick noch auf das heutige Spiel. Ein Heimsieg heute wäre der perfekte Abschluss, oder?
In unserer derzeitigen Verfassung ist alles möglich und trotz der Ausfälle bei Rapid werden sie gefährlich sein. Ihr Kader ist groß und qualitativ genug, das nehm’ ich nicht als Ausrede hin. Wenn sie ins Rollen kommen, sind sie schwer zu stoppen. Aber wir können sie knacken und wollen uns mit einem positiven Abschluss verabschieden.

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